zu Klampen! Verlag

ABGESAGT! »Mut zum Protest«: Aleksandra Majzlic und Monika Lembke berichten über die DDR

ABGESAGT! Aufgrund des Ausfalls der Leipziger Buchmesse 2020 kann diese Veranstaltung leider nicht stattfinden. Sie wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Im Rahmen des Begleitprogramms »Leipzig liest« der Leipziger Buchmesse liest Autorin Aleksandra Majzlic aus ihrem Buch »Mut zum Protest« über die Erfahrungen von DDR-Zeitzeugen, die sich gegen das Unrechtsregime auflehnten. Mit dabei sein wird Monika Lembke, selbst Zeitzeugin, die in Majzlics Buch porträtiert wird und vor Ort ihre Geschichte erzählt. Die Moderation übernimmt der Fachjournalist Stefan Ziemba. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Aleksandra Majzlic, geboren 1967, studierte Neuere Deutsche Literatur, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Neuere und Neueste Geschichte in München. Als Jugendliche reiste sie oft in die DDR, da ihre Familie mütterlicherseits aus Sachsen stammt. Nach Stationen bei Printmedien, unter anderem der »Süddeutschen Zeitung«, lebt sie heute als freie Journalistin und Autorin in München.

Der Grimm des Lebens
Frische Kolumnen aus einem lustigen Land

Sie sind auf der Suche nach dem »Grimm des Lebens«? Sie haben ihn gefunden! In seinem neuen Buch geht der Kolumnist Imre Grimm erneut mit Charme und Strenge dem deutschen Alltag auf den Grund. Wortwitz trifft auf präzise Beobachtung, anekdotische Nostalgie auf Selbstironie. Es geht um überdrehte Brötchennamen (»Mohnika«), liebestolle Jugendsprache (»Ich küsse deine Augen, Brudi!«), unsterbliche Anglizismen (»Mannschästerhose«) – und die Freude am gehobenen Spott. Ein Buch für alle, die wissen: Das wirklich Komische entsteht nicht im Ausnahmezustand, sondern im menschlichen Normalbetrieb. Grimms Kolumnen begeistern wöchentlich Millionen Leser von mehr als fünfzig Tageszeitungen in ganz Deutschland. Mit seinen Lesungsprogrammen ist er seit vielen Jahren auf deutschen Bühnen unterwegs.

Böse Wörter
Der Kulturkampf um die Sprache und seine Irrtümer

Der Kampf für den »sensiblen« Gebrauch unserer Sprache treibt immer weitere Blüten. Angeblich böse Wörter dürfen nicht mehr ausgesprochen, Kinderbücher müssen sprachlich gereinigt, wissenschaftliche Texte durch kryptische Sprachzeichen entstellt werden. Warum? Weil die Nutzer dieser Wörter sich sonst angeblich zu Mittätern bei der Unterdrückung gesellschaftlicher Minderheiten machen. Mathias Brodkorb hat die vielfältigen Verwendungsweisen »böser« Wörter wie »Indianer«, »Neger« oder »Zigeuner« untersucht. Dabei stellt sich heraus, dass das bloße Aussprechen dieser Wörter noch nichts über die Absichten der Sprecher verrät. Denn wer vom »N-Wort« spricht, muss zugleich immer an das Wort »Neger« denken, um es zu übersetzen. Macht sich der Sprachkritiker damit nicht selbst Tag für Tag schuldig? In teilweise höchst amüsanten Geschichten beleuchtet Brodkorb die »bösen« Wörter und ihre realen Gegenstände. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass menschliche Kommunikation nur gelingt, wenn wir den Aussagen unserer Gesprächspartner zunächst wohlwollend begegnen. Mit ein wenig mehr Gelassenheit könnte an die Stelle von Konfrontation gelungene Verständigung treten.

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Veranstaltungsort

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig