zu Klampen! Verlag

Ballhause-Ausstellung: Hans-Peter Wiechers präsentiert »Harte Zeiten«

Im Rahmen der Hombuch-Messe präsentiert Hans-Peter Wiechers in der Ballhause-Ausstellung sein Buch »Harte Zeiten«, das an Leben und Werk des Fotografen Walter Ballhause erinnert. Dieser durchstreifte in den 1930er Jahren die Straßen Hannovers und dokumentierte die existenzielle Not von Opfern der Weltwirtschaftskrise. Die Buch-Präsentation wird mit ausgestellten Fotografien von Ballhause untermalt. Die Ausstellung ist von 11:30–13:00 Uhr geöffnet und kostenfrei.

Hans Peter Wiechers, geboren 1948, war Gerichtsreporter der »Hannoverschen Allgemeinen Zeitung« und Kolumnist. Er hat als Regisseur und Drehbuchautor zahlreiche Dokumentarfilme produziert und bei zu Klampen das Buch »Harte Zeiten. Menschen in Hannover 1930–1933« (2016) über den Fotografen Walter Ballhause veröffentlicht. Weiterhin ist dort von ihm erschienen: »Leben ist schon schwer genug« (2005), »Mal langsam« (2008), »Alte Schwächen« (2009) und »Der Mordverdacht« (2018).

Der Grimm des Lebens
Frische Kolumnen aus einem lustigen Land

Sie sind auf der Suche nach dem »Grimm des Lebens«? Sie haben ihn gefunden! In seinem neuen Buch geht der Kolumnist Imre Grimm erneut mit Charme und Strenge dem deutschen Alltag auf den Grund. Wortwitz trifft auf präzise Beobachtung, anekdotische Nostalgie auf Selbstironie. Es geht um überdrehte Brötchennamen (»Mohnika«), liebestolle Jugendsprache (»Ich küsse deine Augen, Brudi!«), unsterbliche Anglizismen (»Mannschästerhose«) – und die Freude am gehobenen Spott. Ein Buch für alle, die wissen: Das wirklich Komische entsteht nicht im Ausnahmezustand, sondern im menschlichen Normalbetrieb. Grimms Kolumnen begeistern wöchentlich Millionen Leser von mehr als fünfzig Tageszeitungen in ganz Deutschland. Mit seinen Lesungsprogrammen ist er seit vielen Jahren auf deutschen Bühnen unterwegs.

Böse Wörter
Der Kulturkampf um die Sprache und seine Irrtümer

Der Kampf für den »sensiblen« Gebrauch unserer Sprache treibt immer weitere Blüten. Angeblich böse Wörter dürfen nicht mehr ausgesprochen, Kinderbücher müssen sprachlich gereinigt, wissenschaftliche Texte durch kryptische Sprachzeichen entstellt werden. Warum? Weil die Nutzer dieser Wörter sich sonst angeblich zu Mittätern bei der Unterdrückung gesellschaftlicher Minderheiten machen. Mathias Brodkorb hat die vielfältigen Verwendungsweisen »böser« Wörter wie »Indianer«, »Neger« oder »Zigeuner« untersucht. Dabei stellt sich heraus, dass das bloße Aussprechen dieser Wörter noch nichts über die Absichten der Sprecher verrät. Denn wer vom »N-Wort« spricht, muss zugleich immer an das Wort »Neger« denken, um es zu übersetzen. Macht sich der Sprachkritiker damit nicht selbst Tag für Tag schuldig? In teilweise höchst amüsanten Geschichten beleuchtet Brodkorb die »bösen« Wörter und ihre realen Gegenstände. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass menschliche Kommunikation nur gelingt, wenn wir den Aussagen unserer Gesprächspartner zunächst wohlwollend begegnen. Mit ein wenig mehr Gelassenheit könnte an die Stelle von Konfrontation gelungene Verständigung treten.

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Veranstaltungsort

Galerie Julia Johannsen