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Mordechai Strigler

Werk C

Verloschene Lichter III. Ein Zeitzeugenbericht aus den Fabriken des Todes

Herausgeber: Frank Beer

Reihe: Verloschene Lichter, Band 3

32,00 €
Einband
Softcover
Format
12,50 × 20,50 cm
Umfang
460 Seiten
Erscheinungstermin
07.10.2019
ISBN
978-3-86674-595-7
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
ePub 25,99 € ISBN 978-3-86674-742-5

Mordechai Strigler schuf mit seiner Buchreihe »Verloschene Lichter« ein literarisches Denkmal für die Opfer der Schoah. Nach »Majdanek« und »In den Fabriken des Todes« erscheint nun der dritte Teil in deutscher Erstausgabe.

Kurz nach seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Buchenwald im April 1945 begann Mordechai Strigler, seine Erfahrungen in den Lagern des besetzten Polens literarisch zu verarbeiten. Schonungslos wie kaum ein anderer Überlebender beschreibt er die Lagerorganisation und das Lagerleben sowie den Umgang der jüdischen Gefangenen untereinander.
In »Werk C« schildert Strigler die Monate von September 1943 bis März 1944 im Arbeitslager Skarzysko-Kamienna, das vom Leipziger Rüstungsunternehmen HASAG AG betrieben wurde. Dabei zeigt er – anders als im Vorgängerband – weniger die Produktionsbedingungen auf, sondern konzentriert sich auf einzelne Personen, Beziehungen und Begebenheiten. Er beschreibt sowohl den Alltag im Lager als auch außergewöhnliche Umstände wie Geburten oder das von den Gefangenen ersonnene Prostitutionsmodell. Da er mit der Zeit in ›privilegiertere‹ Kreise der jüdischen Lagerverwaltung aufstieg, kann er auch über die ›mittlere Verwaltungsebene‹ sowie die Organisation des gesellschaftlichen Lagerlebens berichten und ein detailliertes Porträt der Funktionshäftlinge im Arbeitslager liefern.
»Zur bloßen Kolorierung darf man die Feder beim Wiedererwecken unserer Leiden vergangener Zeiten nicht benutzen. So lasst uns noch ein Mal in unser Antlitz in jenen Tagen schauen, ohne die Maske, die wir heute gern für uns finden.«
Mordechai Strigler, 1950

Vita

Mordechai Strigler

Der jiddische Schriftsteller und Journalist Mordechai Strigler wurde 1918 bei Zamość (Polen) geboren. Während der Nazizeit war er Häftling verschiedener Arbeits- und Konzentrationslager. Kurz nach seiner Befreiung emigrierte er nach Paris und begann, seine Erfahrungen in der Tetralogie »Verloschene Lichter« niederzuschreiben. Er war damit einer der ersten Schoah-Überlebenden, die darüber schrieben. 1952 ging er nach New York und arbeitete bis zu seinem Tod im Jahr 1998 für jiddische Zeitungen. 1978 erhielt er den Itzik-Manger-Preis für Jiddische Literatur. Bei zu Klampen erschienen bereits die Vorgängerbände »Majdanek« (2016), »In den Fabriken des Todes« (2017) und »Werk C« (2019).

Frank Beer

Frank Beer, Jahrgang 1965, ist promovierter Naturwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter einer Bundesbehörde in Bergisch Gladbach. Er hat die vielbeachtete Quellenedition »Nach dem Untergang. Die ersten Zeugnisse der Shoah in Polen 1944–1947« initiiert und mitherausgegeben. Seine Übersetzungen von Zeitzeugenberichten erschienen in Büchern und im Internet.

Pressestimmen

Ein literarischer Gewinn, ein poetisches Meisterwerk, eine starke Aufarbeitung des wohl schwärzesten Kapitel deutscher Geschichte!

Carpe Gusta Literatur, 01.11.2024

Ein Gewinn für die historische Forschung zum Holocaust

Mirko Wittwar, Das Historisch-Politische Buch, Nr. 68, 01.01.2020

Ein literarisches Denkmal für die Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. (…) Strigler beschreibt mit dem scharfen Blick seines Protagonisten ›Mechele‹ sowohl die Opfer als auch die Täter.

Ernst Reuß, Das Historische Sachbuch, 01.12.2019

Dem letzten Band der Tetralogie kann man mit Interesse entgegensehen. Für das sehr informative Vorwort des jüngsten Bandes und die zahlreichen erläuternden Fußnoten sei Herausgeber Frank Beer ausdrücklich gedankt.

Gerd Bedszent, junge Welt, 01.12.2019

Zeitzeugenberichte, die das Geschehen mit einer reportagegleichen Unmittelbarkeit schildern.

Börsenblatt des deutschen Buchhandels, 01.06.2019

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