Der Tod ist ein Flop//Roman

Soma Morgenstern
Der Tod ist ein Flop

Roman

Herausgeber: Schulte, Ingolf;
Hardcover mit Schutzumschlag, 184 Seiten
Erscheinungstermin: September 1999
ISBN 9783924245436
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Inhalt

Der alternde Schriftsteller Csanda, ein ungarischer Emigrant in New York, arbeitet an seinem »Totenbuch«. Eine Kette mysteriöser Ereignisse verhindert die Vollendung. Csanda gelangt auf die geheimnisumwobene Insel Edenia, deren Bewohner die Menschheit vom Kult des Todes befreien wollen. An diesem »außerweltlichen« Ort kommt es schließlich zur Bilanzierung der geschichtlichen Todesbesessenheit und ihrer entsetzlichen Resultate im zwanzigsten Jahrhundert, »in mancher Hinsicht dem mörderischsten«, wie es im Buch einmal heißt - einer Besessenheit, die im Mord am jüdischen Volk gipfelte. Der Roman, unverkennbar ein Alterswerk, entstand großenteils wohl in Morgensterns letzter Lebensdekade, neben seiner Arbeit an der unvollendet gebliebenen Autobiographie. Die Handlungsstruktur dieses schmalen Romans läßt darauf schließen, daß auch er seine letzte Gestalt nicht mehr gefunden haben dürfte. Gleichwohl zeigt der Text alle Merkmale Morgensternscher Prosa, den ironisch distanzierten Blick, Schärfe des Dialogs, pointierte Formulierung. Er wird zum ersten Mal veröffentlicht.

Pressetimmen

»›Der Tod ist ein Flop‹, sagt Soma Morgenstern, der ein Totenbuch geschrieben hat. Mit dem Literaturnobelpreisträger Elias Canetti teilt Morgenstern den Haß auf den Tod. Und wie der Romantitel kehrt diese abgrundtiefe Feindschaft in seinem Buch als Vexierbild zurück: ›Mein Großvater ist sehr alt geworden. Er hat keine Angst vor dem Sterben gehabt, aber er haßte den Tod.‹ Dieser Großvater war es, der eine Insel gekauft hatte, irgendwo im stillen Ozean. Edenia, so der Name. Also Utopia. Eine ›Insel der Glückseligen‹ inklusive eines globalstatistischen Instituts, dessen Mitarbeiter sich den Kopf zerbrechen über die Gefahren der Zivilisation. Anfang der 70er Jahre hat Soma Morgenstern diese zivilisationskritischen Gedanken formuliert, noch bevor eine ökologische oder grüne Bewegung existierte.«
Bayerischer Rundfunk


Lesen Sie hier eine Rezension der Frankfurter Allgemeinen Zeitung auf faz.net

Zur Gesamtausgabe: »Dem zu Klampen Verlag gebührt das Verdienst, jenen bis in die neunziger Jahre so gut wie unbekannten Autor durch eine elfbändige Werk-Ausgabe ins literaturwissenschaftliche Bewusstsein gehoben zu haben, wo ihm verdiente Rettung vor dem Vergessenwerden winkt.«
Südostdeutsche Vierteljahresblätter, Heft 2/200