Alban Berg war Morgensterns engster Freund. Die Erinnerungen, gruppiert um das Verhältnis des Freundes zu seinen fünf "Hausgöttern", Peter Altenberg, Gustav Mahler, Arnold Schoenberg, Adolf Loos und Karl Kraus, zeichnen ein sehr persönliches Bild dieses ungewöhnlichen Menschen, freilich keineswegs ein Heiligenbild.
Vita
Soma Morgenstern
Der jüdische Schriftsteller Soma Morgenstern (1890–1976) wuchs in einer orthodoxen Familie in Ostgalizien auf. Nach einem Jurastudium in Wien und dem Kriegsdienst wurde er 1921 promoviert. Ab 1927 berichtete er als Kulturkorrespondent der »Frankfurter Zeitung« aus Wien und bewegte sich im Freundeskreis von Alban Berg und Joseph Roth. Nach dem »Anschluss« Österreichs musste Morgenstern 1938 nach Paris fliehen, später emigrierte er in die USA. Seine Romane, Essays und autobiografischen Werke gelten heute als bedeutende Zeugnisse der Exilliteratur.
Ingolf Schulte
Ingolf Schulte, geb. 1938 in Hamburg, lebt in der Nähe von Frankfurt. Arbeit im graphischen Gewerbe; literarische und philosophische Studien; Lehrtätigkeit im Bereich der Philosophie. Ingolf Schulte ist Herausgeber der Soma Morgenstern Edition im zu Klampen Verlag. Darin erschienen: »In einer anderen Zeit« (1995), »Der Sohn des verlorenen Sohnes« (1996), »Idyll im Exil« (1996), »Das Vermächtnis des verlorenen Sohnes« (1996), »Die Blutsäule« (1997), »Flucht in Frankreich« (1998), »Der Tod ist ein Flop« (1999), »Dramen. Feuilletons. Fragmente« (2000), »Kritiken. Berichte. Tagebücher« (2001), Morgensterns gesamte »Werke in Einzelbänden« (2001), »Joseph Roths Flucht und Ende« (2006) und »Alban Berg und seine Idole« (2009).
Pressestimmen
Zur Gesamtausgabe: Dem zu Klampen Verlag gebührt das Verdienst, jenen bis in die neunziger Jahre so gut wie unbekannten Autor durch eine elfbändige Werk-Ausgabe ins literaturwissenschaftliche Bewusstsein gehoben zu haben, wo ihm verdiente Rettung vor dem Vergessenwerden winkt.
Dem Lüneburger Verlag zu Klampen gebührt das Verdienst, jenen bis in die neunziger Jahre so gut wie unbekannten Autor durch eine elfbändige Werk-Ausgabe ins literaturwissenschaftliche Bewusstsein gehoben zu haben, wo ihm verdiente Rettung vor dem Vergessenwerden winkt.
Der Leser von Soma Morgenstern vergisst die Zeit wie im Gespräch mit einem nahen Freund.
Ein munteres Lesebuch für den Nachttisch, leidenschaftlich und elegant geschrieben, mit der spitzen Feder eines Mannes, der das Schlimmste schon hinter sich weiß und auf niemanden mehr Rücksicht nimmt.
Endlich wieder aufgelegt. (…) Eine Fundgrube!
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Ein fesselndes, bewegendes, auch menschlich aufwühlendes Dokument.
Soma Morgenstern war ein Genie der Freundschaft und ein begabter und glaubwürdiger Erzähler
Dieses Buch, und das ist ein Segen für den Leser, wurde ohne Rücksichten geschrieben. Gewiß, es sind Erinnerungen, und zwar solche, die zu den glaubwürdigsten gehören, die über Berg je veröffentlicht wurden.
Alban Berg und seine Idole ist ein wunderbares Buch der Freundschaft und des Gedenkens an den Komponisten Alban Berg.