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Bernd Ahrbeck

Basteln am Ich

Zu Risiken und Nebenwirkungen grenzenloser Selbstbestimmung

Reihenherausgeber: Anne Hamilton

18,00 €
Einband
Hardcover
Format
11,50 × 18,50 cm
Umfang
152 Seiten
Erscheinungstermin
25.03.2024
ISBN
978-3-98737-015-1
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
PDF 14,99 € ISBN 978-3-98737-411-1
ePub 14,99 € ISBN 978-3-98737-412-8

Die Büchse der Pandora ist geöffnet, wenn Identität zur bloßen Fiktion, zum »Narrativ« gerät und magisches Denken die Wirklichkeit verdrängt.

Die kulturellen und gesellschaftlichen Konflikte in den westlichen Demokratien verschärfen sich zusehends. Befeuert wird diese Entwicklung dadurch, dass im Namen einer höheren Moral zentrale Errungenschaften der Aufklärung in Frage gestellt werden. Das persönliche Erleben gerät zum entscheidenden Orientierungspunkt. Gesammelte Wissensbestände und historisch gewachsene Erkenntnisse hingegen gelten als Relikte einer unaufgeklärten und schuldbeladenen Gesellschaft.
Wer hätte noch vor einigen Jahren vorhergesehen, dass nur noch identitätspolitisch ausgewiesene Personengruppen zu bestimmten Themen Stellung beziehen dürften; dass die Wissenschaftsfreiheit in Frage gestellt, die Bereitschaft zum Widerspruch in besorgniserregendem Ausmaß sinken würde?
Nicht die Verbesserung des Bestehenden, sondern eine radikale Umorientierung wird seitens »woker« Vordenker angestrebt. Biologische und lebensweltliche Tatsachen gelten als bloße Zuschreibung, unbeschränkte Selbstbestimmung wird zum Gebot der Stunde. Auf welcher Grundlage sich der Mensch, der sich aller natürlichen Beschränkungen enthoben glaubt und aller Konventionen und Traditionen entledigt hat, selbst und beständig neu erschaffen soll, bleibt allerdings im Dunkeln.
Bernd Ahrbeck zeigt die Gefahren auf, die von der Utopie einer grenzenlosen Machbarkeit ausgehen.

Vita

Foto Bernd Ahrbeck

Bernd Ahrbeck

Bernd Ahrbeck, geboren 1949, ist Erziehungswissenschaftler, Diplom-Psychologe und Psychoanalytiker. Er lehrt als Professor für Psychoanalytische Pädagogik an der Internationalen Psychoanalytischen Universität (IPU Berlin). Von 1994 bis 2016 hatte er einen Lehrstuhl am Institut für Rehabilitationswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Es erschienen bereits »Jahrmarkt der Befindlichkeiten« (2022) und »Basteln am Ich« (2024).

Pressestimmen

Ahrbecks Essay (…) sollte von allen in den westlichen Demokratien lebenden Menschen gelesen werden. Sie werden dann eher verstehen, warum die Welt so ist, wie sie ist.

Dr. Antje Flade, socialnet.de, 01.06.2024

Bernd Ahrbeck betrachtet die Vorgänge um immer neue Sprachregelungen, cancel culture und die Definierung immer kleinteiligerer Identitäten mit berechtigter Sorge.

Ralf Julke, Leipziger Zeitung, 01.03.2024

Einfühlsam setzt sich Ahrbeck in seinem aufschlussreichen Buch mit Themen auseinander, die (…) im Trend liegen, und klopft sie auf ihre sozialen und psychologischen Implikationen ab.

Christine Born, Die Tagespost, 01.02.2024

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