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Soma Morgenstern

Das Vermächtnis des verlorenen Sohnes

Funken im Abgrund III

Herausgeber: Ingolf Schulte

Reihe: Funken im Abgrund I–III, Band 3

28,00 €
Einband
Softcover
Auflage
2. Auflage
Format
14,80 × 21,00 cm
Umfang
398 Seiten
Erscheinungstermin
31.03.2026
ISBN
978-3-98737-057-1
Status
lieferbar

Soma Morgensterns Romantrilogie »Funken im Abgrund« zum 50. Todestag des Autors am 17. April 2026 neu aufgelegt – ein melancholischer Blick auf das ländliche jüdische Leben in Ostgalizien.

Soma Morgenstern, der große Romancier des ländlichen jüdischen Lebens in Ostgalizien, hat mit seiner im Exil entstandenen Trilogie »Funken im Abgrund« ein bedeutendes literarisches Zeugnis des 20. Jahrhunderts geschaffen. Zu seinen Lebzeiten konnte nur der erste Band in deutscher Sprache erscheinen, blieb im Sturm der NS-Vernichtungspolitik allerdings ohne Echo. Erst nach der Wiederentdeckung des Werks Soma Morgensterns durch Ingolf Schulte und dank der Werkausgabe im zu Klampen Verlag hat dieser große jüdische Autor den ihm gebührenden Platz in der deutschsprachigen Literatur gefunden. Zum 50. Todestag Morgensterns wird sein Hauptwerk, »Funken im Abgrund«, nun in einer Neuausgabe wieder aufgelegt: das Panorama einer untergehenden Welt – des jüdischen Lebens in Galizien und Wien zwischen Glauben und Auflösung, Heimat und Vertreibung.
Im Zentrum der Romantrilogie steht die Familie Mohylewski: der fromme Gutsherr Welwel in Podolien, sein entfremdeter Neffe Alfred, der in Wien zwischen Assimilation und Herkunft zerrieben wird, und die Nachgeborenen, die nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch des alten Europas um Sinn und Haltung ringen. Mit feiner Ironie, erzählerischer Kraft und tiefem Mitgefühl erzählt Morgenstern vom Ende einer Epoche, deren Funken noch im Abgrund leuchten.
Ein Klassiker der Exilliteratur, nun wieder vollständig lieferbar.

Vita

Soma Morgenstern

Der jüdische Schriftsteller Soma Morgenstern (1890–1976) wuchs in einer orthodoxen Familie in Ostgalizien auf. Nach einem Jurastudium in Wien und dem Kriegsdienst wurde er 1921 promoviert. Ab 1927 berichtete er als Kulturkorrespondent der »Frankfurter Zeitung« aus Wien und bewegte sich im Freundeskreis von Alban Berg und Joseph Roth. Nach dem »Anschluss« Österreichs musste Morgenstern 1938 nach Paris fliehen, später emigrierte er in die USA. Seine Romane, Essays und autobiografischen Werke gelten heute als bedeutende Zeugnisse der Exilliteratur.

Ingolf Schulte

Ingolf Schulte, geb. 1938 in Hamburg, lebt in der Nähe von Frankfurt. Arbeit im graphischen Gewerbe; literarische und philosophische Studien; Lehrtätigkeit im Bereich der Philosophie. Ingolf Schulte ist Herausgeber der Soma Morgenstern Edition im zu Klampen Verlag. Darin erschienen: »In einer anderen Zeit« (1995), »Der Sohn des verlorenen Sohnes« (1996), »Idyll im Exil« (1996), »Das Vermächtnis des verlorenen Sohnes« (1996), »Die Blutsäule« (1997), »Flucht in Frankreich« (1998), »Der Tod ist ein Flop« (1999), »Dramen. Feuilletons. Fragmente« (2000), »Kritiken. Berichte. Tagebücher« (2001), Morgensterns gesamte »Werke in Einzelbänden« (2001), »Joseph Roths Flucht und Ende« (2006) und »Alban Berg und seine Idole« (2009).

Pressestimmen

Morgensterns Romantrilogie besticht vor allem durch die Schilderung des jüdischen Landlebens in Podolien.

Benedict Neff, Neue Zürcher Zeitung, 01.09.2022

Zur Gesamtausgabe: Dem Verlag zu Klampen gebührt das Verdienst, jenen bis in die neunziger Jahre so gut wie unbekannten Autor durch eine elfbändige Werk-Ausgabe ins literaturwissenschaftliche Bewusstsein gehoben zu haben, wo ihm verdiente Rettung vor dem Vergessenwerden winkt.

Südostdeutsche Vierteljahresblätter, Nr. 2, 01.01.2000

Zur Trilogie: Ein einzigartiges Kunstwerk.

Stefan Berkholz, DIE ZEIT

Mit der Publikation von Soma Morgensterns Opus magnum wird eine große Lücke in der Exil-Literatur geschlossen.

Klaus Dermutz, Frankfurter Rundschau

Morgenstern (…) hat den langen epischen Atem, wie man ihn sonst nur in der großen russischen Literatur des 19. Jahrhunderts findet. Seine Figuren sind real, überzeugend, von einer bewegenden Menschlichkeit. (…) Ein dokumentarisches Monument von unschätzbarem Wert.

Ulrich Selich, Handelsblatt
3 weitere Pressestimmen Weitere Pressestimmen ausblenden

Ein sehr schöner Text, eine sehr schöne Sprache.

Andreas Wang, NDR

Die Herausgabe der Trilogie ist weit mehr als ein begrüßenswertes editorisches Ereignis: Was die Leser erwartet, ist ein ganz ungewohnt differenzierter Blick auf das vernichtete jüdische Leben in Osteuropa.

Lothar Baier, Süddeutsche Zeitung

Ein großes Epos, ein Meisterwerk, dessen Erscheinen fünfzig Jahre nach seinem Entstehen ein literarisches Ereignis ist.

Stefana Sabin, die tageszeitung (taz)

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