zu Klampen! Verlag

Musikalische Lesung: Ulrich Meyer-Doerpinghaus präsentiert seinen Essay-Band »Am Zauberfluss«

Im Rahmen der »Kirschblütenzeit Oberwinter« liest Ulrich Meyer-Doerpinghaus in der Evangelischen Kirche aus seinem Essay-Band. Bei der Lesung, die von der Pianistin Christiane von Essen musikalisch begleitet wird, steht die Erfindung der Rheinromantik durch Friedrich Schlegel im Mittelpunkt. Der Eintritt ist frei.

Ulrich Meyer-Doerpinghaus, Jahrgang 1967, lebt bei Bonn. Nach dem Studium der Geschichte, Katholischen Theologie und Sozialwissenschaften wurde er 1995 am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen promoviert. Seit 2017 ist er Direktor der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn. Bei zu Klampen veröffentlichte er »Am Zauberfluss« (2015, 2019).

Nähe
Vermessung einer Sehnsucht

Einsiedler mögen ohne die Nähe anderer Menschen auskommen, die meisten von uns aber wollen und können das nicht. Wir suchen die Nähe zu unseren Liebsten und wissen doch oft nicht, wie sie erlangt werden kann. Dabei beschreibt Nähe weit mehr als einen räumlichen Zustand. In der U-Bahn sind wir ungewollt vielen Menschen nah – aber doch unendlich weit entfernt. Wahre Nähe verdankt sich dem Wechselspiel von Öffnung und Verweigerung, der Begegnung und des Sich-Entziehens, und bleibt selbst über große Entfernungen hinweg spürbar. Martin Scherer zeigt, wie sich Nähe als geistige Empfindsamkeit von der bloßen Beziehung abhebt. Während diese sich regeln und dosieren lässt, birgt jene eine zumeist stille Intensität, die jedoch das Kuschelige, Traute auf Abstand hält. Kann die Nähe der raumgreifenden Distanz zwischen Menschen, die vernetzt, aber nicht mehr verbunden sind, etwas entgegensetzen?

Nähe
Vermessung einer Sehnsucht

Einsiedler mögen ohne die Nähe anderer Menschen auskommen, die meisten von uns aber wollen und können das nicht. Wir suchen die Nähe zu unseren Liebsten und wissen doch oft nicht, wie sie erlangt werden kann. Dabei beschreibt Nähe weit mehr als einen räumlichen Zustand. In der U-Bahn sind wir ungewollt vielen Menschen nah – aber doch unendlich weit entfernt. Wahre Nähe verdankt sich dem Wechselspiel von Öffnung und Verweigerung, der Begegnung und des Sich-Entziehens, und bleibt selbst über große Entfernungen hinweg spürbar. Martin Scherer zeigt, wie sich Nähe als geistige Empfindsamkeit von der bloßen Beziehung abhebt. Während diese sich regeln und dosieren lässt, birgt jene eine zumeist stille Intensität, die jedoch das Kuschelige, Traute auf Abstand hält. Kann die Nähe der raumgreifenden Distanz zwischen Menschen, die vernetzt, aber nicht mehr verbunden sind, etwas entgegensetzen?

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Veranstaltungsort

Evangelische Kirche Oberwinter