zu Klampen! Verlag

Mitten in der Wunderkammer

Mappen, Kassetten, Text- und Bildblätter sind in der Sammlung Hartmann zu finden. Prominent vertreten sind dort auch Hans Georg Bulla, Georg Oswald Cott und Peter Piontek. In einer Lesung im Rahmen der Ausstellung »Die Sammlung Hartmann« stellen die Autoren eine Auswahl ihrer Texte aus der Sammlung vor.

Hans Georg Bulla Geboren 1949 in Dülmen/Westfalen. Lebt als Autor, Lektor und Herausgeber in Wedemark (nahe Hannover). Mitglied im P.E.N.-Zentrum Deutschland. Veröffentlichte neben Erzählungen, Hörspielen, Essays und Kritiken vor allem Gedichtbände, zuletzt erschienen das Hörstück „Märzwinter“ (2013) und die Gedichte „Um Haus und Hof“ (2014), jeweils mit Zeichnungen von Peter Marggraf, in der San Marco Handpresse, Neustadt a. Rbge. Verschiedene Preise und Stipendien, u. a. „Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis“ (1985), „Niedersächsisches Künstlerstipendium“ (1990), „Kurt-Morawietz-Literaturpreis“ der Stadt Hannover (1996).

Nähe
Vermessung einer Sehnsucht

Einsiedler mögen ohne die Nähe anderer Menschen auskommen, die meisten von uns aber wollen und können das nicht. Wir suchen die Nähe zu unseren Liebsten und wissen doch oft nicht, wie sie erlangt werden kann. Dabei beschreibt Nähe weit mehr als einen räumlichen Zustand. In der U-Bahn sind wir ungewollt vielen Menschen nah – aber doch unendlich weit entfernt. Wahre Nähe verdankt sich dem Wechselspiel von Öffnung und Verweigerung, der Begegnung und des Sich-Entziehens, und bleibt selbst über große Entfernungen hinweg spürbar. Martin Scherer zeigt, wie sich Nähe als geistige Empfindsamkeit von der bloßen Beziehung abhebt. Während diese sich regeln und dosieren lässt, birgt jene eine zumeist stille Intensität, die jedoch das Kuschelige, Traute auf Abstand hält. Kann die Nähe der raumgreifenden Distanz zwischen Menschen, die vernetzt, aber nicht mehr verbunden sind, etwas entgegensetzen?

Nähe
Vermessung einer Sehnsucht

Einsiedler mögen ohne die Nähe anderer Menschen auskommen, die meisten von uns aber wollen und können das nicht. Wir suchen die Nähe zu unseren Liebsten und wissen doch oft nicht, wie sie erlangt werden kann. Dabei beschreibt Nähe weit mehr als einen räumlichen Zustand. In der U-Bahn sind wir ungewollt vielen Menschen nah – aber doch unendlich weit entfernt. Wahre Nähe verdankt sich dem Wechselspiel von Öffnung und Verweigerung, der Begegnung und des Sich-Entziehens, und bleibt selbst über große Entfernungen hinweg spürbar. Martin Scherer zeigt, wie sich Nähe als geistige Empfindsamkeit von der bloßen Beziehung abhebt. Während diese sich regeln und dosieren lässt, birgt jene eine zumeist stille Intensität, die jedoch das Kuschelige, Traute auf Abstand hält. Kann die Nähe der raumgreifenden Distanz zwischen Menschen, die vernetzt, aber nicht mehr verbunden sind, etwas entgegensetzen?

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Veranstaltungsort

Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek
Waterloostraße 8
30169 Hannover