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Gerd Hankel

Ruanda

Leben und Neuaufbau nach dem Völkermord. Wie Geschichte gemacht und zur offiziellen Wahrheit wird

38,00 €
Einband
Hardcover
Format
13,80 × 21,50 cm
Umfang
487 Seiten
Erscheinungstermin
10.09.2016
ISBN
978-3-86674-539-1
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
ePub 30,99 € ISBN 978-3-86674-487-5

Wie entwickelt sich ein Land nach einem Völkermord? Wie leben Täter und Opfer zusammen? Welche Wahrheit bildet das Fundament des Zusammenlebens? Und welcher Gebrauch wird von dieser Wahrheit nach innen bzw. nach außen gemacht? Mit welchem Erfolg?
Über fast fünfzehn Jahre hinweg hat Gerd Hankel Ruanda und dessen Nachbarland, die Demokratische Republik Kongo, immer wieder besucht und dabei Antworten auf all diese Fragen gesucht. Das Bild, das er zeichnet, ist ernüchternd. Der Völkermord ist zu einem politischen Instrument geworden, das der Absicherung von Herrschaft dient. Nicht um Aufarbeitung und Versöhnung geht es, sondern um die Durchsetzung eines Geschichtsbildes, das keinen Widerspruch duldet.
Hinter dem Vorzeigestaat in Zentralafrika, der gemeinhin als Leuchtturm der Entwicklung in der Region und als Vorbild der Vergangenheitsaufarbeitung gilt, verbirgt sich ein totalitäres Regime. Wie passt das zusammen? Wie viel Unrecht verträgt der Fortschritt?

Vita

Gerd Hankel

Gerd Hankel, Dr. jur. Dipl.-Übersetzer, Jahrgang 1957, studierte in Mainz, Granada und Bremen. Seit 1993 ist er freier Mitarbeiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung, seit 1998 wissenschaftlicher Angestellter der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Er ist Autor zahlreicher Beiträge zum humanitären Völkerrecht, zum Völkerstrafrecht und zum Völkermord in Ruanda, dessen juristische Aufarbeitung er seit 2002 untersucht. Bei zu Klampen erschienen von ihm »Ruanda. Leben und Neuaufbau nach dem Völkermord. Wie Geschichte gemacht und zur offiziellen Wahrheit wird« (2016), »Das Dilemma. ›Entwicklungshilfe‹ in Afrika. Ein Erfahrungsbericht« (2020), »Putin vor Gericht?« (2022), »Die Gegenwart der Gewalt und die Macht der Aufklärung« (2022) sowie »Ruanda. 1994 bis heute« (2019, 2024).

Pressestimmen

Auf Grundlage von eigenen Erfahrungen und Recherchen ermöglicht ›Ruanda 1994 bis heute‹ eine Darstellung, in der nicht bloß auf den erstaunlichen Aufstieg Ruandas fokussiert wird, sondern auch Herausforderungen und Widersprüchlichkeiten benannt werden.

Centrum für Internationale Entwicklung, 01.05.2024

In packender Weise beschreibt Gerd Hankel in diesem Buch (…) wie in einer Reportage seine Eindrücke, faktenreich, präzise, aber trotzdem nah an den Menschen.

Claudia Bröll, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.04.2024

Ausführlicher widmet sich der Autor der Aufarbeitung der Verbrechen. Das macht sein Buch für die Gegenwart so wertvoll.

Moritz Behrendt, Süddeutsche Zeitung, 01.07.2019

Ich habe mich schon intensiver mit dem Genozid in Ruanda auseinandergesetzt, aber bisher kaum über die gegenwärtige Lage in Ruanda gelesen, so dass ich durch Hankel spannende und wertvolle Einblicke in die Geschichte des Landes nach 1994 erhalten habe.

Blog travewithoutmoving.de,, 01.06.2019

Hankel leugnet nicht den ungeheuren Aufbauwillen und die Energie des ruandischen Volkes. Aber er stellt zu Recht die Frage: Wie viel Unrecht verträgt der Fortschritt?

Chrismon, Nr. 06, 01.06.2019
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Hankel hat für sein Buch ausgiebig recherchiert und das erlangte Wissen sehr kompakt zusammengefasst. Das Ergebnis ist ein dicht geschriebenes Buch, das auch Einsteigern ins Thema eine gute Basis liefert.

lovelybooks.de, 01.06.2019

Auch der, für den Ruanda nur einer von vielen afrikanischen Staaten ist, findet sich dank Hankels Fachwissen und seiner leicht verständlichen Schreibe schnell zurecht im eigentlich undurchschaubaren Gewirr aus Regierungsinteressen, Opferklagen und dem Einfluss des Auslandes.

Stadtmagazin Schädelspalter, 01.05.2019

Wer umfassend sich über die Verarbeitung des Völkermordes in Ruanda informieren und dabei einen Blick unter die schöne glatte Oberfläche werfen möchte, ist mit diesem Werk gut bedient (…). Alleine dafür schon lohnt die Lektüre.

findosbuecher.com, 01.05.2019

Kenntnisreich erläutert er die Hintergründe und Auswirkungen des Genozids und zeichnet ein ernüchterndes Bild dieses zentralafrikanischen Vorzeigestaates. (…). Gut einsetzbar zur Erstinformation.

ekz Bibliotheksservice, 01.04.2019

Hankel ist zweifellos ein Kenner der komplizierten Rivalitäten und Gegensätze zwischen den Ethnien im Herz Afrikas.

Robert Schediwy, Bücherschau Österreich, 01.02.2019

Hankel verfolgt die Entwicklung Ruandas. Er beschreibt, wie das Land wahrgenommen wird – und wie es ist.

AOL-Bücherbrief, Nr. 100, 01.01.2019

Treffend beschrieben. (…) Vorzügliches Buch. (…) Wohltuend sachliche und fundierte Analyse.

Andreas Eckert, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.03.2017

(…) lenkt den Blick auf die weitgehend verschwiegenen und unterdrückten Seiten der Wahrheit. Es zeigt, wie die neue Machtelite englischsprachiger Tutsi Ruanda zunehmend in den Würgegriff nimmt und wie der Autor die Hoffnung auf eine demokratische Zukunft dieses Landes verliert.

Gaby Mayr, Deutschlandfunk, 01.02.2017

Gerd Hankel deckt die Willkür der ruandischen Regierung sowie ihrer Polizei und ihrer Geheimdienste auf. (…) Sehr gut lesbar, weil mit vielen anrührenden Lebensgeschichten durchsetzt. (…) Ein Buch, das zur Pflichtlektüre werden müsste für alle Geldgeber Ruandas.

Marie-Christine Werner, SWR2, 01.01.2017

Von vorne bis hinten interessant und gut lesbar. Bemerkenswert ist ein Exkurs, in dem er darlegt, was den Völkermord in Ruanda vom Holocaust der Juden in Deutschland unterscheidet.

Marion Unger, Vereinigte Evangelische Mission Journal, 01.01.2017

Mit seinem Buch zieht Hankel die langläufige Darstellung einer Erfolgsgeschichte vom neuen Ruanda in Zweifel und zeichnet ein Bild eines totalitären, narzisstischen Staates.

if – Zeitschrift für innere Führung der Bundeswehr, Nr. 2, 01.01.2017

Hankel zeigt in diesem umfassend recherchierten Buch, wie zynisch mit dem größten Unrecht umgegangen wird. Eine wahrlich beunruhigende, verstörende, immens wichtige Untersuchung.

Bernhard Preiser, Bücherschau.at, 01.12.2016

Hankel erzählt überdies in einem persönlich-engagierten, doch immer auch ruhigen und sachlichen Ton von seinen Begegenungen mit Hunderten von Ruandern – Tutsi wie Hutu – und von dem Preis, den das von der Regierung verordnete Zusammenleben von Opfern und Tätern kostet.

Beate Ziegs, Deutschlandradio Kultur, 01.11.2016

Das Buch geht so tief und ist dank der profunden Kenntnisse des Autors so stabil in seiner Argumentation, dass es zweifelslos für lange Zeit neue Maßstäbe setzt.

Sebastian Scheerer, Criminologia, 01.10.2016

Hankel gilt als exzellenter Kenner Ruandas, (…) nimmt das zunehmend autoritäre Regime von Staatspräsident Paul Kagame unter die Lupe, deren damit einhergehend destabilisierende Rolle in der Großeregion, kritisiert Formen einer Siegerjustiz.

Roland Schmitt, ekz Bibliotheksservice, 01.10.2016

Umfassende Studie. (…) Das Bild, das Hankel zeichnet, ist ernüchternd.

AOL-Bücherbrief, Nr. 90, 01.04.2016

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