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Koblenzer Demokratiewochen: Peter-Erwin Jansen referiert über »Feindanalysen« von Herbert Marcuse

Die Hochschule Koblenz sowie die Universität Koblenz-Landau beteiligen sich mit einigen Veranstaltungen bei den Koblenzer Demokratiewochen. Am Donnerstag, 10. September 2020, ab 18.30 Uhr wird Peter-Erwin Jansen einen Vortrag im Apollo-Kinocenter, Löhrstraße 78, halten. Der Soziologe referiert über den Band »Feindanalysen: Über die Deutschen« des deutsch-amerikanischen Philosophen und Politologen Dr. Herbert Marcuse. Anschließend wird der Film »Der Staat gegen Fritz Bauer« gezeigt. Die Karten sind ab dem 20. August im Apollo-Kinocenter für fünf Euro (VVK) erhältlich. Der Vortrag sowie die anschließende Diskussion wird zusätzlich auch online live übertragen werden, der Film jedoch nicht. Anmeldungen für den Online-Vortrag sind bis zum 09. September, 17 Uhr, per E-Mail an transferstelle@uni-koblenz-landau.de erwünscht.

Martina Janssen (*1971) – Pastorin im Kirchenkreis Stade und Lehrbeauftragte an der Technischen Universität Braunschweig

Nähe
Vermessung einer Sehnsucht

Einsiedler mögen ohne die Nähe anderer Menschen auskommen, die meisten von uns aber wollen und können das nicht. Wir suchen die Nähe zu unseren Liebsten und wissen doch oft nicht, wie sie erlangt werden kann. Dabei beschreibt Nähe weit mehr als einen räumlichen Zustand. In der U-Bahn sind wir ungewollt vielen Menschen nah – aber doch unendlich weit entfernt. Wahre Nähe verdankt sich dem Wechselspiel von Öffnung und Verweigerung, der Begegnung und des Sich-Entziehens, und bleibt selbst über große Entfernungen hinweg spürbar. Martin Scherer zeigt, wie sich Nähe als geistige Empfindsamkeit von der bloßen Beziehung abhebt. Während diese sich regeln und dosieren lässt, birgt jene eine zumeist stille Intensität, die jedoch das Kuschelige, Traute auf Abstand hält. Kann die Nähe der raumgreifenden Distanz zwischen Menschen, die vernetzt, aber nicht mehr verbunden sind, etwas entgegensetzen?

Nähe
Vermessung einer Sehnsucht

Einsiedler mögen ohne die Nähe anderer Menschen auskommen, die meisten von uns aber wollen und können das nicht. Wir suchen die Nähe zu unseren Liebsten und wissen doch oft nicht, wie sie erlangt werden kann. Dabei beschreibt Nähe weit mehr als einen räumlichen Zustand. In der U-Bahn sind wir ungewollt vielen Menschen nah – aber doch unendlich weit entfernt. Wahre Nähe verdankt sich dem Wechselspiel von Öffnung und Verweigerung, der Begegnung und des Sich-Entziehens, und bleibt selbst über große Entfernungen hinweg spürbar. Martin Scherer zeigt, wie sich Nähe als geistige Empfindsamkeit von der bloßen Beziehung abhebt. Während diese sich regeln und dosieren lässt, birgt jene eine zumeist stille Intensität, die jedoch das Kuschelige, Traute auf Abstand hält. Kann die Nähe der raumgreifenden Distanz zwischen Menschen, die vernetzt, aber nicht mehr verbunden sind, etwas entgegensetzen?

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Veranstaltungsort

Apollo-Kinocenter