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Andrea Köhler

Vom Antlitz zum Cyberface

Das Gesicht im Zeitalter seiner technischen Manipulierbarkeit

Reihenherausgeber: Anne Hamilton

Reihe: Essayreihe

18,00 €
Einband
Hardcover
Format
11,50 × 18,50 cm
Umfang
124 Seiten
Erscheinungstermin
30.09.2024
ISBN
978-3-98737-027-4
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
ePub 14,99 € ISBN 978-3-98737-428-9
PDF 14,99 € ISBN 978-3-98737-427-2

Unendlich vielfältig drückt sich das Innere des Menschen in seinem Gesicht aus. Doch wenn das menschliche Antlitz im Zeitalter seiner technischen Manipulierbarkeit beliebig verändert, korrigiert, neu entworfen werden kann, droht es zum Abziehbild kulturindustrieller Stereotypen zu werden.

Die unterhaltsamste Fläche auf Erden sei das menschliche Antlitz, befand der Philosoph und Physiker Georg Christoph Lichtenberg. Vom ersten Kinderlächeln bis zur zerfurchten Greisenstirn, vom beglückten Strahlen bis zur Schmerzensfratze ist es die Bühne für unsere Gefühle. Doch in seiner schier unendlichen Wandelbarkeit ist es nicht nur unterhaltsam, es ist auch geheimnisvoll, eine Landschaft, die unser Inneres sowohl offenbaren als auch verbergen kann.
Durch die ganze Geschichte hindurch haben Menschen ihr Gesicht mit Schminke, Bart oder auch Schmuck verziert, um ihrer Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen, Unvorteilhaftes zu korrigieren, Schmeichelhaftes hervorzuheben. Heute ist die technische Entwicklung dabei, das Verhältnis von Natürlichem und Künstlichem zu verkehren. Der zunehmende Einsatz von Schönheitschirurgie, Photoshop oder KI-generierten Deep Fakes degradiert das reale Antlitz zum bloßen Material, aus dem ein beliebig wählbares virtuelles Konterfei geformt werden kann. Andrea Köhler beleuchtet, wie aus der unterhaltsamsten Fläche auf Erden eine nahezu grenzenlos manipulierbare geworden ist.

Vita

Foto Andrea Köhler

Andrea Köhler

Andrea Köhler studierte Germanistik und Philosophie. Seit 1985 ist sie als Journalistin, Essayistin und Literaturkritikerin tätig. Von 1991 bis 1994 arbeitete sie als Kulturkorrespondentin in Paris. 1995 trat sie in die Feuilletonredaktion der »Neuen Zürcher Zeitung« ein, für die sie von 2001 bis 2018 als Kulturkorrespondentin aus New York berichtete. Bei zu Klampen erschienen von ihr »Scham. Vom Paradies zum Dschungelcamp« (2017) und »Vom Antlitz zum Cyberface. Das Gesicht im Zeitalter seiner technischen Manipulierbarkeit« (2024).

Pressestimmen

Klug und anregend navigiert Andrea Köhler (…) am geliebten Gesicht und am gesuchten vorbei, am gelifteten, dem physisch entstellten und einem emotional abgewandten.

Alexander Kluy, Der Standard, 01.02.2025

Andrea Köhler steckt (…) anhand unseres Gesichts ein Spielfeld ab, auf dem sich trefflich über die Wunderlichkeiten unserer Hypermoderne nachdenken lässt.

Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse, 01.02.2025

Ungeheuer spannend (…). Das Gesicht wird durchdrungen in diesem Essay.

Maike Albath, Deutschlandfunk, 01.01.2025

Köhler gibt dem Cyberface, dem Find Face und dem Fake Face den gebührenden Raum. (…) Das (…) mit kompaktem, spannendem Inhalt dargebotene Bändchen kann als anspruchsvolle Lektüre empfohlen werden.

F. T. A. Erle, Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, 01.12.2024

Köhler hat ihren Essay gut komponiert, kleine Intermezzi und wissenschaftshistorische Anekdoten wechseln sich ab mit triftigen Überlegungen.

Alexandra Wach, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2024
3 weitere Pressestimmen Weitere Pressestimmen ausblenden

›Vom Antlitz zum Cyberface‹ ist ein Essay voller inspirierender Beobachtungen. Nach dessen Lektüre wird der morgendliche Blick in den Badezimmerspiegel fraglos ein anderer sein.

Rainer Moritz, Neue Zürcher Zeitung, 01.11.2024

eine aufschlussreiche Lektüre, die mich face conscious gemacht hat

Christoph Pichler, RAI Südtirol, 01.11.2024

Die renommierte Journalistin Andrea Köhler (…) nimmt den Werdegang des Gesichts, zwischen Natürlichkeit, Stereotypen und Ikonen, in der Gesellschaft unter die Lupe: kenntnisreich, interessant und unterhaltsam.

Christian Kaiser, Stadtkind, 01.10.2024

Zusatzmaterial

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