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Marion Tauschwitz

Selma Merbaum – Ich habe keine Zeit gehabt zuende zu schreiben

Biografie und Gedichte. Mit einem Vorwort von Iris Berben

28,00 €
Einband
Softcover
Format
12,50 × 20,50 cm
Umfang
359 Seiten
Erscheinungstermin
11.12.2023
ISBN
978-3-98737-003-8
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
ePub 22,99 € ISBN 978-3-98737-377-0
PDF 22,99 € ISBN 978-3-98737-376-3

Nach der Veröffentlichung ihrer Selma-Merbaum-Biografie kamen Zeitzeugen aus aller Welt auf Marion Tauschwitz zu und teilten unbekannte Erinnerungen an die jüdische Lyrikerin, die unentbehrlich für die Interpretation ihres Werks sind. Sie haben Eingang in die Neuausgabe zu Selma Merbaums 100. Geburtstag am 5. Februar 2024 gefunden.

Die junge jüdische Lyrikerin Selma Merbaum (oft fälschlich Selma Meerbaum-Eisinger genannt) starb 1942 mit 18 Jahren in dem deutschen Zwangsarbeitslager Michailowka in der heutigen Ukraine. Nur 57 handschriftlich niedergeschriebene Gedichte umfasst ihr schmales Werk »Blütenlese«, das auf abenteuerliche Weise überlebt hat und auf der letzten Seite mit dem Satz abschließt: »Ich habe keine Zeit gehabt zuende zu schreiben …«
In jahrelanger Forschung hat Marion Tauschwitz Daten, Ereignisse und Fakten zum Leben der jungen Künstlerin zusammengetragen, Archivmaterial aus der Ukraine, aus England, den USA und Deutschland ausgewertet, Dokumente geborgen, Zeitzeugen ausfindig gemacht und die faszinierende, gleichermaßen einfühlsame wie wissenschaftlich fundierte Biografie verfasst. Der zweite Teil des Buches umfasst sämtliche Gedichte der jüdischen Lyrikerin, die Marion Tauschwitz nach den Originalhandschriften neu übertragen hat.
Gleich nach seinem Erscheinen machte das Werk Furore und entfaltete ungeahnte Wirkung: Zeitzeugen aus aller Welt lieferten ergänzende Erinnerungen an Selma Merbaum. Mit neuen Dokumenten, einer neuen Einleitung sowie drei bisher unbekannten Fotos und einer Zeittafel erweitert Tauschwitz in dieser Neuausgabe ihrer Biografie das bisherige Bild der großen Lyrikerin.

Vita

Marion Tauschwitz

Marion Tauschwitz, Jahrgang 1953, studierte Germanistik und Anglistik in Heidelberg. Vor ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin arbeitete sie als Gymnasiallehrerin und Dozentin. Tauschwitz war engste Vertraute und Mitarbeiterin der Lyrikerin Hilde Domin, deren viel beachtete Biografie »Hilde Domin. Dass ich sein kann, wie ich bin« sie zu deren einhundertstem Geburtstag vorlegte. Marion Tauschwitz lebt als freie Autorin in Heidelberg. 2015 wurde sie von der Internationalen Autorinnenvereinigung zur »Autorin des Jahres« gewählt und 2018 in das PEN-Zentrum Deutschland aufgenommen. Bei zu Klampen veröffentlichte sie bisher »Selma Merbaum – Ich habe keine Zeit gehabt zuende zu schreiben« (2014, HC) sowie 2023 die Neuauflage im Paperback mit einem Vorwort von Iris Berben. Ebenfalls veröffentlichte sie die Wiederauflagen »Hilde Domin. Dass ich sein kann wie ich bin« (2015) und »Hilde Domins Gedichte und ihre Geschichte« (2016) sowie »Das unverlierbare Leben« (2019).

Pressestimmen

Bewegend

Börsenblatt, 01.12.2024

Ein wichtiges Zeugnis, um den 1,5 Millionen ermordeter und umgekommener Jüd:innen der Ukraine eine Stimme zu geben und deren Erinnerung zu bewahren.

Dr. Marc Fachinger, Bistum Limburg, Projekt »Zeitzeugen«, 01.11.2024

Die Biographie von Selma Merbaum erzählt Marion Tauschwitz einfühlsam und um viele neue Nuancen erweitert. (…) Sehr lesenswert( ).

Jürgen Hauschke, Das Blättchen, 01.09.2024

Selma Merbaum, die Anne Frank der Lyrik. (…) Das Buch von Marion Tauschwitz ist ein wertvoller, verlässlicher Wegbegleiter auf der Reise in die unheilvolle Welt von gestern.

Michael Bittner, David – Jüdische Kulturzeitschrift, 01.04.2024

Mit großem Engagement (und) Einfühlungsvermögen (…) schreibt Marion Tauschwitz ein Buch gegen das Vergessen. Sie bringt Selma Merbaum zurück, wo sie hingehört: in die literarische Gegenwart.

Paul-Philipp Braun, Glaube und Heimat, 01.03.2024
31 weitere Pressestimmen Weitere Pressestimmen ausblenden

(eine) exzellent recherchierte Biografie.

Björn Hayer, NZZ am Sonntag, 01.03.2024

Ein schönes und interessantes Buch, ein wichtiges Buch über Selma Merbaum und ihre siebenundfünfzig Gedichte.

Christel Wollmann-Fiedler, Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien, 01.02.2024

Inmitten von Details über die Gräueltaten der Nazis (…) das pulsierende Leben der jungen Merbaum plastisch erscheinen zu lassen – darin besteht das große Kunststück der Biografie.

Alexandru Bulucz, Buchkultur, 01.02.2024

In jahrelanger akribischer Recherche hat Tauschwitz Archivmaterial (…) ausgewertet und mit Zeitzeugen (…) gesprochen. Durch deren Erinnerungen lernen wir heute (…) eine andere Seite von Selma kennen.

Sharon Adler, Jüdische Allgemeine, 01.02.2024

Ein greifbares und ergreifendes Bild einer lebenshungrigen, intellektuell und politisch wachen und belesenen jungen Frau.

Martina Lisa, Logbuch, Kreuzer-Sonderheft zur Leipziger Buchmesse 2024, 01.02.2024

Ein sehr eindrückliches Stück Erinnerung.

Lust auf Literatur, 01.02.2024

Sehr gefühlvoll, aber auch sachlich zeichnet Marion Tauschwitz anhand der nachgelassenen Gedichte und Aufzeichnungen von Zeitzeugen ein Leben nach.

Ulrike Frick, Münchner Merkur, 01.02.2024

In ihrer Biografie vereint Marion Tauschwitz schriftstellerisches Können mit wissenschaftlicher Akribie.

Klaus Hammer, Zeitschrift Ossietzky, 01.02.2024

Lesen Sie das exzellent geschriebene Buch, lesen Sie die Liebesgedichte eines jungen Mädchens, lassen Sie sich von der Autorin in die Bukowina (…) verführen.

Christel Wollmann-Fiedler, hagalil.com – Jüdisches Leben online, 01.02.2024

Die zusätzlichen Mosaiksteine vertiefen das Bild von Selma Merbaum, deren schmales lyrisches Werk heute zur Weltliteratur gehört.

Peter Kaiser, Deutschlandfunk Kultur, »Aus der jüdischen Welt«, 01.01.2024

Selma Merbaums Gedichte sind (…) von einer unheimlichen poetischen Kraft. (…). Wahrscheinlich wäre sie eine Literaturnobelpreisträgerin geworden.

Manfred Keiper, Deutschlandfunk Kultur, »Lesart«, 01.01.2024

Die mit großer Sympathie erzählte Biografie von Marion Tauschwitz ist mehr als nur eine Neuausgabe. Das Bild einer sprachbegabten und (…) lebensbejahenden Frau wird noch plastischer, vollständiger.

Niels Beintker, Bayern 2, Kulturwelt, 01.12.2023

Tauschwitz gelingt es, einfühlsam und eindringlich zugleich die Biografie zu erzählen, um der Lyrikerin eine Bühne zu bieten, die sie zu Lebzeiten nicht betreten konnte.

Katikatharinenhof, Bücher.de, 01.12.2023

Selmas Schicksal geht unter die Haut und hinterlässt tiefe Spuren.

Katikatharinenhof, lovelybooks.de, 01.12.2023

Mit dieser gründlichen, hervorragend geschriebenen Biografie hat Selma Merbaum ihr literarisches Denkmal. Dass sie auch ihre Gedichte enthält, macht sie noch wertvoller.

der pilger, 01.01.2016

Diese sehr prosaisch geschriebene Biografie passt zu den berührenden, ergreifenden Gedichten von Selma, dem Schulmädchen von Czernowitz.

Christel Wollmann-Fiedler, Die Stimme, 01.03.2015

Ein schönes und interessantes Buch, ein wichtiges Buch. (...) Lesen Sie das exzellent geschriebene Buch!

Christel Wollmann-Fiedler, Israel Nachrichten, 01.02.2015

Marion Tauschwitz schließt jetzt mit ihrer gründlich recherchierten Biografie eine Lücke (...) und gibt der Dichterin nicht nur Gesicht und Stimme, sondern auch Gestalt und Wesen zurück.

Sabine Neubert, Neues Deutschland, 01.02.2015

Marion Tauschwitz Sprache ist reich, plastisch und frei schwebend, ihre narrativen Einfälle faszinierend. (...) Ein mit Leidenschaft und Hingabe geschriebenes Buch, (...) Die Verfasserin leistete hier eine geradezu zyklopische Arbeit.

Petro Rychlo, Der literarische Zaunkönig – Zeitschrift der Erika Mitterer Gesellschaft, 01.01.2015

Ein schönes und interessantes Buch, ein wichtiges Buch über Selma Merbaum-Eisinger und ihre 57 Gedichte.

Christel Wollmann-Fiedler, Hermannstädter Zeitung (Rumänien), 01.01.2015

Über 70 Jahre nach Selma Merbaums Tod erinnert dieses schöne Buch an eine unvollendete Dichterin.

Rainer Paasch-Beeck, Kieler Nachrichten, 01.01.2015

Die Biografie ist gut geschrieben. (...) Auf diese Art gelingt es Tauschwitz, eine empathische Darstellung vorzulegen, die jedoch nie vereinnahmend oder pathetisch wird.

Malte Völk, Literaturkritik.de, 01.12.2014

Die (...) Biografie überzeugt als Forschungsleistung ebenso wie als farbige Lebenserzählung.

Ronald Schneider, ekz Bibliotheksservice, 01.12.2014

Marion Tauschwitz hat ein faszinierendes, erschütterndes und unbedingt lesenswertes Buch geschrieben. Und sie hat das bekannte Gesamtwerk Selma Merbaums zugänglich gemacht.

Matthias Dohmen, vorwärts, 01.12.2014

Marion Tauschwitz hat biografische Fehler korrigiert. (...) Das größte Verdienst ist aber, dass sie die Gedichte wieder auf ihre ursprüngliche Form zurückführte und Selma Merbaums Werk neu interpretierte.

Anton Ottmann, Rhein-Neckar-Zeitung, 01.11.2014

Ein immer wieder zutiefst anrührendes Buch.

Arndt Krödel, Rhein-Neckar-Zeitung, 01.11.2014

Marion Tauschwitz begab sich auf Spurensuche. In Detektivarbeit forschte sie nach dem Leben der jungen Dichterin. (...) Puzzleteil für Puzzleteil setzte sich das Leben der jungen Jüdin zusammen.

Lars Castellucci; MdB, 01.11.2014

Marion Tauschwitz hat umfassend recherchiert. (...) Sorgfältig interpretiert sie die Texte, lässt aber auch offene Fragen zu, wenn Fakten nicht eindeutig zu belegen sind.

Martina Sulner, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 01.09.2014

Tauschwitz hat leidenschaftlich und präzise recherchiert (...) und eine höchst berührende, historisch kenntnisreiche und literarisch versierte Lebensgeschichte der Selma Merbaum verfasst.

Maria Ossowski, Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), 01.08.2014

Sehr lesenswert!

Lena Panzer-Selz, Lesart, Nr. 4, 01.01.2014

(eine) faszinierende, gleichermaßen einfühlsame wie wissenschaftlich fundierte Biografie

Dr. Wilfried Wulfers, AOL-Bücherbrief, Nr. 43/2024

Zusatzmaterial

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