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Katja Koch · Mathias Brodkorb

Der Abiturbetrug

Vom Scheitern des deutschen Bildungsföderalismus. Eine Streitschrift

16,00 €
Einband
Hardcover
Format
13,00 × 20,00 cm
Umfang
152 Seiten
Erscheinungstermin
09.03.2020
ISBN
978-3-86674-616-9
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
PDF 12,99 € ISBN 978-3-98737-483-8
ePub 12,99 € ISBN 978-3-86674-751-7

Das Abitur ist vom Aufstiegsversprechen zum kaum noch aussagekräftigen Bildungszertifikat degeneriert. Abhilfe soll ein vermeintliches Zentralabitur schaffen. Ein bildungspolitischer Fake, allein dazu ersonnen, aufgebrachte Gemüter zu beruhigen.

Das deutsche Abitur war jahrzehntelang ein Qualitätssiegel. Bildung »made in Germany« genoss hohes Ansehen in der Welt und versprach mit dem Abitur als ihrem schulischen Höhepunkt freien Hochschulzugang und gesellschaftlichen Aufstieg.
Wird das Versprechen heute noch eingehalten? Das Bild, das die Schulen und die von ihnen vergebenen Abschlüsse bieten, gibt eine eindeutige Antwort: Kaum jemand kann noch darüber hinwegsehen, dass das Leistungsniveau in deutschen Schulen nicht nur in alarmierendem Maße sinkt, sondern im Vergleich der Bundesländer auch noch eklatante Unterschiede aufweist.
Obwohl das bildungspolitische Chaos und die skandalöse Ungerechtigkeit im deutschen Bildungssystem offensichtlich sind, herrscht über die entscheidende Ursache für den Niedergang weitgehend Unklarheit. Katja Koch und Mathias Brodkorb zeigen, dass der mit guten Gründen vor siebzig Jahren eingeführte Bildungsföderalismus inzwischen absurde Blüten treibt: Während einige Bundesländer hohe Anforderungen stellen, machen es andere ihren Abiturienten leicht.
So hängt das Abiturergebnis heute eher von der Gnade der Geburt als von der schulischen Leistung ab. Leidtragende sind nicht nur Schüler und ihre Eltern.

Vita

Katja Koch

Katja Koch, geboren 1970, studierte Sonderpädagogik und habilitierte sich, nach Referendariat und Promotion in Rostock, im Jahr 2007 in Würzburg. Seit 2008 ist sie Professorin für Sonderpädagogische Entwicklungsförderung an der Universität Rostock.

Mathias Brodkorb

Mathias Brodkorb, Jahrgang 1977, studierte Philosophie und Altgriechisch. Von 2002 bis 2019 gehörte er dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern an. Von 2011 bis 2016 war er Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur und von 2016 bis 2019 Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er lebt als freier Publizist in Schwerin.

Pressestimmen

Mit ihrer gut lesbaren, mutigen und an Deutlichkeit und Klarheit der Sprache nicht überbietbaren Streitschrift (…) haben die Verfasser einen wichtigen Beitrag zur Debatte in der bundesdeutschen Bildungspolitik geleistet.

Prof Dr. Dr. Hans Hablitzel, Bayerische Verwaltungsblätter, 01.01.2022

Das Buch von Brodkorb und Koch gewinnt durch die Corona-Krise an Relevanz.

Uwe Ebbinghaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.07.2020

Präzise und treffend (…), eine Gebrauchsanweisung für ein bundesweites Zentralabitur.

Johannes Gross, lehrerbibliothek.de, 01.06.2020

Brodkorb und Koch legen schonungslos die Schwachstellen des deutschen Bildungsföderalismus offen.

Michael Sommer, NWZ online, 01.04.2020

Mathias Brodkorb legt mit seiner Streitschrift ›Der Abiturbetrug‹ den Finger in die richtige Wunde.

Christian Hiersemenzel, Kieler Nachrichten, 01.03.2020
4 weitere Pressestimmen Weitere Pressestimmen ausblenden

Eine pointiert vorgetragene Kritik am deutschen Bildungssystem

Reinhold Heckmann, ekz Bibliotheksservice, Nr. 17, 01.01.2020

Eine scharfe, fulminante Abrechnung mit dem deutschen Bildungsföderalismus

Matthias Trautmann, Pädagogik, Nr. 06/21

Das lesenswerte Buch liefert viel Material für eine fachlich fundierte Diskussion. (…) Vor allem gehört es in die Hände von Bildungspolitikern aller Parteien.

TPhV Pro Gymnasium, Nr. 3/21

Die beiden Autoren schreiben mit einer gewaltigen Leidenschaft.

Axel Bernd Kunze, engagement – Zeitschrift für Erziehung und Schule, Nr. 1/2021

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