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Burkhard Müller

Apoll und Daphne

Geschichte einer Verwandlung

Reihenherausgeber: Anne Hamilton

Reihe: Essayreihe

16,00 €
Einband
Hardcover
Format
11,50 × 18,50 cm
Umfang
88 Seiten
Erscheinungstermin
16.03.2020
ISBN
978-3-86674-611-4
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
ePub 12,99 € ISBN 978-3-86674-754-8

Jahrhundertelang waren Ovids »Metamorphosen« eine Quelle der Inspiration für Künstler und Literaten. Warum es auch heute noch lohnt, sich mit einem Autor auseinanderzusetzen, der wie kaum ein anderer die abendländische Kulturgeschichte geprägt hat.

Ein liebestoller Gott verfolgt eine Nymphe, die seiner Zudringlichkeit nur dadurch entkommt, dass sie sich in einen Baum verwandelt. Die Geschichte von Daphne und Apoll gehört zu den schönsten und bekanntesten aus Ovids »Metamorphosen«. Über zwei Jahrtausende hinweg hat sie Maler und Bildhauer so fasziniert, dass sie immer wieder den entscheidenden Augenblick der Verwandlung Daphnes zu bannen versuchten. Einige der größten Werke der Kunstgeschichte sind so entstanden.
Ovids Text ist heute jedoch mehr denn je eine Herausforderung: Allein schon das antike Versmaß bereitet im Deutschen Kopfzerbrechen. Auch wenn das mythische Geschehen klar erscheint, erweist sich Ovids Sprache als so komplex, dass sich Generationen von Schülern daran die Zähne ausgebissen haben. Wie ist mit einer Sprache umzugehen, die niemandes Muttersprache mehr ist, mit einer literarischen Form, die wir kaum noch durchschauen?
Für Burkhard Müller schafft erst die Einsicht in das, was uns von den Zeiten Ovids trennt, die Voraussetzung für eine Annäherung an sein Werk. Indem Müller den Geist der antiken Vorlage einzufangen versucht, bietet er uns einen Schlüssel nicht nur zur lateinischen Dichtkunst, sondern auch zu der von ihr inspirierten abendländischen Kunstgeschichte.

Vita

Burkhard Müller

Burkhard Müller, geboren 1959, ist Dozent für Latein an der TU Chemnitz. Er schreibt regelmäßig für die »Süddeutsche Zeitung« und »Die Zeit«. 2008 erhielt er den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik. Im zu Klampen Verlag sind erschienen: »Schlussstrich« (1995, 2004), »Verschollene Länder« (1998, 2013), »Der König hat geweint« (2005), »Die Tränen des Xerxes« (2006), »Lufthunde« (2008) und »Fälschungen, Verwandlungen« (2016).

Pressestimmen

Ein Musterstück der Auslegekunst, in dem philologisches Wissen sich subtil mit kulturgeschichtlichen Kenntnissen und lebensweltlicher Erfahrung verknüpft.

Der Freitag, 01.08.2020

Von funkelndem Esprit (…), ein elegantes Essay.

Manfred Papst, NZZ am Sonntag, 01.06.2020

Hermeneutik im besten Sinne

Annette Hoffmann, Badische Zeitung, 01.05.2020

Ein kleiner, gut lesbarer und hübsch aufgemachter Band (…). Burkhard Müller möchte einen Beitrag zur Vermittlung des antiken Erbes leisten. Das gelingt ihm zweifelsohne.

Johannes Groß, lehrerbibliothek.de, 01.05.2020

Ein spannender Zugang zu Ovids ›Metamorphosen‹, (…) ein aufschlussreicher Lesegenuss.

Matthias Zwarg, Chemnitzer Zeitung, 01.04.2020
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Burkhard Müller legt einen kulturellen Längsschnitt durch zweitausend Jahre.

Süddeutsche Zeitung, 01.04.2020

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