Editionsplan:
1) Graphologie. Handschrift im Spiegel. Irrationalismus im Widerstreit, Herbst 2004;
2) Daseinsanalyse. »Existence and Therapy«. Wissenschaft vom Menschen, Herbst 2005;
3) Negative Anthropologie. Spontaneität und Verfügung. Sabotage des Schicksals, Herbst 2006;
4) Land der unbegrenzten Zumutbarkeiten. Deutsche Reflexionen (1), Herbst 2007;
5) Ungehorsam versus Institutionalismus. Deutsche Reflexionen (2), Herbst 2008;
6) Der mißhandelte Rechtsstaat. Deutsche Reflexionen (3), Herbst 2009;
7) Land der Sprachlosen. Deutsche Reflexionen (4), Herbst 2010;
8) Zeit, Geschichte, Zeitgeschichte. Zeit-Fragmente, Hochschul-Texte, Herbst 2011;
9) Literarisches: Romane, Erzählungen, Gedichte, Dialoge, Aphorismen, Feuilletons, Herbst 2012;
10) Vermischtes: Literatur, Kunst, Musik, Philosophie, Psychologie, Psychohistorie, Herbst 2013
»Ulrich Sonnemanns kritisches Philosophieren war eingreifendes Denken, das sich vor keinem Konflikt scheute. Es stand ein für Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit und war beißend, scharf und treffend gegen alles, was sich wider die Verwirklichung von Gerechtigkeit und Menschlichkeit stellte.« Wolfdietrich Schmied-Kowarzik
»Ulrich Sonnemann war der letzte Denker einer authentischen Kritischen Theorie, der als einziger den weiten Bogen zu spannen wußte von der Philosophie zur Literatur, von der Kulturtheorie zur Psychoanalyse, von atlantonautischen Spekulationen zur Physikalischen Kosmologie, vom französischen Diskurs zur Ästhetischen Theorie, von der Musik zur Malerei, von aktuellen politischen Auseinandersetzungen zu den historischen Wurzeln der aktuellen Verhältnisse der Gegenwart.« Peter Warsitz
Vita
Ulrich Sonnemann
Ulrich Sonnemann, geboren 1912 in Berlin, studierte Philosophie, Sozialwissenschaften und Psychologie und promovierte 1934 in Basel. Er emigrierte in die Vereinigten Staaten, lehrte als Professor für Psychologie in New York. 1955 kehrte er nach Deutschland zurück und lebte bis 1969 als freier Schriftsteller in München. In dieser Zeit schrieb er u. a. Das Land der unbegrenzten Zumutbarkeiten, das ein Jahr lang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand, und sein philosophisches Hauptwerk, die Negative Anthropologie. Von 1969 bis 1974 war er Dozent an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film, danach Professor für Sozialphilosophie an der Gesamthochschule Kassel. Er starb 1993.
Paul Fiebig
Paul Fiebig, Jahrgang 1942, Studium der Philosophie, Germanistik und Musikwissenschaft, 1970 Dissertation über das »Orchester-Zwischenspiel« bei Thomas Mann. Ab 1971 beim Saarländischen Rundfunk. Seit 1984 Musikredakteur beim Südwestfunk Baden-Baden. Von 1998 an Leiter der Wort-Musik-Redaktion. Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften, Sammelpublikationen etc. Bei zu Klampen veröffentlichte er die »Schriften» (Band 1-10, 2005-2022).
Pressestimmen
Das große Verdienst der Edition ist es, durch einen ausführlichen Fußnotenapparat und ein Glossar die zeithistorischen Dokumente zu kontextualisieren und zugänglich zu machen.
Ein Glücksfall, auch und gerade, weil durch die Lektüre deutlich wird, dass (…) der systematische Ausschluss der ›älteren‹ kritischen Theorie aus den Seminarräumen (…) nicht aus Gründen der wissenschaftlichen Erkenntnis selbst zu rechtfertigen war und ist.
Für junge und alte Kriminalisten gilt es einen Philosophen zu entdecken und trotz Reduzierung von Mitteln gehört Sonnemanns ›Handschrift als Spiegel‹ auch in die kriminalistische Bibliothek, vereinnahmen lässt er sich deshalb noch lange nicht.
Sonnemann war der letzte Denker einer authentischen Kritischen Theorie, der als einziger den weiten Bogen zu spannen wußte (…) von aktuellen politischen Auseinandersetzungen zu den historischen Wurzeln der aktuellen Verhältnisse der Gegenwart.
(…) eingreifendes Denken, das sich vor keinem Konflikt scheute. Es stand ein für Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit und war beißend, scharf und treffend gegen alles, was sich wider die Verwirklichung von Gerechtigkeit und Menschlichkeit stellte.
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Ulrich Sonnemann war der letzte Denker einer authentischen Kritischen Theorie, der als einziger den weiten Bogen zu spannen wußte von der Philosophie zur Literatur, von der Kulturtheorie zur Psychoanalyse, von atlantonautischen Spekulationen zur Physikalischen Kosmologie, vom französischen Diskurs zur Ästhetischen Theorie, von der Musik zur Malerei, von aktuellen politischen Auseinandersetzungen zu den historischen Wurzeln der aktuellen Verhältnisse der Gegenwart.
Ulrich Sonnemanns kritisches Philosophieren war eingreifendes Denken, das sich vor keinem Konflikt scheute. Es stand ein für Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit und war beißend, scharf und treffend (...).
Ulrich Sonnemann war der letzte Denker einer authentischen Kritischen Theorie, der (...) den weiten Bogen zu spannen wußte von der Philosophie zur Literatur, (...) von aktuellen politischen Auseinandersetzungen zu den historischen Wurzeln der (...) Gegenwart.
Ulrich Sonnemanns kritisches Philosophieren (...) stand ein für Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit und war beißend, scharf und treffend gegen alles, was sich wider die Verwirklichung von Gerechtigkeit und Menschlichkeit stellte.
Ich bin erstaunt, daß ein solches Buch nicht als das empfunden wird, was es wirklich ist: sensationell. Aber leider sucht man ja bei uns die Sensationen immer am Rand und im Klinischen.
Sonnemanns Buch (…) wurde aus der praktischen Sorge um die politische Verkümmerung der bundesdeutschen Gesellschaft geschrieben, ist brillant bis gewagt formuliert, ein intellektueller Genuß, und es ist bitter, verzweifelt bitter.
Über dem Podium, freischwebend, nicht im Sessel, am Trapez müsste Ulrich Sonnemann vom Veranstalter plaziert werden. Wo (…) Standpunkte als bequeme Sitzgelegenheiten exakt bestimmbar und endgültig schienen, hat er eine fast einzigartige, jedenfalls eigene Position.