zu Klampen! Verlag

Ulrich Greiner und Martin Mosebach im Gespräch über das Dienen

Das Dienen hat keinen sehr hohen Kurs. Es muss einer Gesellschaft, deren oberstes Ziel die Selbstverwirklichung der Individuen ist, von Grund auf verdächtig oder gar zuwider sein. Dennoch bedient man sich gern jener Hilfskräfte, die der migrantische Arbeitsmarkt im Überfluss bereitstellt. Nach außen hin wird so getan, als wäre ihre Tätigkeit einfach eine Dienstleistung und damit aller Ehren wert. Irgendein Ansehen können sie damit allerdings nicht gewinnen. Der Literaturkritiker Ulrich Greiner beschäftigt sich in seinem neuen, im Verlag zu Klampen erschienenen Essay “Dienstboten” anhand großer Texte, von der Bibel über John Milton und Diderot bis zu Kafka, mit der Bedeutungsvielfalt des Dienens. Im Gespräch mit dem Schriftsteller und Büchner-Preisträger Martin Mosebach stellt Greiner sein Buch vor und erörtert grundlegende Fragen nach der Rolle des Dienens und derer, die diese Dienstleistungen erbringen. Moderiert wird die Veranstaltung von Jan Bürger. Mehr Infos sowie Tickets erhalten Sie auf der Website der Freien Akademie der Künste in Hamburg.

Ulrich Greiner, geboren 1945, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft als Feuilletonredakteur bei der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. 1980 wechselte er zur »Zeit«, wo er von 1986 bis 1995 das Feuilleton leitete. In den Jahren 1998 bis 2009 war er dort Verantwortlicher Redakteur des Ressorts Literatur. Er lehrte als Gastprofessor u. a. in Hamburg, St. Louis, Essen und Göttingen. Der Hamburger Freien Akademie der Künste stand er von 2011 bis 2020 als Präsident vor.

Hafen oder Tod
Schiffsreisende aller Zeiten erzählen

Eine Seefahrt, die ist lustig – ein Lied, das schon um 1900 gesungen wurde und heute noch Kreuzfahrtbegeisterte begleiten könnte. Für frühere Schiffsreisende jedoch sah die Realität meist anders aus: Der Abschied vom Lande war ein Wagnis auf Leben und Tod. Enge Unterbringung, unberechenbare Flauten und widriges Wetter ließen Ankünfte unsicher werden, Leib und Leben waren stets bedroht, wie eine Seemannsweisheit bezeugt: »Das Schiff, das dem Steuer nicht gehorcht, wird den Klippen gehorchen müssen.« Johann-Günther König zeigt anhand packender Schilderungen von der Antike bis ins 21. Jahrhundert, wie sich das Reisen auf dem Meer im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat.

Hafen oder Tod
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Veranstaltungsort

Freie Akademie der Künste in Hamburg