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Mordechai Strigler

Schicksale

Verloschene Lichter IV. Ein früher Zeitzeugenbericht über die Opfer der Schoah

Herausgeber: Frank Beer

Reihe: Verloschene Lichter, Band 4

48,00 €
Einband
Softcover
Format
12,50 × 20,50 cm
Umfang
694 Seiten
Erscheinungstermin
29.01.2024
ISBN
978-3-98737-002-1
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
PDF 38,99 € ISBN 978-3-98737-398-5
ePub 38,99 € ISBN 978-3-98737-397-8

Mordechai Strigler schuf mit seiner Buchreihe »Verloschene Lichter« ein literarisches Denkmal für die Opfer der Schoah. Nach »Majdanek«, »In den Fabriken des Todes« und »Werk C« erscheint nun der vierte Teil und Abschluss der Tetralogie in deutscher Erstausgabe.

»Die Tetralogie »Verloschene Lichter« ist die Schilderung von bloß fünfzehn Monaten Hitlerhölle. Das ist nur ein Fragment der Vernichtung und nicht einmal das grausamste, wenn man von außen darauf schaut.«
Mordechai Strigler, 1950
Bereits kurz nach seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Buchenwald im April 1945 begann Mordechai Strigler, seine Erfahrungen in den Lagern des besetzten Polens literarisch zu verarbeiten. Wie kaum ein anderer Zeitzeugenbericht beschreibt Striglers Text mit beispielloser Schonungslosigkeit die Lagerorganisation und das Lagerleben sowie den Umgang der jüdischen Gefangenen untereinander.
In »Schicksale« schildert Strigler die Zeit vom Winter 1943/44 bis zur Schließung der Munitionsfabrik und Vorbereitung der Evakuierung der Häftlinge im August 1944. Er konzentriert sich dabei auf die Menschen in Werk C des Arbeitslagers Skarżysko-Kamienna und ihre Beziehungen zueinander. Das Eintreffen von assimilierten und getauften, aber auch deutsche Juden aus Krakau im Lager im Frühjahr 1944 verschärfte schwelende Konflikte: Aufgrund der vielen sozialen Unterschiede entstanden unter ihnen Spannungen, die das Leben der Gefangenen teils dramatisch verschlechterten. Strigler liefert damit ungewöhnlich offen eine Sozialstudie jüdischer Schicksale in deutscher Gefangenschaft.

Vita

Mordechai Strigler

Der jiddische Schriftsteller und Journalist Mordechai Strigler wurde 1918 bei Zamość (Polen) geboren. Während der Nazizeit war er Häftling verschiedener Arbeits- und Konzentrationslager. Kurz nach seiner Befreiung emigrierte er nach Paris und begann, seine Erfahrungen in der Tetralogie »Verloschene Lichter« niederzuschreiben. Er war damit einer der ersten Schoah-Überlebenden, die darüber schrieben. 1952 ging er nach New York und arbeitete bis zu seinem Tod im Jahr 1998 für jiddische Zeitungen. 1978 erhielt er den Itzik-Manger-Preis für Jiddische Literatur. Bei zu Klampen erschienen bereits die Vorgängerbände »Majdanek« (2016), »In den Fabriken des Todes« (2017) und »Werk C« (2019).

Strigler Mordechai

Der jiddische Schriftsteller und Journalist Mordechai Strigler wurde 1918 bei Zamość (Polen) geboren. Während der Nazizeit war er Häftling verschiedener Arbeits- und Konzentrationslager. Kurz nach seiner Befreiung emigrierte er nach Paris und begann, seine Erfahrungen in der Tetralogie »Verloschene Lichter« niederzuschreiben. Er war damit einer der ersten Schoah-Überlebenden, die darüber schrieben. 1952 ging er nach New York und arbeitete bis zu seinem Tod im Jahr 1998 für jiddische Zeitungen. 1978 erhielt er den Itzik-Manger-Preis für Jiddische Literatur. Bei zu Klampen erschienen bereits die Vorgängerbände »Majdanek« (2016), »In den Fabriken des Todes« (2017) und »Werk C« (2019).

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Frank Beer

Frank Beer, Jahrgang 1965, ist promovierter Naturwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter einer Bundesbehörde in Bergisch Gladbach. Er hat die vielbeachtete Quellenedition »Nach dem Untergang. Die ersten Zeugnisse der Shoah in Polen 1944–1947« initiiert und mitherausgegeben. Seine Übersetzungen von Zeitzeugenberichten erschienen in Büchern und im Internet.

Pressestimmen

Ein literarischer Gewinn, ein poetisches Meisterwerk, eine starke Aufarbeitung des wohl schwärzesten Kapitel deutscher Geschichte!

Carpe Gusta Literatur, 01.11.2024

Der letzte Band der Tetralogie ist ein bemerkenswertes Zeugnis, weil er einen Bereich der nationalsozialistischen Terrorherrschaft zeigt, der außerhalb des KZ-Systems lag.

Sandra Binnert, Arbeitsstelle Holocaustliteratur, 01.07.2024

Erzählen konnten am Ende nur die wenigen, die überlebt haben. So wie Mordechai Strigler. Gerade deshalb sind seine Bücher auch heute noch aktuell.

Ralf Julke, Leipziger Zeitung, 01.06.2024

Ein Buch, das einem gleich ins Auge fällt, mit grafischer Wucht.

Michael Bittner, David – Jüdische Kulturzeitschrift, 01.04.2024

Strigler (…) beschreibt mit dem scharfen und bitteren Blick seines teilweise autobiographischen Protagonisten ›Mechele‹ genauestens – sowohl die Opfer als auch die Täter.

Ernst Reuß, Historisches Sachbuch, 01.03.2024
1 weitere Pressestimme Weitere Pressestimme ausblenden

Striglers Werk ist ein schonungsloser Bericht über das Grauen der Schoah. (…) Strigler nimmt seine Leser mit in den Alltag des Lagers, den er detailliert wiedergibt.

hagalil.com – Jüdisches Leben online, 01.02.2024

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