zu Klampen! Verlag

Henning Ritter eröffnet das 11. Internationale Literaturfest »Poetische Quellen 2012«

Anlässlich der Eröffnung des »11. Internationalen Literaturfestes Poetische Quellen 2012« in Bad Oeynhausen; Löhne trifft Henning Ritter, Autor des bei zu Klampen erscheinden Essaybandes »Verehrte Denker«, seinen Freund und Kollegen Michael Krüger. Die mit »DIE AUTORENBEGEGNUNG I: Über Freunde, mit den Freunden, an die Freunde – Brücken der Poesie« überschriebene Auftaktveranstaltung wird von Jürgen Keimer moderiert. Offiziell eröffnet wird das Literaturfestival kurz zuvor um 19.30 Uhr. In diesem Jahr widmet es sich dem Thema »Nachbarschaften – Freundschaften: Poetische Brücken von Mensch zu Mensch«. Zum 11. Mal lädt es zu einem langen Wochenende Ende August ein, um vor dem Hintergrund einer wunderschönen Parklandschaft, in einer Begegnung mit nationalen und internationalen Autorinnen und Autoren in anregenden Gesprächen und Diskussionen, bei Lesungen und Signierstunden neue und interessante Menschen, Bücher und Themen kennen zu lernen. Bei schlechter Witterung finden die Veranstaltungen im Literaturzelt statt.

Henning Ritter (*1943; †2013) – Dt. Journalist (FAZ), Schriftsteller und Ubersetzer, von 1985-2008 Redakteur der FAZ, Ressort Geisteswissenschaften

Der Grimm des Lebens
Frische Kolumnen aus einem lustigen Land

Sie sind auf der Suche nach dem »Grimm des Lebens«? Sie haben ihn gefunden! In seinem neuen Buch geht der Kolumnist Imre Grimm erneut mit Charme und Strenge dem deutschen Alltag auf den Grund. Wortwitz trifft auf präzise Beobachtung, anekdotische Nostalgie auf Selbstironie. Es geht um überdrehte Brötchennamen (»Mohnika«), liebestolle Jugendsprache (»Ich küsse deine Augen, Brudi!«), unsterbliche Anglizismen (»Mannschästerhose«) – und die Freude am gehobenen Spott. Ein Buch für alle, die wissen: Das wirklich Komische entsteht nicht im Ausnahmezustand, sondern im menschlichen Normalbetrieb. Grimms Kolumnen begeistern wöchentlich Millionen Leser von mehr als fünfzig Tageszeitungen in ganz Deutschland. Mit seinen Lesungsprogrammen ist er seit vielen Jahren auf deutschen Bühnen unterwegs.

Böse Wörter
Der Kulturkampf um die Sprache und seine Irrtümer

Der Kampf für den »sensiblen« Gebrauch unserer Sprache treibt immer weitere Blüten. Angeblich böse Wörter dürfen nicht mehr ausgesprochen, Kinderbücher müssen sprachlich gereinigt, wissenschaftliche Texte durch kryptische Sprachzeichen entstellt werden. Warum? Weil die Nutzer dieser Wörter sich sonst angeblich zu Mittätern bei der Unterdrückung gesellschaftlicher Minderheiten machen. Mathias Brodkorb hat die vielfältigen Verwendungsweisen »böser« Wörter wie »Indianer«, »Neger« oder »Zigeuner« untersucht. Dabei stellt sich heraus, dass das bloße Aussprechen dieser Wörter noch nichts über die Absichten der Sprecher verrät. Denn wer vom »N-Wort« spricht, muss zugleich immer an das Wort »Neger« denken, um es zu übersetzen. Macht sich der Sprachkritiker damit nicht selbst Tag für Tag schuldig? In teilweise höchst amüsanten Geschichten beleuchtet Brodkorb die »bösen« Wörter und ihre realen Gegenstände. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass menschliche Kommunikation nur gelingt, wenn wir den Aussagen unserer Gesprächspartner zunächst wohlwollend begegnen. Mit ein wenig mehr Gelassenheit könnte an die Stelle von Konfrontation gelungene Verständigung treten.

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Veranstaltungsort

Landschafts- und Kulturpark AQUA MAGICA