Susanne Mischke ist in Kempten im Allgäu geboren. Sie hat an die zwei Dutzend Kriminalromane veröffentlicht, darunter Jugendkrimis, All-Age-Thriller und zahlreiche Kurzgeschichten. Für das Buch »Wer nicht hören will, muß fühlen« erhielt sie die »Agathe«, den Frauen-Krimi-Preis der Stadt Wiesbaden. Mit dem Roman »Der Tote vom Maschsee« begann ihre erfolgreiche Hannover-Krimiserie um Kommissar Völxen, sein Team und seine Schafe, die über die Grenzen Niedersachsens hinaus großen Erfolg hat. Die Autorin lebt in der Nähe von Hannover.
Als die Sozialistische Arbeiter-Jugend vor 100 Jahren ein neues Freizeit- und Schulungsheim am Springer Ebersberg errichtet hat, war noch nicht abzusehen, dass aus diesem ›Haus für den Sozialismus‹ mal ein modernes Bildungs- und TagungsZentrum der Erwachsenenbildung werden würde. Der Weg dorthin ist auch ein Spiegelbild der deutschen Geschichte. Mit diesem Buch kann man einen Teil der Geschichte der Arbeiterbewegung neu erschließen. Es lädt Leserinnen und Leser ein, sich der Wurzeln demokratischer Bildung bewusst zu werden. Es beschreibt lebendig, wie bunt Bildung im Interesse der Arbeitswelt gelebt worden ist und wie kompliziert es ist, diese dauerhaft zu erhalten. Der hier vorgelegten Chronik gelingt das Kunststück, zugleich mitreißend und wissenschaftlich fundiert die Geschichte eines Hauses zur Geschichte einer ganzen Bewegung zu machen
Ruhrgebiet 1936: Die Kohlekumpel Schorsch und Gustav führen einen Seidenraupenzüchterverein. Als ihre Zucht vom NS-Regime zur staatlichen Musteranlage erklärt wird, ergreifen sie ihre Chance, der Enge des Bergwerks zu entkommen und in die Seidenproduktion einzusteigen. Diese wird bald Teil der Kriegswirtschaft: Die zarten Fäden der Raupen dienen der Herstellung von Fallschirmen, die Zucht wird zum profitablen Rüstungszweig. Mit präzisem Blick für soziale Milieus und historische Brüche legt Nora Bossong ein eindringliches Kammerspiel über Opportunismus, Verstrickung und Schuld vor.
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