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Christoph Türcke

Luther – Steckbrief eines Überzeugungstäters

14,00 €
Einband
Softcover
Format
11,50 × 18,50 cm
Umfang
118 Seiten
Erscheinungstermin
27.09.2023
ISBN
978-3-98737-012-0
Status
lieferbar
Bezug
Wird auf Bestellung gedruckt
Auch lieferbar als E-Book:
PDF 11,99 € ISBN 978-3-98737-390-9
ePub 11,99 € ISBN 978-3-86674-490-5

Auf dem Reichstag zu Worms trotzte Luther Kaiser und Reich und berief sich dabei auf nichts als sein Gewissen und seine Glaubensüberzeugung. Doch diese Überzeugung gebar auch Ungeheuer. Seine Ausfälle gegen aufrührerische Bauern, gegen Juden und Hexen kamen aus dem Herzen seines Glaubens und zeigen den gnadenlosen Untergrund seiner Gnadenlehre. Gefeiert wird Luther als Wegbereiter moderner Gewissensfreiheit. Aber war seine Reformation nicht eher ein gewissenhafter Durchbruch zu spezifisch neuzeitlichen Gewaltverhältnissen? Die Verinnerlichung von Herrschaft aus Überzeugung ist jedenfalls eine signifikant protestantische Mitgift.

Vita

Christoph Türcke

Christoph Türcke, Jahrgang 1948, ist emeritierter Professor für Philosophie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und Autor zahlreicher Bücher. Er wurde ausgezeichnet mit dem Sigmund-Freud-Kulturpreis. Von ihm erschienen bei zu Klampen »Vermittlung als Gott« (1986, 1994), »Perspektiven Kritischer Theorie« (1988), »Zum ideologiekritischen Potential der Theologie« (1990), »Heilige Hure Vernunft« (1991), »Die neue Geschäftigkeit« (1992), »Gewalt und Tabu« (1992), »Religionswende« (1995), »Kassensturz« (1997, 2011), »Der tolle Mensch. Nietzsche und der Wahnsinn der Vernunft« (1999, 2014), »Sexus und Geist« (2001, 2014), »Fundamentalismus – maskierter Nihilismus« (2003), »Heimat. Eine Rehabilitierung« (2006), »Jesu Traum. Psychoanalyse des Neuen Testaments« (2009), »Der tolle Mensch. Nietzsche und der Wahnsinn der Vernunft« (2014), »Sexus und Geist« (2014), »Gewalt und Tabu« (2014), »Luther – Steckbrief eines Überzeugungstäters« (2016), »Nietzsches Vernunftpassion« (2017), »Umsonst leiden« (2017), »Blasphemie« (2017, EPUB), »Hauptschuleinblicke« (2020, EPUB) und »Quote, Rasse, Gender(n)« (2021).

Pressestimmen

Dieses Buch lädt ganz sicher zu Streit und Widerspruch ein. Ein Text, an dem man sich reiben kann.

Fachbuchjournal, Nr. 5, 01.10.2017

Auf brillante Weise bietet (der Leipziger Philosoph Christoph Türcke) auf 117 Seiten sowohl eine fundierte Einführung in Leben und Werk des Reformators als auch eine überraschende Deutung seiner Höhenflüge und Tiefpunkte.

Stefan Seidel, Der Sonntag, Landeskirche Sachsen, Nr. 31, 01.08.2017

Türckes neuestes Buch ist keine Würdigung, sondern ein Psychogramm des Reformators. Tatsächlich entwirft Türcke das Bild eines Gottesmannes, der getrieben war von seiner Depression und der Schuld, sich entgegen dem Elternwunsch der Theologie gewidmet zu haben.

Bert Strebe, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 01.02.2017

Christoph Türcke demontiert den ›Überzeugungstäter‹ und erklärt, ›wie archaisch seine Modernität ist, wie gnadenlos der Unterbau seiner Gnadenlehre‹. (…) Das sitzt.

Jutta Person, Philosophie Magazin, 01.01.2017

Kein ›handelsübliches‹ Lutherbild, sondern eine psychoanalytische Deutung Martin Luthers, die seinen Glauben zwischen Depressionsüberwindung und Depressionsabwehr begründet sieht.

Dieter Altmeyer, ekz Bibliotheksservice, 01.12.2016
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Christoph Türckes Luther-Buch ist glänzend geschrieben, berührt alle schrecklichen Seiten des Reformators, ohne je plakativ zu sein, lobt zu Recht seine großartige Übersetzungsleistung und erkennt scharfsinnig die Gefahren der via moderna.

Prof. Dr. Vittorio Hösle, Philosoph

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