Zum Inhalt springen

Gerd Hankel

Putin vor Gericht?

Möglichkeiten und Grenzen internationaler Strafjustiz

14,00 €
Einband
Hardcover
Auflage
2. Auflage
Format
11,50 × 18,50 cm
Umfang
136 Seiten
Erscheinungstermin
10.10.2022
ISBN
978-3-86674-836-1
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
ePub 11,99 € ISBN 978-3-98737-348-0
PDF 11,99 € ISBN 978-3-98737-347-3

Die Forderung nach einer Bestrafung des russischen Präsidenten Wladimir Putin wirft ein Schlaglicht auf die internationale Strafjustiz. Was vermag sie zu leisten?

Der russische Staatspräsident Putin und die Handlanger seines verbrecherischen Krieges in der Ukraine sollen strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. So klar die Forderung ist, so unklar erscheint, wie sie eingelöst werden soll. Vor welchem Gericht sollen sich die mutmaßlichen Täter verantworten? Für welche Verbrechen? Und wann und in welchem Kontext überhaupt? Viele Fragen, die eines gemeinsam haben: Die Herausforderung ist groß und der Ausgang einer solchen strafrechtlichen Verfolgung ungewiss. Denn sie stößt auf eine internationale Strafjustiz, die sich heftiger Kritik an ihrer Legitimation ausgesetzt sieht: Mächtige Staaten und deren Freunde hätten nichts zu befürchten, unparteiisch sei sie auch nicht, Opfer würden vernachlässigt, lauten einige der Vorwürfe.
Was wäre von Strafverfahren gegen Putin und Co. tatsächlich zu erwarten? Mit welcher Botschaft an andere – vielleicht auch westliche – Völkerrechtsverbrecher?

Vita

Gerd Hankel

Gerd Hankel, Dr. jur. Dipl.-Übersetzer, Jahrgang 1957, studierte in Mainz, Granada und Bremen. Seit 1993 ist er freier Mitarbeiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung, seit 1998 wissenschaftlicher Angestellter der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Er ist Autor zahlreicher Beiträge zum humanitären Völkerrecht, zum Völkerstrafrecht und zum Völkermord in Ruanda, dessen juristische Aufarbeitung er seit 2002 untersucht. Bei zu Klampen erschienen von ihm »Ruanda. Leben und Neuaufbau nach dem Völkermord. Wie Geschichte gemacht und zur offiziellen Wahrheit wird« (2016), »Das Dilemma. ›Entwicklungshilfe‹ in Afrika. Ein Erfahrungsbericht« (2020), »Putin vor Gericht?« (2022), »Die Gegenwart der Gewalt und die Macht der Aufklärung« (2022) sowie »Ruanda. 1994 bis heute« (2019, 2024).

Pressestimmen

Gerd Hankel hat einen erhellenden Essay geschrieben. (…) Die Leser erfahren in dem Büchlein viel mehr als ›nur‹ eine völker(straf)rechtliche Auseinandersetzung mit dem Angriffskrieg.

Hans-Ernst Böttcher, Lübecker Nachrichten, 01.10.2022

Hankel beschreibt eindrucksvoll die sehr langwierige Entwicklung des humanitären Völkerrechts. (…) Trotz aller Schwierigkeiten (…) setzt er Hoffnungen in das Internationale Strafrecht.

Annette Wilmes, Deutschlandfunk Kultur, »Andruck«, 01.01.2022

Zusatzmaterial

Weitere Bücher von Gerd Hankel