zu Klampen! Verlag

»Töchter der Sonne«: Lesung mit Claudia Ruhs und Sebra Xaltî

Am 11. April werden die Herausgeberin Claudia Ruhs und die Lyrikerin Sebra Xaltî um 19 Uhr aus dem Buch »Töchter der Sonne« lesen, in dem die Stimmen fünf geflüchteter jezidischer Frauen hörbar werden. Die Lesung ist Teil der Veranstaltungsreihe »Farben der Hoffnung« der VHS Hannover, die einen öffentlichen Beitrag zur Aufarbeitung des Vökermords an Jesidinnen und Jesiden leisten soll. Den Rahmen der Veranstaltungsreihe bildet die Ausstellung »Farben der Hoffnung« mit Gemälden des hannoverschen Künstlers Ravo Ossman, die vom 4. bis zum 24. April zu sehen sein werden. Ossmans Werke sind inspiriert vom Leben in der nordirakischen Heimat. Zur Vernissage lädt der Künstler, der auch die Illustrationen in »Töchter der Sonne« gestaltete, am 4. April um 18 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter: https://www.nds-fluerat.org/veranstaltungen/ausstellung-und-begleitprogramm-toechter-der-sonne/.
Der Grimm des Lebens
Frische Kolumnen aus einem lustigen Land

Sie sind auf der Suche nach dem »Grimm des Lebens«? Sie haben ihn gefunden! In seinem neuen Buch geht der Kolumnist Imre Grimm erneut mit Charme und Strenge dem deutschen Alltag auf den Grund. Wortwitz trifft auf präzise Beobachtung, anekdotische Nostalgie auf Selbstironie. Es geht um überdrehte Brötchennamen (»Mohnika«), liebestolle Jugendsprache (»Ich küsse deine Augen, Brudi!«), unsterbliche Anglizismen (»Mannschästerhose«) – und die Freude am gehobenen Spott. Ein Buch für alle, die wissen: Das wirklich Komische entsteht nicht im Ausnahmezustand, sondern im menschlichen Normalbetrieb. Grimms Kolumnen begeistern wöchentlich Millionen Leser von mehr als fünfzig Tageszeitungen in ganz Deutschland. Mit seinen Lesungsprogrammen ist er seit vielen Jahren auf deutschen Bühnen unterwegs.

Böse Wörter
Der Kulturkampf um die Sprache und seine Irrtümer

Der Kampf für den »sensiblen« Gebrauch unserer Sprache treibt immer weitere Blüten. Angeblich böse Wörter dürfen nicht mehr ausgesprochen, Kinderbücher müssen sprachlich gereinigt, wissenschaftliche Texte durch kryptische Sprachzeichen entstellt werden. Warum? Weil die Nutzer dieser Wörter sich sonst angeblich zu Mittätern bei der Unterdrückung gesellschaftlicher Minderheiten machen. Mathias Brodkorb hat die vielfältigen Verwendungsweisen »böser« Wörter wie »Indianer«, »Neger« oder »Zigeuner« untersucht. Dabei stellt sich heraus, dass das bloße Aussprechen dieser Wörter noch nichts über die Absichten der Sprecher verrät. Denn wer vom »N-Wort« spricht, muss zugleich immer an das Wort »Neger« denken, um es zu übersetzen. Macht sich der Sprachkritiker damit nicht selbst Tag für Tag schuldig? In teilweise höchst amüsanten Geschichten beleuchtet Brodkorb die »bösen« Wörter und ihre realen Gegenstände. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass menschliche Kommunikation nur gelingt, wenn wir den Aussagen unserer Gesprächspartner zunächst wohlwollend begegnen. Mit ein wenig mehr Gelassenheit könnte an die Stelle von Konfrontation gelungene Verständigung treten.

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Veranstaltungsort

VHS Hannover