zu Klampen! Verlag

Peter-Erwin Jansen über den Einfluss propagandistischer Sprache auf Denken und Handeln

Am 26. März organisiert das Institute for Social & Sustainable Oikonomics eine Podiumsdiskussion zum Oberthema »Mit Empathie gegen Rassismus. Wie Sprache unsere Denkmuster prägt, über Populismus, Vorurteile, Macht und Widerstand«. Peter-Erwin Jansen wird dabei die Veranstaltung um die Perspektiven Herbert Marcuses und Leo Löwenthals erweitern: Der Einfluss der propagandistischen Sprache auf das Denken, Handeln und politische Veränderungen in Gesellschaften haben sowohl Herbert Marcuse in seinen »Feindanalysen« als auch Leo Löwenthal in seinen Analysen zur Propagandasprache in »Lügenpropheten« schon während und kurz nach dem Hitler-Faschismus analysiert. Auf die Bedeutung der beiden Arbeiten und besonders auf Marcuses Aufsatz »Die neue deutsche Mentalität« wird Jansen, der Herausgeber des Marcuse Nachlasses ist, in seinem Beitrag eingehen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung unter folgendem Link ist aber notwendig: https://isso.de/egr/.

Martina Janssen (*1971) – Pastorin im Kirchenkreis Stade und Lehrbeauftragte an der Technischen Universität Braunschweig

Nähe
Vermessung einer Sehnsucht

Einsiedler mögen ohne die Nähe anderer Menschen auskommen, die meisten von uns aber wollen und können das nicht. Wir suchen die Nähe zu unseren Liebsten und wissen doch oft nicht, wie sie erlangt werden kann. Dabei beschreibt Nähe weit mehr als einen räumlichen Zustand. In der U-Bahn sind wir ungewollt vielen Menschen nah – aber doch unendlich weit entfernt. Wahre Nähe verdankt sich dem Wechselspiel von Öffnung und Verweigerung, der Begegnung und des Sich-Entziehens, und bleibt selbst über große Entfernungen hinweg spürbar. Martin Scherer zeigt, wie sich Nähe als geistige Empfindsamkeit von der bloßen Beziehung abhebt. Während diese sich regeln und dosieren lässt, birgt jene eine zumeist stille Intensität, die jedoch das Kuschelige, Traute auf Abstand hält. Kann die Nähe der raumgreifenden Distanz zwischen Menschen, die vernetzt, aber nicht mehr verbunden sind, etwas entgegensetzen?

Nähe
Vermessung einer Sehnsucht

Einsiedler mögen ohne die Nähe anderer Menschen auskommen, die meisten von uns aber wollen und können das nicht. Wir suchen die Nähe zu unseren Liebsten und wissen doch oft nicht, wie sie erlangt werden kann. Dabei beschreibt Nähe weit mehr als einen räumlichen Zustand. In der U-Bahn sind wir ungewollt vielen Menschen nah – aber doch unendlich weit entfernt. Wahre Nähe verdankt sich dem Wechselspiel von Öffnung und Verweigerung, der Begegnung und des Sich-Entziehens, und bleibt selbst über große Entfernungen hinweg spürbar. Martin Scherer zeigt, wie sich Nähe als geistige Empfindsamkeit von der bloßen Beziehung abhebt. Während diese sich regeln und dosieren lässt, birgt jene eine zumeist stille Intensität, die jedoch das Kuschelige, Traute auf Abstand hält. Kann die Nähe der raumgreifenden Distanz zwischen Menschen, die vernetzt, aber nicht mehr verbunden sind, etwas entgegensetzen?

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Veranstaltungsort

Dreikönigenhaus