zu Klampen! Verlag

Benefizveranstaltung: Imre Grimm liest aus »Lichtstreife und Arschtritte«

Am Donnerstag, dem 20. Juni, liest Imre Grimm um 19:30 Uhr in der St. Petri Kirche Rethen seine schönsten Kolumnen aus »Lichtstreife und Arschtritte«. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Es wird um eine Spende erbeten für die Herrichtung neuer Jugendräume in der Petri-Gemeinde. Die alten Räume wurden Heiligabend vom Hochwasser geflutet und sind nicht mehr nutzbar. Das neue Jugendzentrum wird im Obergeschoss des Gemeindehauses eingerichtet.

Imre Grimm, geboren 1973, ist Autor und Kolumnist beim RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Seine wöchentliche Kolumne, begonnen 1999 in der »Hannoverschen Allgemeinen Zeitung« und als Buch 2007 unter »Das Ding« bei zu Klampen veröffentlicht, erscheint inzwischen in mehr als vierzig Zeitungen. Der Journalist, Satiriker und Bühnenkünstler lebt mit seiner Familie bei Hannover. Bereits erschienen sind »Über Leben in Deutschland« (2021) und »Lichtstreife und Arschtritte« (2023).

Der Grimm des Lebens
Frische Kolumnen aus einem lustigen Land

Sie sind auf der Suche nach dem »Grimm des Lebens«? Sie haben ihn gefunden! In seinem neuen Buch geht der Kolumnist Imre Grimm erneut mit Charme und Strenge dem deutschen Alltag auf den Grund. Wortwitz trifft auf präzise Beobachtung, anekdotische Nostalgie auf Selbstironie. Es geht um überdrehte Brötchennamen (»Mohnika«), liebestolle Jugendsprache (»Ich küsse deine Augen, Brudi!«), unsterbliche Anglizismen (»Mannschästerhose«) – und die Freude am gehobenen Spott. Ein Buch für alle, die wissen: Das wirklich Komische entsteht nicht im Ausnahmezustand, sondern im menschlichen Normalbetrieb. Grimms Kolumnen begeistern wöchentlich Millionen Leser von mehr als fünfzig Tageszeitungen in ganz Deutschland. Mit seinen Lesungsprogrammen ist er seit vielen Jahren auf deutschen Bühnen unterwegs.

Böse Wörter
Der Kulturkampf um die Sprache und seine Irrtümer

Der Kampf für den »sensiblen« Gebrauch unserer Sprache treibt immer weitere Blüten. Angeblich böse Wörter dürfen nicht mehr ausgesprochen, Kinderbücher müssen sprachlich gereinigt, wissenschaftliche Texte durch kryptische Sprachzeichen entstellt werden. Warum? Weil die Nutzer dieser Wörter sich sonst angeblich zu Mittätern bei der Unterdrückung gesellschaftlicher Minderheiten machen. Mathias Brodkorb hat die vielfältigen Verwendungsweisen »böser« Wörter wie »Indianer«, »Neger« oder »Zigeuner« untersucht. Dabei stellt sich heraus, dass das bloße Aussprechen dieser Wörter noch nichts über die Absichten der Sprecher verrät. Denn wer vom »N-Wort« spricht, muss zugleich immer an das Wort »Neger« denken, um es zu übersetzen. Macht sich der Sprachkritiker damit nicht selbst Tag für Tag schuldig? In teilweise höchst amüsanten Geschichten beleuchtet Brodkorb die »bösen« Wörter und ihre realen Gegenstände. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass menschliche Kommunikation nur gelingt, wenn wir den Aussagen unserer Gesprächspartner zunächst wohlwollend begegnen. Mit ein wenig mehr Gelassenheit könnte an die Stelle von Konfrontation gelungene Verständigung treten.

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Veranstaltungsort

St. Petri Kirche Rethen