Zum Inhalt springen

Herbert Marcuse

Nachgelassene Schriften / Philosophie und Psychoanalyse

Herausgeber: Peter-Erwin Jansen

Reihe: Herbert Marcuse: Nachgelassene Schriften, Band 3

34,00 €
Einband
Hardcover
Format
14,50 × 21,50 cm
Umfang
233 Seiten
Erscheinungstermin
01.06.2002
ISBN
978-3-924245-85-6
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
PDF 27,99 € ISBN 978-3-86674-888-0

Herbert Marcuse war, neben Erich Fromm, der wichtigste Fürsprecher einer fruchtbaren Verbindung von Marx und Freud. Dabei blieb Marcuse zeitlebens den materialistischen Grundannahmen der Psychoanalyse treu: nicht die Konflikte der verschiedenen Ich-Instanzen galten Marcuse als Ursachen psychischer Störungen, sondern der Konflikt zwischen Trieb- und Gesellschaftsstruktur. In Philosophie und Psychoanalyse sind die auf deutsch bisher unzugänglichen Texte aus dem Nachlaß Marcuses gesammelt, in denen eine philosophische Freud-Interpretation, psychologische Fragen der Gesellschaftsanalyse und triebtheoretische Probleme der Gesellschaftsveränderung behandelt werden.
Inhalt:
1. Die Ideologie des Todes
2. Theorie und Therapie bei Freud
3. Humanismus und Humanität
4. Freiheit: zu oder von
5. Jenseits des Realitätsprinzips
6. Erwiderung an Erich Fromm, Briefe
7. Politisches Vorwort
8. Die Rolle der Religion in einer sich verändernden Gesellschaft
9. Die Relevanz der Realität
10. Revolutionäre Erotik, Ein Gespräch mit Herbert Marcuse.
»In Philosophie und Psychoanalyse, einer erstmals in deutscher Übersetzung erschienenen Sammlung von Marcuse-Schriften gibt es viele Lesefrüchte zu ernten.«
Der Standard
»Knappe, aber sehr informative und hilfreiche editorische Notizen erläutern jeweils den Entstehungszusammenhang der einzelnen Texte.«
Zeitschrift für Politikwissenschaft

Vita

Herbert Marcuse

Herbert Marcuse, geboren 1898 in Berlin, wurde nach dem Militärdienst im Ersten Weltkrieg für kurze Zeit Mitglied eines Soldatenrates in Berlin. Ab 1919 studierte er Literaturwissenschaft und Philosophie in Freiburg/Breisgau (u.a. bei Husserl und Heidegger). 1932 wurde er Mitarbeiter des Frankfurter Instituts für Sozialforschung und emigrierte 1934 nach New York, wo er am Institute of Social Research tätig war und Mitbegründer der Kritischen Theorie der Gesellschaft wurde. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Marcuse für den amerikanischen Geheimdienst, um die Kriegsanstrengungen der Aliierten gegen Nazideutschland zu unterstützen. Nach Ende des Krieges lehrte er an verschiedenen renommierten Universitäten der USA, wo er seine Werke »Triebstruktur und Gesellschaft«, »Vernunft und Revolution«, »Der eindimensionale Mensch« verfasste, die zu den grundlegenden Texten für die Studentenbewegung der sechziger und siebziger Jahre wurden. 1979 starb Herbert Marcuse während eines Deutschlandaufenthalts.

Foto Peter-Erwin Jansen

Peter-Erwin Jansen

Peter-Erwin Jansen, geboren 1957, studierte in Frankfurt am Main Philosophie, Germanistik, Soziologie und Politik. Er arbeitete als wissenschaftlicher Publizist. Als Vertreter der Nachlasseigentümer ist er für die Nachlässe von Herbert Marcuse und Leo Löwenthal verantwortlich. Er fungiert als einer der fünf Direktoren der International Herbert Marcuse Society (IHMS). Jansen lehrt an der Hochschule Koblenz, und hatte im Herbst 2019 eine Gastprofessur an der University of California in Santa Barbara inne. Bei zu Klampen erschienen »Das Schicksal der bürgerlichen Demokratie« (1999), »Kunst und Befreiung« (2000), »Philosophie und Psychoanalyse« (2002), »In steter Freundschaft« (2003), »Die Studentenbewegung und ihre Folgen« (2004), »Feindanalysen« (2007), »Ökologie und Gesellschaftskritik« (2009), »Der eindimensionale Mensch« (2014), »Kapitalismus und Opposition« (2017) und »Über Herbert den Greisen und Leo den Weisen« (2021).

Pressestimmen

Hervorragende Übersetzungsleistung von Cornelia Lösch sowie eine hochgradig lesenswerte einleitende Studie von Alfred Schmidt. (…) Zugänglich werden mit dieser Sammlung bislang in deutscher Sprache nicht und auch ansonsten nur schwer verfügbare Texte aus dem Nachlaß des Autors.

Sozialwissenschaftliche Umschau, 01.01.2003

Dass es um Herbert Marcuse still geworden ist, hat seine Gründe, wenn auch kein Recht. (…) Umso verdienstvoller, wenn der zu Klampen Verlag zum 25. Todestag – am 29. Juli – die neunbändige Ausgabe von Marcuses Schriften (…) neu und in attraktivem Outfit herausbringt.

Badische Zeitung

In Philosophie und Psychoanalyse, einer erstmals in deutscher Übersetzung erschienenen Sammlung von Marcuse-Schriften gibt es viele Lesefrüchte zu ernten.

Der Standard

Über diese bekanten Perspektiven eröffnen die kleinen Texte einige nicht völlig neue und doch erfrischende Perspektiven. Die biographische Motivation des Werks kommt wieder in den Blick.

Tim B. Müller, Süddeutsche Zeitung

Diesen Marcuse der großen Werke ruft der Verlag zu Klampen dieser Tage in Erinnerung, wenn er Marcuses früher bei Suhrkamp erschienene Schriften in einer Neuausgabe veröffentlicht. (…) Es ist an der Zeit, diesen Marcuse zu entdecken.

Süddeutsche Zeitung
3 weitere Pressestimmen Weitere Pressestimmen ausblenden

Knappe, aber sehr informative und hilfreiche editorische Notizen erläutern jeweils den Entstehungszusammenhang der einzelnen Texte.

Zeitschrift für Politikwissenschaft

Nach dem wenig revolutionären Sermon, mit dem Adorno im letzten Jahr noch einmal zu Grabe getragen wurde, läßt sich so ein Denker wiederentdecken, der gar nicht anders als radikal links interpretiert werden kann.

junge Welt

Neun Bände in Kassette, insgesamt 3015 Seiten. Die Titel (…) spiegeln all jene Themen wider, die für die Protestgeneration der so genannten Achtundsechziger essentiell gewesen sind.

tachles

Weitere Bücher von Herbert Marcuse