zu Klampen! Verlag

Erinnerungen an Hilde Domin, Lesungen der Autorin Tauschwitz

Gudrun-Holde Ortner
© Gudrun-Holde Ortner
Um an die Dichterin Hilde Domin zu erinnern, wird Autorin Marion Tauschwitz aus ihren Büchern rund um das Leben der im Exil-lebenden Lyrikerin im Hospitalhof in Stuttgart lesen. Die 90-minütige Veranstaltung startet um 18 Uhr und kostet regulär 8€, wobei eine Reservierung über die Website nötig ist: https://www.hospitalhof.de/programm/220726-auf-wolkenbuergschaft/

Marion Tauschwitz, geboren 1953, arbeitete als Gymnasiallehrerin und Dozentin. Sie war enge Vertraute und Mitarbeiterin der Lyrikerin Hilde Domin (1909–2006). 2009, zum 100. Geburtstag der Dichterin, legte sie die viel beachtete Biografie »Hilde Domin. Dass ich sein kann, wie ich bin« vor. Weitere Biografien (von Pieter Sohl und Selma Merbaum) sowie ein Roman und eine autobiografische Novelle folgten. 2015 wurde Marion Tauschwitz von der Internationalen Autorinnenvereinigung zur »Autorin des Jahres« gewählt und 2018 in das PEN-Zentrum Deutschland aufgenommen. Bei zu Klampen erschienen »Selma Merbaum – Ich habe keine Zeit gehabt zuende zu schreiben« (2014) sowie als Wiederauflagen »Hilde Domin. Dass ich sein kann wie ich bin« (2015) und »Hilde Domins Gedichte und ihre Geschichte« (2016). Es folgte »Das unverlierbare Leben« (2019).

Hilde Domin
Dass ich sein kann, wie ich bin. Biografie

In Marion Tauschwitz’ Standardwerk fließen ihre weltweiten Recherchen aus bis dahin unbekannten Quellen sowie aus mehr als tausend Briefen ein. Sie kommt zu u¨berraschenden neuen Erkenntnissen u¨ber Leben und Persönlichkeit Domins, ihre literarische Bedeutung und den männerdominierten Literaturbetrieb. Besonders ergreifend schildert sie Hilde Domins unkonventionelle und äußerst konfliktreiche Ehe mit dem Kunsthistoriker Erwin Walter Palm und wie sich in diesem 56 Jahre währenden geistig stimulierenden, aber auch quälenden 'Lebensgespräch' Hilde Domins Kreativität freisetzte.

Hilde Domins Gedichte und ihre Geschichte

Hilde Domin (1909–2006) wurde nicht müde zu betonen, wie eng ihre Gedichte mit ihrem Leben verwoben waren. Ihr Werk bezeichnete die große Nachkriegslyrikerin als »Anthologie ihrer selbst«. Die Domin-Biografin und -Vertraute Marion Tauschwitz hat zwanzig Gedichte ausgewählt und sie der jeweiligen, oft heiklen Lebenssituation der Lyrikerin gegenübergestellt. Tauschwitz erzählt so die Entstehungsgeschichte der Gedichte, die sich im Wissen um den biografischen Kontext neu erschließen und Impulse für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Werk der jüdischen »Dichterin der Rückkehr« geben.

exit! Krise und Kritik der Warengesellschaft 23/2026
Jahrgang 23, Heft 23

Robert Kurz: Die Aufhebung des weißen Mannes. Ein Rückblick von der Schwelle des 21. Jahrhunderts auf Kolonialismus und Antikolonialismus JustIn Monday: Diskontinuität des Kolonialismus. Zu Geschichtsphilosophie und Realgeschichte von Post- und Dekolonialismus. Zweiter Teil Herbert Böttcher: Ohne Begriff einer (welt-)gesellschaftlichen Totalität in der Krise keine Befreiung. Zu Enrique Dussels »Gegendiskurs der Moderne« als Philosophie und Ethik der Befreiung Norma Mattarei: Die rechte Regierung in Italien als verzweifelter Rettungsversuch vor dem gesellschaftlichen Zusammenbruch Nils Meier: Raskol’nikovs Spaltung im Kontext der Wertabspaltungskritik. Dostoevskijs literarisches Bild der »Blutigen Vernunft« Norbert Walz: Marx’ Verdrängung der Philosophie und die Aufgaben einer Postphilosophie der Gegenwart Herbert Böttcher: Verdrängte Philosophie bei Marx. Und was dann? Roswitha Scholz: Zwangs-Heterosexualität und Queer im kapitalistischen Patriarchat. Wert-abspaltungskritische Anmerkungen zu einer schon lange währenden Diskussion

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Veranstaltungsort

Evangelisches Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart
Büchsenstr. 33
70174 Stuttgart