zu Klampen! Verlag

Johann Michael Möller: »Der Osten – Eine politische Himmelsrichtung«

Johann Michael Möller war jahrzehntelang im östlichen Teil Deutschlands und Europas unterwegs und hat darüber ein Buch geschrieben, das gängigen Wahrnehmungen widerspricht. Was ist aus den Erwartungen geworden, die das Epochenjahr 1989 mit sich brachte? Darüber wird Möller referieren. Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro für Kurgäste, VHS-Mitglieder, Schüler, Studenten und Auszubildende. Vorverkauf in der Buchhandlung Straß, Baden-Baden.

Johann Michael Möller, geboren 1955, arbeitete von 1980 bis 1991 bei der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« – zunächst als Redakteur und später als Korrespondent für Thüringen und Sachsen. Anschließend war er beim MDR Fernsehen und von 1995 bis 1998 für das ZDF tätig. Bei der »Welt« leitete er von 1998 bis 2006 das Ressort Innenpolitik und hatte dort den Posten als stellvertretender Chefredakteur inne. Von 2006 bis 2016 war er Hörfunkdirektor beim MDR. Er ist Herausgeber der deutsch-russischen Zeitung »Petersburger Dialog« und des »Rotary Magazins«. Bei zu Klampen veröffentlichte er »Der Osten« (2019).

Der Grimm des Lebens
Frische Kolumnen aus einem lustigen Land

Sie sind auf der Suche nach dem »Grimm des Lebens«? Sie haben ihn gefunden! In seinem neuen Buch geht der Kolumnist Imre Grimm erneut mit Charme und Strenge dem deutschen Alltag auf den Grund. Wortwitz trifft auf präzise Beobachtung, anekdotische Nostalgie auf Selbstironie. Es geht um überdrehte Brötchennamen (»Mohnika«), liebestolle Jugendsprache (»Ich küsse deine Augen, Brudi!«), unsterbliche Anglizismen (»Mannschästerhose«) – und die Freude am gehobenen Spott. Ein Buch für alle, die wissen: Das wirklich Komische entsteht nicht im Ausnahmezustand, sondern im menschlichen Normalbetrieb. Grimms Kolumnen begeistern wöchentlich Millionen Leser von mehr als fünfzig Tageszeitungen in ganz Deutschland. Mit seinen Lesungsprogrammen ist er seit vielen Jahren auf deutschen Bühnen unterwegs.

Böse Wörter
Der Kulturkampf um die Sprache und seine Irrtümer

Der Kampf für den »sensiblen« Gebrauch unserer Sprache treibt immer weitere Blüten. Angeblich böse Wörter dürfen nicht mehr ausgesprochen, Kinderbücher müssen sprachlich gereinigt, wissenschaftliche Texte durch kryptische Sprachzeichen entstellt werden. Warum? Weil die Nutzer dieser Wörter sich sonst angeblich zu Mittätern bei der Unterdrückung gesellschaftlicher Minderheiten machen. Mathias Brodkorb hat die vielfältigen Verwendungsweisen »böser« Wörter wie »Indianer«, »Neger« oder »Zigeuner« untersucht. Dabei stellt sich heraus, dass das bloße Aussprechen dieser Wörter noch nichts über die Absichten der Sprecher verrät. Denn wer vom »N-Wort« spricht, muss zugleich immer an das Wort »Neger« denken, um es zu übersetzen. Macht sich der Sprachkritiker damit nicht selbst Tag für Tag schuldig? In teilweise höchst amüsanten Geschichten beleuchtet Brodkorb die »bösen« Wörter und ihre realen Gegenstände. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass menschliche Kommunikation nur gelingt, wenn wir den Aussagen unserer Gesprächspartner zunächst wohlwollend begegnen. Mit ein wenig mehr Gelassenheit könnte an die Stelle von Konfrontation gelungene Verständigung treten.

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Veranstaltungsort

Kurhaus Baden-Baden