Zum Inhalt springen

Christof Wackernagel

RAF oder Hollywood

Tagebuch einer gescheiterten Utopie

22,00 €
Einband
Hardcover
Format
12,50 × 20,50 cm
Umfang
356 Seiten
Erscheinungstermin
10.08.2017
ISBN
978-3-86674-558-2
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
ePub 17,99 € ISBN 978-3-86674-680-0

»Alan Parker will mich für den Film ›Midnight Express‹, Hauptrolle, ich soll einen kiffenden Ami spielen.«
»Ist doch toll!«, rief Klaus. »Mach das! Damit schaffst Du Hollywood!«
Ich ließ meine Butterbrezel sinken und fragte: »Seit wann geht es um Hollywood – es geht um den Kampf um Befreiung!«
Christof Wackernagel ist seit seinem fünfzehnten Lebensjahr ein gefragter Schauspieler. 1977 hätte er die Möglichkeit gehabt, in einer internationalen Produktion mitzuwirken, doch er beschloss, sich stattdessen der RAF anzuschließen. »RAF oder Hollywood« erzählt die Geschichte vor Wackernagels Zeit in der RAF. So ist das Buch zwar keine Autobiografie, Abrechnung oder Bitte um Absolution, aber dennoch eine autobiografisch vorgetragene Antwort auf die Frage, warum er sich dem bewaffneten Untergrund anschloss. Wackernagel berichtet aus der jeweiligen Zeit, was ihn beeinflusste und ihn seine Meinung bilden ließ, und gibt somit stets den damaligen Zeitgeist wieder, ohne aus heutiger Sicht zu urteilen.

Vita

Christof Wackernagel

Christof Wackernagel, geboren 1951, ist Schauspieler und Autor. Wackernagel wirkt in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen mit, schreibt Bücher sowie Hörspiele, Theaterstücke und Beiträge zu Anthologien. Er ist Initiator der Kulturkarawane »Humanity’s Ark«. Bei zu Klampen veröffentlichte er »es« (2011), »RAF oder Hollywood« (2017), »Reden statt schießen« (2019), »Traumprotokolle« (2020) und »Politik des Traums« (2020).

Pressestimmen

Christoph Wackernagel liefert eine interessante Lektüre der jüngeren deutschen Politikgeschichte.

Michael Lang, Darmstädter Echo, 01.09.2019

Sein sensibles Zeitgeistgemälde rührt an. Und stellt Fragen: Warum? Und was hat sich geändert? (…) Ohne aus heutiger Sicht zu verurteilen, will Wackernagel eine Vorstellung von dem geben, was eigentlich unerklärbar ist. Mit Erfolg.

Christoph Huppert, Neue Deister Zeitung, 01.04.2019

Frei von Rechtfertigung.

Gesa Esterer, Hessische Niedersächsische Allgemeine, 01.05.2018

Christof Wackernagel – und das macht dieses Buch so reizvoll – schaltet in ›RAF oder Hollywood‹ das Heute aus, erzählt aus der Zeit zwischen 1957 und 1977 und lässt uns daran teilhaben.

Joachim Steiger im Gespräch mit Sylvia Schwab, hr2-Kulturradio, Leselust, 01.05.2018

Wackernagel schildert in ›RAF oder Hollywood‹ minutiös seinen Weg in den Untergrund.

Hanf Journal, Nr. 216, 01.01.2018
9 weitere Pressestimmen Weitere Pressestimmen ausblenden

Flott und unterhaltsam geschrieben. (...) Wackernagel versteht es durch die breite Erzählweise und die Bildhaftigkeit seiner Sprache, diese Zeit vielstimmig zugänglich zu machen.

junge Welt, 01.12.2017

Ein wichtiges Buch nicht nur für RAF-Interessierte, sondern gerade auch für Jugendliche, mit denen man über die Themen Toleranz, Akzeptanz und Gewalt spricht! Ein ganz besonderes, wichtiges Buch!

Barsortiment Könemann Vertriebs GmbH, 01.11.2017

Es ist ein bemerkenswerter Einstieg, den Christof Wackernagel da wählt. (...) Die Szene ist so eindringlich beschrieben, dass man sich beim Lesen inmitten des Schusswechsels wähnt und unwillkürlich duckt.

Carsten Tergast, BÜCHERmagazin, 01.11.2017

Dieser literarische Versuch ist außerordentlich gut gelungen. (...) Ein lehrreiches, gut lesbares Buch, das zuweilen mit filmreifen Szenen glänzt.

Hardy Vollmer, Radio dreyeckland Freiburg, 01.11.2017

Zeigt minutiös auf, wie sich der gesellschaftliche Protest an den Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland entzündet hat. In diesem Sinne sei jedem kritischen Kopf, jedem Querdenker und jedem Sozialwissenschaftler die Lektüre von ›RAF oder Hollywood‹ wärmstens empfohlen.

Stefan Schweizer, Literaturkritik.de, Nr. 10, 01.10.2017

Das (...) sich wie ein historischer Roman lesende Buch, das ›denen, die diese Zeit nicht überlebt haben‹, gewidmet ist, holt den Geist einer nur scheinbar vergangenen Vergangenheit zurück.

Karlen Vesper, Neues Deutschland, 01.09.2017

(...) eine von sehr detaillierten und erinnerten oder imaginierten Dialogen durchsetzte Aufzeichnung. (...) Das klingt glaubhaft.

Harald Pilzer, ekz Bibliotheksservice, 01.09.2017

Nicht nur wegen der momentanen Gedenktage ist Wackernagels Buch sehr zu empfehlen.

Jürgen Vielhaber, lovelybooks.de, 01.09.2017

Mit der Notation seiner Tagebücher ermöglicht Christof Wackernagel im vierzigsten Herbst nach 1977 eine unverstellte Rückschau auf die damaligen Geschehnisse.

Alfons Huckebrink, autor-des-eigenen-lebens.de

Zusatzmaterial

News zu diesem Buch

Weitere Bücher von Christof Wackernagel