Mit der Orientierung des Denkens vom Sein aufs Subjekt nahm die kopernikanische Wende der modernen Philosophie ihren Ausgang. Ohne Reflexion auf die subjektiven Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis schien fortan kein gesichertes Wissen mehr denkbar. Moderne Philosophie mußte somit immer auch Theorie des Subjekts sein. Adornos Philosophie steht in dieser modernen Tradition, da auch für sie der Subjektbegriff zentral ist. Aber seine Theorie des Subjekts ist eine kritische. Das Subjekt, das er untersucht, ist nicht primär das der Weltkonstitution, sondern das des Leidens an den blinden gesellschaftlichen Mechanismen, denen es unterworfen ist. Obwohl von Individuen gemacht, wirft sich die Gesellschaft, deren Prinzip die Verwertung des Werts und nicht die Befriedigung der Bedürfnisse der Individuen ist, selber wiederum zu einem Subjekt auf, dessen Zwang die Subjekte verinnerlichen, statt ihn abzuschaffen. Indem Jan Weyand sich auf Adornos kritische Theorie des Subjekts konzentriert, bringt er die schon seit langem kontrovers diskutierte Frage nach dem Maßstab der Kritik in der kritischen Theorie einer Beantwortung näher.
Mit der Orientierung des Denkens vom Sein aufs Subjekt nahm die kopernikanische Wende der modernen Philosophie ihren Ausgang. Ohne Reflexion auf die subjektiven Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis schien fortan kein gesichertes Wissen mehr denkbar. Moderne Philosophie mußte somit immer auch Theorie des Subjekts sein. Adornos Philosophie steht in dieser modernen Tradition, da auch für sie der Subjektbegriff zentral ist. Aber seine Theorie des Subjekts ist eine kritische. Das Subjekt, das er untersucht, ist nicht primär das der Weltkonstitution, sondern das des Leidens an den blinden gesellschaftlichen Mechanismen, denen es unterworfen ist. Obwohl von Individuen gemacht, wirft sich die Gesellschaft, deren Prinzip die Verwertung des Werts und nicht die Befriedigung der Bedürfnisse der Individuen ist, selber wiederum zu einem Subjekt auf, dessen Zwang die Subjekte verinnerlichen, statt ihn abzuschaffen. Indem Jan Weyand sich auf Adornos kritische Theorie des Subjekts konzentriert, bringt er die schon seit langem kontrovers diskutierte Frage nach dem Maßstab der Kritik in der kritischen Theorie einer Beantwortung näher.
Mit der Orientierung des Denkens vom Sein aufs Subjekt nahm die kopernikanische Wende der modernen Philosophie ihren Ausgang. Ohne Reflexion auf die subjektiven Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis schien fortan kein gesichertes Wissen mehr denkbar. Moderne Philosophie mußte somit immer auch Theorie des Subjekts sein. Adornos Philosophie steht in dieser modernen Tradition, da auch für sie der Subjektbegriff zentral ist. Aber seine Theorie des Subjekts ist eine kritische. Das Subjekt, das er untersucht, ist nicht primär das der Weltkonstitution, sondern das des Leidens an den blinden gesellschaftlichen Mechanismen, denen es unterworfen ist. Obwohl von Individuen gemacht, wirft sich die Gesellschaft, deren Prinzip die Verwertung des Werts und nicht die Befriedigung der Bedürfnisse der Individuen ist, selber wiederum zu einem Subjekt auf, dessen Zwang die Subjekte verinnerlichen, statt ihn abzuschaffen. Indem Jan Weyand sich auf Adornos kritische Theorie des Subjekts konzentriert, bringt er die schon seit langem kontrovers diskutierte Frage nach dem Maßstab der Kritik in der kritischen Theorie einer Beantwortung näher.
Die »Zeitschrift für kritische Theorie« ist ein Diskussionsforum für die materiale Anwendung kritischer Theorie auf aktuelle Gegenstände und bietet einen Rahmen für Gespräche zwischen den verschiedenen methodologischen Auffassungen heutiger Formen kritischer Theorie. Sie dient als Forum, das einzelne theoretische Anstrengungen thematisch bündelt und kontinuierlich zu präsentiert. Inhalt: Vorbemerkung der Redaktion Hans-Ernst Schiller: Zur Aktualität der Metaphysik. Kritische Theorie und philosophische Tradition Gerhard Richter: »Eine Krankheit alles Bedeuten«. Kafkas »Proceß« zwischen Adorno und Agamben Anne-Marie Feenberg-Dibon: Adorno on »Brave New World«: »Aldous Huxley and Utopia« Matthias Rudolph: Ein ontologischer Kurzschluss. Jane Bennetts »Vital Materialism« im Lichte von Theodor W. Adornos Ontologiekritik Konstantinos Rantis: Kants Kritik der Urteilskraft und Marcuses Befreiung der Natur Stefan Gandler: Sprechen und Hören im Spätkapitalismus. Reflexionen zur kritischen Theorie Bolívar Echeverrías Marco Solinas: Kritik der Regressionen. Politische, geschichtliche und psychosoziale Betrachtungen Theodor W. Adorno und Ulrich Sonnemann: Briefwechsel 1957–1969 herausgegeben und kommentiert von Martin Mettin und Tobias Heinze Hermann Schweppenhäuser: Über den Wissenschaftsbegriff bei Marx Peter-Erwin Jansen: Die irrationale Rationalität des Fortschritts. Herbert Marcuses weitsichtige Technologiekritik Jakob Hayner: Der revolutionäre Flügel der kritischen Theorie. Ein Nachruf auf Wolfgang Pohrt Daniel Burghardt: Marx im Handgemenge. Ein Literaturbericht www.zkt.zuklampen.de
„Urteilskraft“ ist eine der zentralen Fiktionen aller modernen Gesellschaften. Es wird kein Vertrag geschlossen, keine Wahl abgehalten, kein Gerichtsverfahren geführt, ohne daß implizit immer schon die Urteilsfähigkeit der Beteiligten unterstellt würde. Gleichzeitig aber wird die immer schon unterstellte Urteilskraft der Individuen durch die moderne Gesellschaft hintertrieben. Hannah Arendt hat erkannt, daß die zunehmende Atomisierung der Gesellschaft, die globalen Krisenerscheinungen, die Entindividualisierung der zwischen Arbeit und Konsum eingespannten Menschen zu „Weltlosigkeit“ und Verlust von Urteilskraft, den Bedingungen für die Entstehung totalitärer Herrschaft, führen. Eine Stärkung der politischen Freiheit setzt daher Stärkung der politischen Urteilskraft voraus. Frank Hermenau versteht es in seiner Studie über Hannah Arendt, dem philosophischen Begriff der Urteilskraft die politische Schärfe zu geben, die ihn zu einer Waffe im Kampf gegen totalitäre Versuchungen macht.
Herbert Marcuse wurde in den vergangenen Jahrzehnten hauptsächlich als „geistiger Vater“ der Studentenbewegung gesehen. Seine Schriften wurden als ideologische Unterfütterung für die politische Agitation interpretiert. Aus dieser perspektivischen Verengung befreit Stephan Bundschuh das Denken eines der bedeutendsten Sozialphilosophen unseres Jahrhunderts. Marcuses philosophische Lehre erweist sich in Bundschuhs Studie als anthropologisches Denken: Als Anthropologie des bürgerlichen Zeitalters und als utopische Anthropologie in praktischer Absicht. Bundschuh zeigt die Verpflechtung von aktueller Zeitdiagnose und utopischem Denken, das den kritischen Maßstab für Marcuses Gegenwartsanalyse bildet. Erstmals werden auch die Arbeiten der vierziger Jahre, in denen Marcuse für den amerikanischen Geheimdienst und das State Department tätig war, im Gesamtzusammenhang seiner theoretischen Entwicklung gewürdigt. Bundschuh stellt die in dieser Zeit entstandenen Schriften ausführlich vor und zeigt, daß sie eine hochbrisante Faschismusinterpretation enthalten und von großer Bedeutung für Marcuses spätere Analysen der bundesrepublikanischen Gesellschaft sind. Bundschuh liefert in seinem Buch die erste umfassende philosophische Untersuchung des Gesamtwerks von Herbert Marcuse. Die philosophischen Grundlagen von Marcuses Denken werden ebenso ausführlich erläutert wie seine Schriften zur Psycho- analyse, seine Studien über die moderne Industriegesellschaft und seine späten Reflexionen über den Stellenwert der Kunst. Dieses Buch ist damit ein „Muß“ für jeden Leser, der sich mit Marcuse und der Sozialphilosophie des 20. Jahrhunderts nicht nur in politisch schematisierter Form auseinandersetzen will.
Das Buch führt den innerakademischen Streit zwischen alter und neuer Kritischer Theorie ad absurdum. Weder ist der Frankfurter Pragmatismus (Habermas u.a.) eine neue Kritische Theorie, noch läßt sich die alte Kritische Theorie (Horkheimer u.a.) gegen die Zeit verteidigen. Zwischen beiden klafft ein unüberbrückbarer Graben – sowohl methodisch wie inhaltlich als auch historisch. Nicht im akademischen Grabenkrieg, sondern nur in Rückwendung zu den Sachen läßt sich kritisches Denken regenerieren. Eine solche Sache ist das Phänomen des Ideologischen, die Bewußtseinsform kalter und heißer Grausamkeit inmitten der modernen Zivilisation. Mit der Kritik an ihm beginnt das Projekt einer neu zu begründenden kritischen Theorie, die sich der beiden Schlüsselbegriffe alter Aufklärung vergewissert: >Kritik und VernunftFreud-ModellPiaget-Modell< der zweiten Revisionsphase Schluß: Kritik und Vernunft
Ihrem Anspruch nach entfaltet die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie den Begriff des Kapitals. Sie will die wesentlichen Bestimmungen der Produktion und Distribution des Reichtums in der bürgerlichen Gesellschaft systematisch und widerspruchsfrei aufeinander beziehen. Daran, nicht an einem Klassenstandpunkt oder einer vorgängigen dialektischen Methode, ist sie zu messen. Das Verhältnis von systematischer Argumentation und zitiertem Material ist für die Marxsche Theorie substantiell. Wie beides in ihr verschränkt ist und ob die daraus resultierende Darstellung in sich stimmig ist, soll am Leitfaden des Wertbegriffs im Kapital untersucht werden. Inhalt: Die Aporie der Begründung des Werts in der Zirkulation Metaphysische Grundlagen des Kapitals und metaphysische Voraussetzungen seiner Kritik
Der Kafka-Essay bildet einen Höhepunkt in Walter Benjamins Essayistik. Kramer deckt mit Hilfe philologischer Detailarbeit bislang unentdeckte esoterische Strukturen in ihm auf. Benjamins Umgang mit Bildlichkeit bildet ein zweites zentrales Motiv der Untersuchung. In der herausgearbeiteten Konzeption des dialektischen Bildes liegt ein Schnittpunkt von Philosophie und Kunst, die letztlich fragmentarisch bleibt. Dem Rätselhaften und Grenzgängerischen, das die Form des Essays mit sich bringt, geht Kramer schwerpunktmäßig nach.
Damit Sie unsere Website optimal nutzen können, setzen wir Technologien wie Cookies ein. Diese ermöglichen es uns, Geräteinformationen zu speichern und zu verarbeiten – etwa zur Analyse des Surfverhaltens oder zur Nutzung eindeutiger IDs. Wenn Sie nicht zustimmen oder Ihre Einwilligung später widerrufen, kann dies die Funktionalität der Seite einschränken.