Zum Inhalt springen
Cover Die Intoleranz des Evangeliums

Gerd Lüdemann

Die Intoleranz des Evangeliums

Erläutert an ausgewählten Schriften des Neuen Testaments

19,80 €
Einband
Hardcover
Format
13,50 × 21,00 cm
Umfang
270 Seiten
Erscheinungstermin
01.10.2004
ISBN
978-3-934920-44-6
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
PDF 15,99 € ISBN 978-3-86674-927-6

Die christlichen Kirchen denken sich in ihre heiligen Texte meist genau das hinein, was ihnen gerade zeitgemäß erscheint. Seit Toleranz zu einem der höchsten Werte westlicher Gesellschaften erkoren wurde, wird sie auch im Namen der Bibel gepredigt.
Gerd Lüdemann kämpft seit langem gegen diese Art exegetischer Willkür. In seinem neuen Buch über Die Intoleranz des Evangeliums zeigt er, wie krass die Text- und Glaubensfundamente der christlichen Kirchen in Sachen Toleranz dem heutigen kirchlichen Selbstverständnis widersprechen.
Vor dem historischen und biblischen Hintergrund kann Lüdemann die Praxis der heutigen Volkskirchen kritisieren, einerseits ihre geistlichen Amtspersonen auf religiöse Intoleranz, nämlich Bibel und Bekenntnis, zu verpflichten, und andererseits den Anspruch zu erheben, an einem toleranten Gemeinwesen mitzuarbeiten.
INHALT: Vorwort
I. Hinführung, Vorgehen, Absicht
II. Toleranz im alttestamentlich-jüdischen Bereich und in der griechisch-römischen Welt zur Zeit der Entstehung der Schriften des Neuen Testaments
III. Zweiter Thessalonicherbrief
IV. Zweiter und Dritter Johannesbrief
V. Erster und zweiter Timotheusbrief, Titusbrief
VI. Judasbrief und zweiter Petrusbrief
VII. Toleranz, Evangelium, Kirche

Vita

Gerd Lüdemann

Gerd Lüdemann, Jahrgang 1946, ist Professor emeritus für Geschichte und Literatur des frühen Christentums an der Georg August Universität in Göttingen und Visiting Scholar an der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee, USA. Er ist der Gründer des Archivs »Religionsgeschichtliche Schule« an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen. 1998 wurde ihm als ausgewiesenem Neutestamentler die Bezeichnung seines Lehrstuhls als Lehrstuhl für Neues Testament vom Präsidenten der Universität Göttingen als Folge der Beanstandung seiner Lehre durch die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen verboten, weil er sich in seinen Veröffentlichungen und in seiner wissenschaftlichen Arbeit zu kritisch mit Fragen des evangelischen Bekenntnisses auseinandergesetzt hatte. Bei zu Klampen veröffentlichte er »Im Würgegriff der Kirche« (1998), »Jesus nach 2000 Jahren« (1999, 2004, 2012, 2014), »Das Unheilige in der Heiligen Schrift« (2001), »Paulus, der Gründer des Christentums« (2001, 2014), »Die Auferweckung Jesu von den Toten« (2002), »Die Intoleranz des Evangeliums« (2004), »Altes Testament und christliche Kirche« (2006, 2014), »Das Jesusbild des Papstes« (2007), »Der erfundene Jesus« (2008), »Jungfrauengeburt?« (2008), »Die ersten drei Jahre Christentum« (2009), »Die gröbste Fälschung des Neuen Testaments« (2010), »Wer war Jesus?« (2011), «Der große Betrug« (2011), »Der älteste christliche Text« (2011), »Der echte Jesus« (2013) und »Ketzer« (2016).

Pressestimmen

Eine ideale Lektüre für die Weihnachtsfeiertage.

Berliner Zeitung

Überzeugend argumentierende(s) Buch

Humanismus aktuell

Lively, polemical, controversial, and to be recommended.

International Review of Biblical Studies

Eine anregende, zuverlässige Studie. (…) Überdies spricht sie etlichen Theologen aus dem Herzen, die den Brückenschlag zwischen persönlichem Glauben und intolerantem kirchlich-biblischem Dogma nicht mehr bewältigen und (…) ihre ›ketzerischen‹ Erlebnisse für sich behalten.

Religion – Staat – Kirche

Bleibt zu wünschen, dass sein Anliegen der kirchenabhängigen Theologenschaft, die noch immer die einer versunkenden Welt angehörende paulinische Mythologie propagiert, zu einem Anstoss werde: zu einer von der Humanitas getragenen Theologie.

Schweizerisches Reformiertes Volksblatt
4 weitere Pressestimmen Weitere Pressestimmen ausblenden

Mit seiner unverblümten Analyse (…) hat Lüdemann eine durchaus zuverlässige Studie vorgelegt. Sie ermöglicht auch dem Laien, sich jenseits der kirchlichen Bevormundung über die geistigen Grundlagen der christlichen Kirche zu vergewissern.

Südwestpresse

Gerd Lüdemann ist ein Kämpfer gegen Lügen und Verschleierungen. Der Kenner des Evangeliums zeigt, wie krass die Text- und Glaubensfundamente der christlichen Kirchen in Sachen Toleranz dem heutigen kirchlichen Selbstverständnis widersprechen.

TAXI. Magazin für Soziales und Kultur

In lebendiger Sprache verfasste (…) Streitschrift.

Theologische Zeitschrift Basel

Gerd Lüdemanns neues Buch liegt wieder erfrischend neben der Spur.

freidenker

Weitere Bücher von Gerd Lüdemann