In nur drei Jahren – von 1930 bis 1933 – hat Walter Ballhause sein Lebenswerk geschaffen. Er fotografierte auf den Straßen Hannovers meist mit verdeckter Kamera die Opfer der Weltwirtschaftskrise, Menschen, die in Marktabfällen nach Essbarem suchen, bettelnde Kriegsversehrte, Menschen in Lumpen und Arbeitslose. Seine Mitmenschen. „Ich habe mich nicht in der Nähe der Unterdrückten herumgetrieben, um sie auf schamlose Weise auszubeuten. Ich brauchte den Unterdrückten nicht über die Schultern zu schauen, da ich selbst einer von ihnen war, aus ihrem Milieu kam.“ Aber Walter Ballhause dokumentierte auch, wie die Nazis die Macht auf der Straße übernahmen, wie sie das Haus der Gewerkschaften stürmen. Fotos, die die Gestapo auf ihn aufmerksam machten. Er wurde verhaftet und verhört und musste schließlich aus Hannover fliehen.
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