zu Klampen! Verlag

Vortrag und Lesung anlässlich des neuen Lenz-Romans »Der Überläufer« mit Erich Maletzke

Jüngst erschien der bislang unveröffentlicht gebliebene Roman »Der Überläufer« aus dem Nachlass von Siegfried Lenz. Die Kulturstiftung Itzehoe nutzt diesen Anlass, um eine Lesung aus dem 1951 verfassten Werk mit einem Vortrag bzw. Gespräch von und mit Erich Maletzke – dem Autor der bislang einzigen Lenz-Biographie – zu verbinden. So soll ein Einblick in das Leben des 2014 verstorbenen Schriftstellers vermitelt werden, der den ersten Zugang zum Roman erleichtern kann.

Erich Maletzke, Jahrgang 1940, studierte Geschichte und Anglistik und lebt als Journalist und Autor im schleswig-holsteinischen Dithmarschen. Er schrieb Geschichten über Italien, diverse Beiträge über deutsche Schriftsteller und mehr als ein Dutzend Bücher. Bei zu Klampen veröffentlichte er »Siegfried Lenz« (2006) und »Ausgeteilt, eingesteckt« (2007).

Nähe
Vermessung einer Sehnsucht

Einsiedler mögen ohne die Nähe anderer Menschen auskommen, die meisten von uns aber wollen und können das nicht. Wir suchen die Nähe zu unseren Liebsten und wissen doch oft nicht, wie sie erlangt werden kann. Dabei beschreibt Nähe weit mehr als einen räumlichen Zustand. In der U-Bahn sind wir ungewollt vielen Menschen nah – aber doch unendlich weit entfernt. Wahre Nähe verdankt sich dem Wechselspiel von Öffnung und Verweigerung, der Begegnung und des Sich-Entziehens, und bleibt selbst über große Entfernungen hinweg spürbar. Martin Scherer zeigt, wie sich Nähe als geistige Empfindsamkeit von der bloßen Beziehung abhebt. Während diese sich regeln und dosieren lässt, birgt jene eine zumeist stille Intensität, die jedoch das Kuschelige, Traute auf Abstand hält. Kann die Nähe der raumgreifenden Distanz zwischen Menschen, die vernetzt, aber nicht mehr verbunden sind, etwas entgegensetzen?

Nähe
Vermessung einer Sehnsucht

Einsiedler mögen ohne die Nähe anderer Menschen auskommen, die meisten von uns aber wollen und können das nicht. Wir suchen die Nähe zu unseren Liebsten und wissen doch oft nicht, wie sie erlangt werden kann. Dabei beschreibt Nähe weit mehr als einen räumlichen Zustand. In der U-Bahn sind wir ungewollt vielen Menschen nah – aber doch unendlich weit entfernt. Wahre Nähe verdankt sich dem Wechselspiel von Öffnung und Verweigerung, der Begegnung und des Sich-Entziehens, und bleibt selbst über große Entfernungen hinweg spürbar. Martin Scherer zeigt, wie sich Nähe als geistige Empfindsamkeit von der bloßen Beziehung abhebt. Während diese sich regeln und dosieren lässt, birgt jene eine zumeist stille Intensität, die jedoch das Kuschelige, Traute auf Abstand hält. Kann die Nähe der raumgreifenden Distanz zwischen Menschen, die vernetzt, aber nicht mehr verbunden sind, etwas entgegensetzen?

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Veranstaltungsort

Kulturkirche St. Jürgen