Als Inbegriff des leidenden Gerechten ist die Hiobfigur weltbekannt. Dennoch steckt das biblische Buch Hiob voller Rätsel. Warum besteht es aus einer kleinen Rahmenerzählung, die vergeblich versucht, eine wortgewaltige Dichtung einzufassen? Darauf gibt Christoph Türcke eine ganz neue Antwort. Er hat den verloren geglaubten Schlüssel entdeckt, mit dessen Hilfe sich das Zentralgeheimnis der Hiobsgeschichte erschließt.
Vita
Christoph Türcke
Christoph Türcke, Jahrgang 1948, ist emeritierter Professor für Philosophie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und Autor zahlreicher Bücher. Er wurde ausgezeichnet mit dem Sigmund-Freud-Kulturpreis. Von ihm erschienen bei zu Klampen »Vermittlung als Gott« (1986, 1994), »Perspektiven Kritischer Theorie« (1988), »Zum ideologiekritischen Potential der Theologie« (1990), »Heilige Hure Vernunft« (1991), »Die neue Geschäftigkeit« (1992), »Gewalt und Tabu« (1992), »Religionswende« (1995), »Kassensturz« (1997, 2011), »Der tolle Mensch. Nietzsche und der Wahnsinn der Vernunft« (1999, 2014), »Sexus und Geist« (2001, 2014), »Fundamentalismus – maskierter Nihilismus« (2003), »Heimat. Eine Rehabilitierung« (2006), »Jesu Traum. Psychoanalyse des Neuen Testaments« (2009), »Der tolle Mensch. Nietzsche und der Wahnsinn der Vernunft« (2014), »Sexus und Geist« (2014), »Gewalt und Tabu« (2014), »Luther – Steckbrief eines Überzeugungstäters« (2016), »Nietzsches Vernunftpassion« (2017), »Umsonst leiden« (2017), »Blasphemie« (2017, EPUB), »Hauptschuleinblicke« (2020, EPUB) und »Quote, Rasse, Gender(n)« (2021).
Pressestimmen
Eine spannende und kreative Lesart Hiobs, unbenommen möglicher fachlicher Kontroversen. Durch die Einbettung in größere Kontexte und die Skizzierung mehrerer Seitenthemen macht Türcke neugierig, das Hiob Buch (neu) zu studieren und vor allem weiterzudenken.
Wie es dieser Skandaltext (…) dennoch in den Kanon der heiligen Schriften des Judentums schaffen konnte, versucht Türcke in einem aufregend zu lesenden Essay zu erklären.
Türckes Rekonstruktion ist ein Schlüssel zum Rätsel der Hiobsgeschichte. (…) Sie bleibt eine literarische Hypothese, aber eine in den Interpretationszügen plausible Annahme. Sie ist jedenfalls ein mitreißendes Abenteuer literaturkritischen Scharfsinns.
Insgesamt verfolgt man Türckes Überlegungen interessiert.
Ein Essay, der die Provokation nicht scheut. (…) Türcke lässt es sich nicht nehmen, rücksichtslos eine Schöpfungsordnung in Frage zu stellen, die keine Gerechtigkeit kennt. ›Umsonst leiden‹ ist die provozierende Fortsetzung einer Weltgeschichte der Ungerechtigkeit.
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Ein aufregend zu lesender Essay.
Virtuose Studie. (…) Mit eigentümlicher Wucht.
Eine für jeden Laien lesenswerte, weil sehr spannend und verständlich geschriebene Einführung in die Textanalysen der Bibelkritiker.