Wien, Ende 1938: Für die junge Schriftstellerin Gerty Kelemen ist klar, dass sie als Jüdin nicht länger sicher ist. Auf der Flucht trifft sie den Ölhändler Mau Hanemann, verliebt sich und zieht mit ihm nach Amsterdam. In den Niederlanden sind die beiden Außenseiter – Teil eines seit Jahrzehnten wachsenden Stroms meist unerwünschter jüdischer Migranten aus dem Osten. Die dramatische Lebensgeschichte von Mau und Gerty führt von den osteuropäischen Schtetl bis nach Tel Aviv, über London und Paris und über das Lager Westerbork bis nach Bergen-Belsen. Im Angesicht des Todes hält ein einziger Wunsch Mau und Gerty am Leben: ihre kleine Tochter wiederzusehen, die sie zu deren Schutz weggegeben haben.
Robert Kurz: Die Aufhebung des weißen Mannes. Ein Rückblick von der Schwelle des 21. Jahrhunderts auf Kolonialismus und Antikolonialismus JustIn Monday: Diskontinuität des Kolonialismus. Zu Geschichtsphilosophie und Realgeschichte von Post- und Dekolonialismus. Zweiter Teil Herbert Böttcher: Ohne Begriff einer (welt-)gesellschaftlichen Totalität in der Krise keine Befreiung. Zu Enrique Dussels »Gegendiskurs der Moderne« als Philosophie und Ethik der Befreiung Norma Mattarei: Die rechte Regierung in Italien als verzweifelter Rettungsversuch vor dem gesellschaftlichen Zusammenbruch Nils Meier: Raskol’nikovs Spaltung im Kontext der Wertabspaltungskritik. Dostoevskijs literarisches Bild der »Blutigen Vernunft« Norbert Walz: Marx’ Verdrängung der Philosophie und die Aufgaben einer Postphilosophie der Gegenwart Herbert Böttcher: Verdrängte Philosophie bei Marx. Und was dann? Roswitha Scholz: Zwangs-Heterosexualität und Queer im kapitalistischen Patriarchat. Wert-abspaltungskritische Anmerkungen zu einer schon lange währenden Diskussion
Als die Sozialistische Arbeiter-Jugend vor 100 Jahren ein neues Freizeit- und Schulungsheim am Springer Ebersberg errichtet hat, war noch nicht abzusehen, dass aus diesem ›Haus für den Sozialismus‹ mal ein modernes Bildungs- und TagungsZentrum der Erwachsenenbildung werden würde. Der Weg dorthin ist auch ein Spiegelbild der deutschen Geschichte. Mit diesem Buch kann man einen Teil der Geschichte der Arbeiterbewegung neu erschließen. Es lädt Leserinnen und Leser ein, sich der Wurzeln demokratischer Bildung bewusst zu werden. Es beschreibt lebendig, wie bunt Bildung im Interesse der Arbeitswelt gelebt worden ist und wie kompliziert es ist, diese dauerhaft zu erhalten. Der hier vorgelegten Chronik gelingt das Kunststück, zugleich mitreißend und wissenschaftlich fundiert die Geschichte eines Hauses zur Geschichte einer ganzen Bewegung zu machen
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