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Mathias Brodkorb

Gesinnungspolizei im Rechtsstaat?

Der Verfassungsschutz als Erfüllungsgehilfe der Politik. Sechs Fallstudien

25,00 €
Einband
Hardcover
Auflage
4. Auflage
Format
13,00 × 20,00 cm
Umfang
250 Seiten
Erscheinungstermin
04.03.2024
ISBN
978-3-98737-016-8
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
PDF 20,99 € ISBN 978-3-98737-405-0
ePub 10,49 € ISBN 978-3-98737-406-7

Wird der Verfassungsschutz zu einer Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung? Mathias Brodkorb legt den Finger in die Wunde. Dabei spart er auch das heikle Thema eines möglichen Parteiverbots der AfD nicht aus.

Aktualisierte Ausgabe mit VS-Gutachten zur AfD

Trotz aller Skandale, in die das Bundesamt für Verfassungsschutz im Laufe seiner Geschichte verwickelt war, genießt es in der deutschen Medienöffentlichkeit großes Vertrauen. Wer als »Beobachtungsfall« oder gar als »gesichert rechts- oder linksextrem« eingestuft und damit an den Pranger gestellt wird, ist öffentlich stigmatisiert und wird tendenziell vom demokratischen Diskurs ausgeschlossen.
Da der deutsche Inlandsgeheimdienst keine exekutiven Befugnisse hat, ist er für die Gesinnungsprüfung der von ihm Beobachteten zuständig. Mathias Brodkorb analysiert in seinem neuen Buch die rechtlichen Grundlagen, Struktur und Aufgaben des deutschen Inlandsgeheimdienstes und zeigt in sechs Fallstudien, wie der Verfassungsschutz nicht nur oftmals von seiner Aufgabe hermeneutisch überfordert ist, sondern sich zunehmend politisch instrumentalisieren lässt. Mitunter agiert er dabei selbst verfassungswidrig.
Demokratische Willensbildung beruht auf freiem Diskurs, der von keiner staatlichen Instanz politisch gelenkt wird. Der Verfassungsschutz aber deutet legitime Grundrechtsausübung häufig als gefährlichen politischen Extremismus. Seit der Corona-Pandemie gilt selbst robust vorgetragene Kritik an der Regierung als Fall für den Inlandsgeheimdienst. Damit wird er zur Gefahr für eine freiheitlich-demokratische Gesellschaft. Eine grundlegende Reform oder gar Auflösung der skandalträchtigen Behörde scheint dringend geboten.

Vita

Mathias Brodkorb

Mathias Brodkorb, Jahrgang 1977, studierte Philosophie und Altgriechisch. Von 2002 bis 2019 gehörte er dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern an. Von 2011 bis 2016 war er Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur und von 2016 bis 2019 Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er lebt als freier Publizist in Schwerin.

Pressestimmen

Die Ausgewogenheit der Fälle ist lobenswert. (…) Die detaillierte Darstellung zahlreicher Unsauberkeiten und Grenzüberschreitungen der Beobachtungspraxis durch den Verfassungsschutz (ist) so beeindruckend wie bedrückend.

Prof. Dr. Tom Thieme, Die Polizei, 08.2025

ein wichtiges und lesenswertes Traktat

Prof. Dr. Christian Hillgruber, Journal der juristischen Zeitgeschichte, 1/2025

provokante, aufrüttelnde und in bestechender politischer Neutralität geschriebene Studie

Wolfgang Durner, Jahrbuch Extremismus und Demokratie, 2025

Mathias Brodkorb hat mit ›Gesinnungspolizei im Rechtsstaat?‹ eine gelungene Dokumentation zu den Freiheitseinschränkungen durch entgrenzte Nachrichtendienste vorgelegt.

Dr. Michael Kohlstruck, Portal für Politikwissenschaft, 01.10.2024

Mathias Brodkorb (…) ermutigt die Leserschaft zu einer kritischen Reflexion über die Verfassung (…), mehr noch aber über die ›politische Behörde‹, die dem Verfassungsschutz dienen soll.

Thorsten Paprotny, Rezensionen.ch, 01.06.2024
6 weitere Pressestimmen Weitere Pressestimmen ausblenden

Brodkorb legt überzeugend dar, wie ein grundsätzlich wichtiger Stützpfeiler der freiheitlichen Grundordnung Gefahr läuft, seine Reputation zu verspielen.

André Paul, Bayerische Staatszeitung, 01.04.2024

›Gesinnungspolizei im Rechtsstaat?‹ ist eine Abrechnung mit dem Verfassungsschutz.

Stephan Klenner, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.04.2024

Klare Analyse der problematischen Situation.

Harald Meißner, ekz Bibliotheksservice, 01.04.2024

Es ist ein intellektueller Genuss zu lesen, mit welch unerbittlicher Präzision und Objektivität Brodkorb die Argumentation des Verfassungsschutzes (…) auseinandernimmt.

Sebastian Ostritsch, Die Tagespost, 01.03.2024

Fulminant kritisiert Mathias Brodkorb den deutschen Inlandsgeheimdienst.

Eckhard Jesse, NZZ am Sonntag, 01.03.2024

(D)ie gut lesbare und überaus lesenswerte Schrift (…) dürfte als eine der wichtigsten Studien auf diesem Feld in der Publizistik und in der Wissenschaft für Furore sorgen.

Eckhard Jesse, Zeitschrift für Parlamentsfragen,, 2/2024

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