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Jens Jessen

Der Deutsche

Fortpflanzung, Herdenleben, Revierverhalten

Reihenherausgeber: Anne Hamilton

Reihe: Essayreihe

18,00 €
Einband
Hardcover
Format
11,50 × 18,50 cm
Umfang
128 Seiten
Erscheinungstermin
26.10.2020
ISBN
978-3-86674-628-2
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
ePub 14,99 € ISBN 978-3-86674-784-5
PDF 14,99 € ISBN 978-3-86674-785-2

Der ewige Deutsche– hat es ihn jemals gegeben, und wenn ja, was ist von ihm geblieben? Oder ist er verschwunden, nachdem sich Deutschland, rücksichtsloser als jedes andere europäische Land, modernisiert und von seiner Vergangenheit abgekehrt hat?

Oft wird er bewundert, der Deutsche, geliebt aber wird er nie. Es geht ihm wie dem einsamen Streber auf dem Schulhof, man traut ihm gute Noten, aber auch allerlei Finsteres zu– was er dann leider auch zuverlässig liefert. Doch gibt es »den Deutschen« überhaupt, und warum gilt er in anderen Nationen noch immer als faustischer Mensch, unverbesserlicher Romantiker oder humorloser Grobian, wenn nicht gar ewiger Nazi?
Der Deutsche fürchtet sich vor Deutschen und vor allem davor, im Ausland als Deutscher erkannt zu werden. Meist aber entlarvt er sich schon durch die unvorteilhafte Brille, die er trägt. Warum kleidet er sich so schlecht, ist erotisch unbegabt und spielt sich zugleich als Lehrmeister auf? Wie lebt er unter seinesgleichen, die sich dem Ideal der Gleichheit verschrieben haben und Unterschiede mit Argwohn betrachten? Aus der Art zu schlagen, ist unzulässig. Zu dieser Art aber gehören seit jeher auch Selbstkritik und Selbsthass. Recht bedacht, sind diese vielleicht sogar seine besten Eigentümlichkeiten. Wohl wissend, dass Dichtung und Wahrheit hier nah beieinanderliegen, widmet sich Jens Jessen den deutschen Befindlichkeiten und Befangenheiten. In seinem fulminanten Essay spießt er jene karikaturhaft überzeichneten Zuschreibungen auf, die nicht zuletzt von uns Deutschen selbst sorgfältig gehegt werden.

Vita

Foto Jens Jessen

Jens Jessen

Jens Jessen, geboren 1955, arbeitete als Redakteur bei der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«, wechselte 1996 als Feuilletonchef zur »Berliner Zeitung« und dann 1999 zur »ZEIT«. Von 2010 bis 2021 war er dort anschließend als Feuilletonredakteur ohne besondere Aufgaben tätig. Bei zu Klampen erschienen die Essaybände »Was vom Adel blieb. Eine bürgerliche Betrachtung« (2018) und »Der Deutsche. Fortpflanzung, Herdenleben, Revierverhalten« (2020). Mit dem »Grüffelo«-Schöpfer Axel Scheffler zusammen veröffentlichte er »Tierleben. Oder: Was sucht der Mensch in der Schöpfung?« (2023).

Pressestimmen

Jessen nimmt sich nichts weniger vor, als auf ganz engem Raum (…) einen Nationalcharakter der Deutschen zu beschreiben (…), und kommt da auf einige erstaunliche Befunde.

Denis Scheck, SWR2, 01.07.2021

Geistreich, elegant und unterhaltsam

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 01.12.2020

Brillant argumentierendes kleines Büchlein

Brigitte Neumann, SWR2, 01.12.2020

Eine erfrischende Lektüre!

Brigitte Neumann, BR24, Diwan – Das Büchermagazin, 01.11.2020

Scharfsinnig beobachtet (…). Wer dieses Buch liest, blickt auch in einen Spiegel, der nichts beschönigt.

Thomas Heinold, Nordbayerische Nachrichten, 01.11.2020
3 weitere Pressestimmen Weitere Pressestimmen ausblenden

Jessen spottet scharfsinnig und amüsant über seine Landsleute (…), ein weltkluge(r) und amüsante(r) Essay.

Alexander Grau, Cicero – Magazin für politische Kultur, Nr. 12, 01.01.2020

Mit so viel Witz und eleganter Schärfe, dass man es kaum für ein deutsches Buch halten möchte.

Hohe Luft, Nr. 02/2021

Jens Jessen zündet ein Feuerwerk geistreicher Seelenkunde und kühner Polemik.

Sven Crefeld, Logbuch, Kreuzer-Sonderheft zum Bücherherbst 2020

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