zu Klampen! Verlag

Claudia Hempel referiert in Münster

Auf Einladung der Landeszentrale für Politische Bildung Nordrhein-Westfalen ist Claudia Hempel zu Gast im Haus der Niederlande in Münster. Die Autorin des zu Klampen Verlags wird dort im Rahmen des Begleitprogramms zur mehrmonatigen Ausstellung »Deine Anne – Ein Mädchen schreibt Geschichte« aus ihrem Buch »Wenn Kinder rechtsexrem werden« lesen sowie als Gesprächspartnerin an einer anschließenden Diskussion teilnehmen. Moderiert wird die Veranstaltung von der ehemaligien Chefredakteurin Hörfunk des WDR, Helga Kirchner.

Claudia Hempel, Jahrgang 1966, studierte Amerikanistik, Anglistik und Philosophie und arbeitet freiberuflich als Journalistin und Filmemacherin für den MDR und andere öffentlich-rechtliche Fernsehsender. Ihre Dokumentarfilme wurden auf verschiedenen Filmfestivals im In- und Ausland gezeigt. Bei zu Klampen veröffentlichte sie ihr erstes Buch »Zurück auf Los – Frauen erzählen aus der Arbeitslosigkeit« (2006) und »Wenn Kinder rechtsextrem werden« (2008).

Der Grimm des Lebens
Frische Kolumnen aus einem lustigen Land

Sie sind auf der Suche nach dem »Grimm des Lebens«? Sie haben ihn gefunden! In seinem neuen Buch geht der Kolumnist Imre Grimm erneut mit Charme und Strenge dem deutschen Alltag auf den Grund. Wortwitz trifft auf präzise Beobachtung, anekdotische Nostalgie auf Selbstironie. Es geht um überdrehte Brötchennamen (»Mohnika«), liebestolle Jugendsprache (»Ich küsse deine Augen, Brudi!«), unsterbliche Anglizismen (»Mannschästerhose«) – und die Freude am gehobenen Spott. Ein Buch für alle, die wissen: Das wirklich Komische entsteht nicht im Ausnahmezustand, sondern im menschlichen Normalbetrieb. Grimms Kolumnen begeistern wöchentlich Millionen Leser von mehr als fünfzig Tageszeitungen in ganz Deutschland. Mit seinen Lesungsprogrammen ist er seit vielen Jahren auf deutschen Bühnen unterwegs.

Böse Wörter
Der Kulturkampf um die Sprache und seine Irrtümer

Der Kampf für den »sensiblen« Gebrauch unserer Sprache treibt immer weitere Blüten. Angeblich böse Wörter dürfen nicht mehr ausgesprochen, Kinderbücher müssen sprachlich gereinigt, wissenschaftliche Texte durch kryptische Sprachzeichen entstellt werden. Warum? Weil die Nutzer dieser Wörter sich sonst angeblich zu Mittätern bei der Unterdrückung gesellschaftlicher Minderheiten machen. Mathias Brodkorb hat die vielfältigen Verwendungsweisen »böser« Wörter wie »Indianer«, »Neger« oder »Zigeuner« untersucht. Dabei stellt sich heraus, dass das bloße Aussprechen dieser Wörter noch nichts über die Absichten der Sprecher verrät. Denn wer vom »N-Wort« spricht, muss zugleich immer an das Wort »Neger« denken, um es zu übersetzen. Macht sich der Sprachkritiker damit nicht selbst Tag für Tag schuldig? In teilweise höchst amüsanten Geschichten beleuchtet Brodkorb die »bösen« Wörter und ihre realen Gegenstände. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass menschliche Kommunikation nur gelingt, wenn wir den Aussagen unserer Gesprächspartner zunächst wohlwollend begegnen. Mit ein wenig mehr Gelassenheit könnte an die Stelle von Konfrontation gelungene Verständigung treten.

Event teilen

Veranstaltungsort

Haus der Niederlande