zu Klampen! Verlag

Bahman Nirumand liest aus »Der mühsame Weg in die Freiheit«

Auf Einladung der Volkshochschule Ahlen liest Iran-Experte Bahman Nirumand aus seinem Buch, in dem er die aktuellen Entwicklungen im Iran im historischen Kontext beleuchtet. Eine vorehrige Anmeldung ist erforderlich. Der Eintritt von 8,- € bzw. 6,- € ermäßigt ist an der Abendkasse zu zahlen.

Bahman Nirumand, geboren 1936 in Teheran, studierte in München und Tübingen Germanistik, Philosophie und Iranistik und promovierte 1960 über Brecht. In die Heimat zurückgekehrt, wurde er mit der Schah-Diktatur konfrontiert. Er verließ 1965 das Land, veröffentlichte in Deutschland sein erstes Buch über Iran, das zum Bestseller und zur wichtigen Lektüre in der 68er Studentenbewegung wurde. 1979 nahm Nirumand an der Revolution in Iran teil, musste aber nach drei Jahren vor der Diktatur der Mullahs fliehen. Seitdem arbeitet er als Autor, Journalist und Übersetzer in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und schrieb 21 Jahre lang den monatlich von der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlichten Iran-Report.

Der Grimm des Lebens
Frische Kolumnen aus einem lustigen Land

Sie sind auf der Suche nach dem »Grimm des Lebens«? Sie haben ihn gefunden! In seinem neuen Buch geht der Kolumnist Imre Grimm erneut mit Charme und Strenge dem deutschen Alltag auf den Grund. Wortwitz trifft auf präzise Beobachtung, anekdotische Nostalgie auf Selbstironie. Es geht um überdrehte Brötchennamen (»Mohnika«), liebestolle Jugendsprache (»Ich küsse deine Augen, Brudi!«), unsterbliche Anglizismen (»Mannschästerhose«) – und die Freude am gehobenen Spott. Ein Buch für alle, die wissen: Das wirklich Komische entsteht nicht im Ausnahmezustand, sondern im menschlichen Normalbetrieb. Grimms Kolumnen begeistern wöchentlich Millionen Leser von mehr als fünfzig Tageszeitungen in ganz Deutschland. Mit seinen Lesungsprogrammen ist er seit vielen Jahren auf deutschen Bühnen unterwegs.

Böse Wörter
Der Kulturkampf um die Sprache und seine Irrtümer

Der Kampf für den »sensiblen« Gebrauch unserer Sprache treibt immer weitere Blüten. Angeblich böse Wörter dürfen nicht mehr ausgesprochen, Kinderbücher müssen sprachlich gereinigt, wissenschaftliche Texte durch kryptische Sprachzeichen entstellt werden. Warum? Weil die Nutzer dieser Wörter sich sonst angeblich zu Mittätern bei der Unterdrückung gesellschaftlicher Minderheiten machen. Mathias Brodkorb hat die vielfältigen Verwendungsweisen »böser« Wörter wie »Indianer«, »Neger« oder »Zigeuner« untersucht. Dabei stellt sich heraus, dass das bloße Aussprechen dieser Wörter noch nichts über die Absichten der Sprecher verrät. Denn wer vom »N-Wort« spricht, muss zugleich immer an das Wort »Neger« denken, um es zu übersetzen. Macht sich der Sprachkritiker damit nicht selbst Tag für Tag schuldig? In teilweise höchst amüsanten Geschichten beleuchtet Brodkorb die »bösen« Wörter und ihre realen Gegenstände. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass menschliche Kommunikation nur gelingt, wenn wir den Aussagen unserer Gesprächspartner zunächst wohlwollend begegnen. Mit ein wenig mehr Gelassenheit könnte an die Stelle von Konfrontation gelungene Verständigung treten.

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Veranstaltungsort

Heimatmuseum Deele