Soma Morgenstern, der große Romancier des ländlichen jüdischen Lebens in Ostgalizien, hat mit seiner im Exil entstandenen Trilogie »Funken im Abgrund« ein bedeutendes literarisches Zeugnis des 20. Jahrhunderts geschaffen. Zu seinen Lebzeiten konnte nur der erste Band in deutscher Sprache erscheinen, blieb im Sturm der NS-Vernichtungspolitik allerdings ohne Echo. Erst nach der Wiederentdeckung des Werks Soma Morgensterns durch Ingolf Schulte und dank der Werkausgabe im zu Klampen Verlag hat dieser große jüdische Autor den ihm gebührenden Platz in der deutschsprachigen Literatur gefunden. Zum 50. Todestag Morgensterns wird sein Hauptwerk, »Funken im Abgrund«, nun in einer Neuausgabe wieder aufgelegt: das Panorama einer untergehenden Welt – des jüdischen Lebens in Galizien und Wien zwischen Glauben und Auflösung, Heimat und Vertreibung. Im Zentrum der Romantrilogie steht die Familie Mohylewski: der fromme Gutsherr Welwel in Podolien, sein entfremdeter Neffe Alfred, der in Wien zwischen Assimilation und Herkunft zerrieben wird, und die Nachgeborenen, die nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch des alten Europas um Sinn und Haltung ringen. Mit feiner Ironie, erzählerischer Kraft und tiefem Mitgefühl erzählt Morgenstern vom Ende einer Epoche, deren Funken noch im Abgrund leuchten.
Soma Morgenstern, der große Romancier des ländlichen jüdischen Lebens in Ostgalizien, hat mit seiner im Exil entstandenen Trilogie »Funken im Abgrund« ein bedeutendes literarisches Zeugnis des 20. Jahrhunderts geschaffen. Zu seinen Lebzeiten konnte nur der erste Band in deutscher Sprache erscheinen, blieb im Sturm der NS-Vernichtungspolitik allerdings ohne Echo. Erst nach der Wiederentdeckung des Werks Soma Morgensterns durch Ingolf Schulte und dank der Werkausgabe im zu Klampen Verlag hat dieser große jüdische Autor den ihm gebührenden Platz in der deutschsprachigen Literatur gefunden. Zum 50. Todestag Morgensterns wird sein Hauptwerk, »Funken im Abgrund«, nun in einer Neuausgabe wieder aufgelegt: das Panorama einer untergehenden Welt – des jüdischen Lebens in Galizien und Wien zwischen Glauben und Auflösung, Heimat und Vertreibung. Im Zentrum der Romantrilogie steht die Familie Mohylewski: der fromme Gutsherr Welwel in Podolien, sein entfremdeter Neffe Alfred, der in Wien zwischen Assimilation und Herkunft zerrieben wird, und die Nachgeborenen, die nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch des alten Europas um Sinn und Haltung ringen. Mit feiner Ironie, erzählerischer Kraft und tiefem Mitgefühl erzählt Morgenstern vom Ende einer Epoche, deren Funken noch im Abgrund leuchten. Ein Klassiker der Exilliteratur, nun wieder vollständig lieferbar.
Soma Morgenstern, der große Romancier des ländlichen jüdischen Lebens in Ostgalizien, hat mit seiner im Exil entstandenen Trilogie »Funken im Abgrund« ein bedeutendes literarisches Zeugnis des 20. Jahrhunderts geschaffen. Zu seinen Lebzeiten konnte nur der erste Band in deutscher Sprache erscheinen, blieb im Sturm der NS-Vernichtungspolitik allerdings ohne Echo. Erst nach der Wiederentdeckung des Werks Soma Morgensterns durch Ingolf Schulte und dank der Werkausgabe im zu Klampen Verlag hat dieser große jüdische Autor den ihm gebührenden Platz in der deutschsprachigen Literatur gefunden. Zum 50. Todestag Morgensterns wird sein Hauptwerk, »Funken im Abgrund«, nun in einer Neuausgabe wieder aufgelegt: das Panorama einer untergehenden Welt – des jüdischen Lebens in Galizien und Wien zwischen Glauben und Auflösung, Heimat und Vertreibung. Im Zentrum der Romantrilogie steht die Familie Mohylewski: der fromme Gutsherr Welwel in Podolien, sein entfremdeter Neffe Alfred, der in Wien zwischen Assimilation und Herkunft zerrieben wird, und die Nachgeborenen, die nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch des alten Europas um Sinn und Haltung ringen. Mit feiner Ironie, erzählerischer Kraft und tiefem Mitgefühl erzählt Morgenstern vom Ende einer Epoche, deren Funken noch im Abgrund leuchten. Ein Klassiker der Exilliteratur, nun wieder vollständig lieferbar.
Wien, Ende 1938: Für die junge Schriftstellerin Gerty Kelemen ist klar, dass sie als Jüdin nicht länger sicher ist. Auf der Flucht trifft sie den Ölhändler Mau Hanemann, verliebt sich und zieht mit ihm nach Amsterdam. In den Niederlanden sind die beiden Außenseiter – Teil eines seit Jahrzehnten wachsenden Stroms meist unerwünschter jüdischer Migranten aus dem Osten. Die dramatische Lebensgeschichte von Mau und Gerty führt von den osteuropäischen Schtetl bis nach Tel Aviv, über London und Paris und über das Lager Westerbork bis nach Bergen-Belsen. Im Angesicht des Todes hält ein einziger Wunsch Mau und Gerty am Leben: ihre kleine Tochter wiederzusehen, die sie zu deren Schutz weggegeben haben.
Kritische Theorie der Gesellschaft ist herrschaftskritische Philosophie in praktischer Absicht. Sie integriert Erkenntnisse aus den Einzelwissenschaften, um die Erscheinungsformen des sozialen Ganzen auf den Begriff zu bringen. Dabei führt sie Analyse und Kritik der Praxisformen und der Rationalitätstypen der kapitalistischen Gesellschaft zusammen. Deren Antagonismen sollen dialektisch begriffen und die Frage nach potenziellen Subjekten ihrer emanzipatorischen Veränderung gestellt werden. Gerhard Schweppenhäuser gibt präzise und anschaulich einen Überblick über die verschiedenen Paradigmen Kritischer Theorie und über den Stand der Forschung. Darüber hinaus liefert er einen Beitrag zur Interpretation und Weiterführung zentraler Aspekte. In der Anwendung auf ausgewählte philosophische Themenschwerpunkte wird die Aktualität Kritischer Theorie unterstrichen.
»Grob«, so Horkheimer und Adorno, fassen die Thesen vom Mythos als Aufklärung und vom Rückgang in Mythologie das erste Kapitel ihrer epochalen »Dialektik der Aufklärung« zusammen. Das zweite Kapitel blickt am Beispiel der »Odyssee« genauer hin. Indem es dem Mythos nicht die Aufklärung, sondern das Epos entgegensetzt, führt es die Thesen nicht nur aus, sondern auch weiter. Denn die »Odyssee« lässt sich auf keine der Thesen verkürzen: Weder ist sie eigentlich »Mythos« noch führt sie als Entmythologisierung dorthin zurück. Der Odysseus-Exkurs erlaubt vielmehr, im Epos den Ausgangspunkt von Geschichte zu sehen und mitzuvollziehen, wie diese in der »Erzählung des Lebens« gerinnt.
Ruhrgebiet 1936: Die Kohlekumpel Schorsch und Gustav führen einen Seidenraupenzüchterverein. Als ihre Zucht vom NS-Regime zur staatlichen Musteranlage erklärt wird, ergreifen sie ihre Chance, der Enge des Bergwerks zu entkommen und in die Seidenproduktion einzusteigen. Diese wird bald Teil der Kriegswirtschaft: Die zarten Fäden der Raupen dienen der Herstellung von Fallschirmen, die Zucht wird zum profitablen Rüstungszweig. Mit präzisem Blick für soziale Milieus und historische Brüche legt Nora Bossong ein eindringliches Kammerspiel über Opportunismus, Verstrickung und Schuld vor.
Benzin – das war weit mehr als ein Treibstoff für bequeme Fortbewegung. Es begründete ein Lebensgefühl, in dem sich Freiheit, Geschwindigkeit und Gefahr mischten. Der Rausch, der von aufheulenden Motoren und qualmenden Reifen ausging, drang ins Blut wie eine Droge und erwies sich oft als ebenso fatal. Im Rennsport trat die Verbindung von Sex-Appeal und schnellen Autos, die Nähe von Eros und Todestrieb offen zutage. Formel-1-Manager scheuten sich nicht, für einen Geschwindigkeitsvorsprung das Leben ihrer Fahrer zu riskieren. Und nicht zufällig war es der Lotus-Chef, der die »Boxenluder« erfand und das priapische Ritual, den Sieger Champagner verspritzen zu lassen. Heute erscheint all das zutiefst fragwürdig, gar sündhaft. Bei so manchem allerdings wird die Vermählung des Eleganten mit der brutalen Kraft der Motoren in sehnsuchtsvoller Erinnerung bleiben. Jens Jessen schreibt eine Gesellschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts, erzählt anhand der Pferdestärken, Karosserien und Lackfarben seiner Autos.
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