zu Klampen! Verlag

Monika Tibbe geht in Hannover auf »Spurensuche«

Im Rahmen der Veranstaltung »Krieg und Frieden. Spurensuche – Eine historisch-künstlerische Auseinandersetzung mit zwei Kriegerdenkmälern um die Markuskirche« liest Monika Tibbe aus ihrem 2014 bei zu Klampen erschienenen Buch »Wir leben weiter ins Ungewisse – Tagebücher und Briefe aus dem Jahr 1945«. Die Lesung wird ergänzt durch Lieder von Friedrich Hollaender.

Monika Tibbe, Jahrgang 1944, ist Musik- und Literaturwissenschaftlerin. An der Fachhochschule Hannover unterrichtete sie Soziale Kulturarbeit sowie Ästhetische Theorie und Praxis. Veröffentlicht hat sie zu Gustav Mahler und Hanns Eisler, zum Volkslied und politischen Lied, zur Kulturarbeit und zu Jugendkulturen. Bei zu Klampen veröffentlichte sie »Wir leben weiter ins Ungewisse« (2014).

Nähe
Vermessung einer Sehnsucht

Einsiedler mögen ohne die Nähe anderer Menschen auskommen, die meisten von uns aber wollen und können das nicht. Wir suchen die Nähe zu unseren Liebsten und wissen doch oft nicht, wie sie erlangt werden kann. Dabei beschreibt Nähe weit mehr als einen räumlichen Zustand. In der U-Bahn sind wir ungewollt vielen Menschen nah – aber doch unendlich weit entfernt. Wahre Nähe verdankt sich dem Wechselspiel von Öffnung und Verweigerung, der Begegnung und des Sich-Entziehens, und bleibt selbst über große Entfernungen hinweg spürbar. Martin Scherer zeigt, wie sich Nähe als geistige Empfindsamkeit von der bloßen Beziehung abhebt. Während diese sich regeln und dosieren lässt, birgt jene eine zumeist stille Intensität, die jedoch das Kuschelige, Traute auf Abstand hält. Kann die Nähe der raumgreifenden Distanz zwischen Menschen, die vernetzt, aber nicht mehr verbunden sind, etwas entgegensetzen?

Nähe
Vermessung einer Sehnsucht

Einsiedler mögen ohne die Nähe anderer Menschen auskommen, die meisten von uns aber wollen und können das nicht. Wir suchen die Nähe zu unseren Liebsten und wissen doch oft nicht, wie sie erlangt werden kann. Dabei beschreibt Nähe weit mehr als einen räumlichen Zustand. In der U-Bahn sind wir ungewollt vielen Menschen nah – aber doch unendlich weit entfernt. Wahre Nähe verdankt sich dem Wechselspiel von Öffnung und Verweigerung, der Begegnung und des Sich-Entziehens, und bleibt selbst über große Entfernungen hinweg spürbar. Martin Scherer zeigt, wie sich Nähe als geistige Empfindsamkeit von der bloßen Beziehung abhebt. Während diese sich regeln und dosieren lässt, birgt jene eine zumeist stille Intensität, die jedoch das Kuschelige, Traute auf Abstand hält. Kann die Nähe der raumgreifenden Distanz zwischen Menschen, die vernetzt, aber nicht mehr verbunden sind, etwas entgegensetzen?

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Veranstaltungsort

Markuskirche Hannover