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Cover Nachgelassene Schriften / Feindanalysen

Herbert Marcuse

Nachgelassene Schriften / Feindanalysen

Über die Deutschen

Übersetzt von Michael Haupt

Mit einer Einleitung von Detlev Claussen

Reihe: Herbert Marcuse: Nachgelassene Schriften, Band 5

22,99 €
Produktform
ePub
Umfang
169 Seiten
Erscheinungstermin
20.06.2007
ISBN
978-3-86674-352-6
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
PDF 22,99 € ISBN 978-3-86674-890-3
Hardcover 28,00 € ISBN 978-3-86674-003-7

Herbert Marcuse arbeitete von 1942 bis 1951 für den US-amerikanischen Geheimdienst, um aktiv an der Bekämpfung des NS-Systems teilzunehmen. Er fertigte Analysen über die psychische und ideologische Verfassung des autoritären deutschen Kollektivs an. Die Feinde, aus deren Mitte er selbst hervorgegangen war, wollte er begreifen, bekämpfen und, nachdem der Sieg errungen, wieder in die Zivilisation zu integrieren helfen. Marcuse zeigt, wie sich die technologische Rationalität und der Pragmatismus der Deutschen mit ihrem Hang zu mythischer Irrationalität zu einer ›neuen deutschen Mentalität‹ verbinden. Jedes Projekt einer Befreiung und ›Re-education‹ Deutschlands, so lautet Marcuses Fazit, habe diese spezifische Mentalität in ihr Kalkül aufzunehmen.

Vita

Herbert Marcuse

Herbert Marcuse, geboren 1898 in Berlin, wurde nach dem Militärdienst im Ersten Weltkrieg für kurze Zeit Mitglied eines Soldatenrates in Berlin. Ab 1919 studierte er Literaturwissenschaft und Philosophie in Freiburg/Breisgau (u.a. bei Husserl und Heidegger). 1932 wurde er Mitarbeiter des Frankfurter Instituts für Sozialforschung und emigrierte 1934 nach New York, wo er am Institute of Social Research tätig war und Mitbegründer der Kritischen Theorie der Gesellschaft wurde. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Marcuse für den amerikanischen Geheimdienst, um die Kriegsanstrengungen der Aliierten gegen Nazideutschland zu unterstützen. Nach Ende des Krieges lehrte er an verschiedenen renommierten Universitäten der USA, wo er seine Werke »Triebstruktur und Gesellschaft«, »Vernunft und Revolution«, »Der eindimensionale Mensch« verfasste, die zu den grundlegenden Texten für die Studentenbewegung der sechziger und siebziger Jahre wurden. 1979 starb Herbert Marcuse während eines Deutschlandaufenthalts.

Pressestimmen

Ein für die Deutung des Nationalsozialismus zentrales Buch.

Dr. Marcel Remme, lehrerbibliothek.de, 01.01.2007

Eine mehr denn je empfehlenswerte Lektüre!

kunstundbuecher.at, 01.03.2000

Marcuse erweist sich hier als ein äußerst treffsicherer Analytiker und Prognostiker der Nachkriegsentwicklung.

M. Reichelt, AUFBAU, 01.10.1989

Dass es um Herbert Marcuse still geworden ist, hat seine Gründe, wenn auch kein Recht. (…) Umso verdienstvoller, wenn der zu Klampen Verlag zum 25. Todestag – am 29. Juli – die neunbändige Ausgabe von Marcuses Schriften (…) neu und in attraktivem Outfit herausbringt.

Badische Zeitung

Diesen Marcuse der großen Werke ruft der Verlag zu Klampen dieser Tage in Erinnerung, wenn er Marcuses früher bei Suhrkamp erschienene Schriften in einer Neuausgabe veröffentlicht. (…) Es ist an der Zeit, diesen Marcuse zu entdecken.

Süddeutsche Zeitung
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Nach dem wenig revolutionären Sermon, mit dem Adorno im letzten Jahr noch einmal zu Grabe getragen wurde, läßt sich so ein Denker wiederentdecken, der gar nicht anders als radikal links interpretiert werden kann.

junge Welt

Neun Bände in Kassette, insgesamt 3015 Seiten. Die Titel (…) spiegeln all jene Themen wider, die für die Protestgeneration der so genannten Achtundsechziger essentiell gewesen sind.

tachles

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