zu Klampen! Verlag

Preisverleihung des Deutsch-Italienischen Übersetzerpreises an Ragni Maria Gschwend

Ragni Maria Geschwend, die unter anderem das bei zu Klampen erschniene Buch »Die Baracke der Dichter« übersetzt hat, erhält den Deutsch-Italienischen Übersetzpreis für ihr Lebenswerk. Begründung der Jury: „Ragni Maria Gschwends übersetzerisches Werk ist von ehrfurchtgebietender Fülle: Sie hat Claudio Magris, Fulvio Tomizza, Ignazio Silone, Ennio Flaiano, Federigo Tozzi, Antonio Moresco und viele andere ins Deutsche übertragen. Ihre Übersetzungen sind gleichzeitig präzise, elegant und leichtfüßig. Ob Periodenbau, Lautmalerei, Idiomatik oder Rhythmus, Ragni Maria Gschwends Deutsch ist von zeitloser Schönheit. Ihre Fähigkeit, die unterschiedlichsten Facetten auszuleuchten, zeigt sich auch in ihrer im Herbst 2014 erschienenen Übertragung des Tagebuchs der Kriegsgefangenschaft von Carlo Emilio Gadda. Eine große Stilistin auf der Höhe ihrer Kunst.“
Nähe
Vermessung einer Sehnsucht

Einsiedler mögen ohne die Nähe anderer Menschen auskommen, die meisten von uns aber wollen und können das nicht. Wir suchen die Nähe zu unseren Liebsten und wissen doch oft nicht, wie sie erlangt werden kann. Dabei beschreibt Nähe weit mehr als einen räumlichen Zustand. In der U-Bahn sind wir ungewollt vielen Menschen nah – aber doch unendlich weit entfernt. Wahre Nähe verdankt sich dem Wechselspiel von Öffnung und Verweigerung, der Begegnung und des Sich-Entziehens, und bleibt selbst über große Entfernungen hinweg spürbar. Martin Scherer zeigt, wie sich Nähe als geistige Empfindsamkeit von der bloßen Beziehung abhebt. Während diese sich regeln und dosieren lässt, birgt jene eine zumeist stille Intensität, die jedoch das Kuschelige, Traute auf Abstand hält. Kann die Nähe der raumgreifenden Distanz zwischen Menschen, die vernetzt, aber nicht mehr verbunden sind, etwas entgegensetzen?

Nähe
Vermessung einer Sehnsucht

Einsiedler mögen ohne die Nähe anderer Menschen auskommen, die meisten von uns aber wollen und können das nicht. Wir suchen die Nähe zu unseren Liebsten und wissen doch oft nicht, wie sie erlangt werden kann. Dabei beschreibt Nähe weit mehr als einen räumlichen Zustand. In der U-Bahn sind wir ungewollt vielen Menschen nah – aber doch unendlich weit entfernt. Wahre Nähe verdankt sich dem Wechselspiel von Öffnung und Verweigerung, der Begegnung und des Sich-Entziehens, und bleibt selbst über große Entfernungen hinweg spürbar. Martin Scherer zeigt, wie sich Nähe als geistige Empfindsamkeit von der bloßen Beziehung abhebt. Während diese sich regeln und dosieren lässt, birgt jene eine zumeist stille Intensität, die jedoch das Kuschelige, Traute auf Abstand hält. Kann die Nähe der raumgreifenden Distanz zwischen Menschen, die vernetzt, aber nicht mehr verbunden sind, etwas entgegensetzen?

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Veranstaltungsort

Basilika des Bode-Museums