zu Klampen! Verlag

Koblenzer Demokratiewochen: Peter-Erwin Jansen referiert über »Feindanalysen« von Herbert Marcuse

Die Hochschule Koblenz sowie die Universität Koblenz-Landau beteiligen sich mit einigen Veranstaltungen bei den Koblenzer Demokratiewochen. Am Donnerstag, 10. September 2020, ab 18.30 Uhr wird Peter-Erwin Jansen einen Vortrag im Apollo-Kinocenter, Löhrstraße 78, halten. Der Soziologe referiert über den Band »Feindanalysen: Über die Deutschen« des deutsch-amerikanischen Philosophen und Politologen Dr. Herbert Marcuse. Anschließend wird der Film »Der Staat gegen Fritz Bauer« gezeigt. Die Karten sind ab dem 20. August im Apollo-Kinocenter für fünf Euro (VVK) erhältlich. Der Vortrag sowie die anschließende Diskussion wird zusätzlich auch online live übertragen werden, der Film jedoch nicht. Anmeldungen für den Online-Vortrag sind bis zum 09. September, 17 Uhr, per E-Mail an transferstelle@uni-koblenz-landau.de erwünscht.

Peter-Erwin Jansen, geboren 1957, studierte in Frankfurt am Main Philosophie, Germanistik, Soziologie und Politik. Er arbeitete als wissenschaftlicher Publizist. Als Vertreter der Nachlasseigentümer ist er für die Nachlässe von Herbert Marcuse und Leo Löwenthal verantwortlich. Er fungiert als einer der fünf Direktoren der International Herbert Marcuse Society (IHMS). Jansen lehrt an der Hochschule Koblenz, und hatte im Herbst 2019 eine Gastprofessur an der University of California in Santa Barbara inne. Bei zu Klampen erschienen »Das Schicksal der bürgerlichen Demokratie« (1999), »Kunst und Befreiung« (2000), »Philosophie und Psychoanalyse« (2002), »In steter Freundschaft« (2003), »Die Studentenbewegung und ihre Folgen« (2004), »Feindanalysen« (2007), »Ökologie und Gesellschaftskritik« (2009), »Der eindimensionale Mensch« (2014), »Kapitalismus und Opposition« (2017) und »Über Herbert den Greisen und Leo den Weisen« (2021).

Der Grimm des Lebens
Frische Kolumnen aus einem lustigen Land

Sie sind auf der Suche nach dem »Grimm des Lebens«? Sie haben ihn gefunden! In seinem neuen Buch geht der Kolumnist Imre Grimm erneut mit Charme und Strenge dem deutschen Alltag auf den Grund. Wortwitz trifft auf präzise Beobachtung, anekdotische Nostalgie auf Selbstironie. Es geht um überdrehte Brötchennamen (»Mohnika«), liebestolle Jugendsprache (»Ich küsse deine Augen, Brudi!«), unsterbliche Anglizismen (»Mannschästerhose«) – und die Freude am gehobenen Spott. Ein Buch für alle, die wissen: Das wirklich Komische entsteht nicht im Ausnahmezustand, sondern im menschlichen Normalbetrieb. Grimms Kolumnen begeistern wöchentlich Millionen Leser von mehr als fünfzig Tageszeitungen in ganz Deutschland. Mit seinen Lesungsprogrammen ist er seit vielen Jahren auf deutschen Bühnen unterwegs.

Böse Wörter
Der Kulturkampf um die Sprache und seine Irrtümer

Der Kampf für den »sensiblen« Gebrauch unserer Sprache treibt immer weitere Blüten. Angeblich böse Wörter dürfen nicht mehr ausgesprochen, Kinderbücher müssen sprachlich gereinigt, wissenschaftliche Texte durch kryptische Sprachzeichen entstellt werden. Warum? Weil die Nutzer dieser Wörter sich sonst angeblich zu Mittätern bei der Unterdrückung gesellschaftlicher Minderheiten machen. Mathias Brodkorb hat die vielfältigen Verwendungsweisen »böser« Wörter wie »Indianer«, »Neger« oder »Zigeuner« untersucht. Dabei stellt sich heraus, dass das bloße Aussprechen dieser Wörter noch nichts über die Absichten der Sprecher verrät. Denn wer vom »N-Wort« spricht, muss zugleich immer an das Wort »Neger« denken, um es zu übersetzen. Macht sich der Sprachkritiker damit nicht selbst Tag für Tag schuldig? In teilweise höchst amüsanten Geschichten beleuchtet Brodkorb die »bösen« Wörter und ihre realen Gegenstände. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass menschliche Kommunikation nur gelingt, wenn wir den Aussagen unserer Gesprächspartner zunächst wohlwollend begegnen. Mit ein wenig mehr Gelassenheit könnte an die Stelle von Konfrontation gelungene Verständigung treten.

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Veranstaltungsort

Apollo-Kinocenter