Peter Bulthaup erklärt in diesen einführenden Vorlesungen, wie menschliches Erkennen überhaupt möglich ist und warum wir urteilen dürfen, dass einige unserer Vorstellungen von den Gegenständen notwendig und allgemein gelten. Der gegenwärtige Wissenschaftsbetrieb präsentiert Erkenntnistheorie als eine gesonderte Teildisziplin der Philosophie, getrennt von den erkannten Gegenständen und überwiegend unabhängig von den Kenntnissen der Naturwissenschaften. Bulthaup geht gänzlich anders vor. Er entfaltet die begrifflichen Grundlagen des Erkennens an Modellen, insbesondere daran, wie in der Geschichte die Menschen zu ihrem Wissen von astronomischen, physikalischen und chemischen Prozessen gelangten. Erst so – und gerade nicht in der Abstraktion vom ›Material‹ des Erkennens – kann die Reflexion auf das Verhältnis des Subjekts des Erkennens zu seinem objektiven Gegenstand das emanzipatorische Potenzial offenlegen, das, durch den herrschenden Wissenschaftsbetrieb bislang verschüttet, in der Erkenntnistheorie liegt.
Bisher noch keine Pressestimmen vorhanden.
Damit Sie unsere Website optimal nutzen können, setzen wir Technologien wie Cookies ein. Diese ermöglichen es uns, Geräteinformationen zu speichern und zu verarbeiten – etwa zur Analyse des Surfverhaltens oder zur Nutzung eindeutiger IDs. Wenn Sie nicht zustimmen oder Ihre Einwilligung später widerrufen, kann dies die Funktionalität der Seite einschränken.