»Alan Parker will mich für den Film ›Midnight Express‹, Hauptrolle, ich soll einen kiffenden Ami spielen.«
»Ist doch toll!«, rief Klaus. »Mach das! Damit schaffst Du Hollywood!«
Ich ließ meine Butterbrezel sinken und fragte: »Seit wann geht es um Hollywood – es geht um den Kampf um Befreiung!«
Christof Wackernagel ist seit seinem fünfzehnten Lebensjahr ein gefragter Schauspieler. 1977 hätte er die Möglichkeit gehabt, in einer internationalen Produktion mitzuwirken, doch er beschloss, sich stattdessen der RAF anzuschließen. »RAF oder Hollywood« erzählt die Geschichte vor Wackernagels Zeit in der RAF. So ist das Buch zwar keine Autobiografie, Abrechnung oder Bitte um Absolution, aber dennoch eine autobiografisch vorgetragene Antwort auf die Frage, warum er sich dem bewaffneten Untergrund anschloss. Wackernagel berichtet aus der jeweiligen Zeit, was ihn beeinflusste und ihn seine Meinung bilden ließ, und gibt somit stets den damaligen Zeitgeist wieder, ohne aus heutiger Sicht zu urteilen.
Vita
Christof Wackernagel
Christof Wackernagel, geboren 1951, ist Schauspieler und Autor. Wackernagel wirkt in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen mit, schreibt Bücher sowie Hörspiele, Theaterstücke und Beiträge zu Anthologien. Er ist Initiator der Kulturkarawane »Humanity’s Ark«. Bei zu Klampen veröffentlichte er »es« (2011), »RAF oder Hollywood« (2017), »Reden statt schießen« (2019), »Traumprotokolle« (2020) und »Politik des Traums« (2020).
Pressestimmen
Christoph Wackernagel liefert eine interessante Lektüre der jüngeren deutschen Politikgeschichte.
Sein sensibles Zeitgeistgemälde rührt an. Und stellt Fragen: Warum? Und was hat sich geändert? (…) Ohne aus heutiger Sicht zu verurteilen, will Wackernagel eine Vorstellung von dem geben, was eigentlich unerklärbar ist. Mit Erfolg.
Frei von Rechtfertigung.
Christof Wackernagel – und das macht dieses Buch so reizvoll – schaltet in ›RAF oder Hollywood‹ das Heute aus, erzählt aus der Zeit zwischen 1957 und 1977 und lässt uns daran teilhaben.
Wackernagel schildert in ›RAF oder Hollywood‹ minutiös seinen Weg in den Untergrund.
9 weitere Pressestimmen Weitere Pressestimmen ausblenden
Flott und unterhaltsam geschrieben. (...) Wackernagel versteht es durch die breite Erzählweise und die Bildhaftigkeit seiner Sprache, diese Zeit vielstimmig zugänglich zu machen.
Ein wichtiges Buch nicht nur für RAF-Interessierte, sondern gerade auch für Jugendliche, mit denen man über die Themen Toleranz, Akzeptanz und Gewalt spricht! Ein ganz besonderes, wichtiges Buch!
Es ist ein bemerkenswerter Einstieg, den Christof Wackernagel da wählt. (...) Die Szene ist so eindringlich beschrieben, dass man sich beim Lesen inmitten des Schusswechsels wähnt und unwillkürlich duckt.
Dieser literarische Versuch ist außerordentlich gut gelungen. (...) Ein lehrreiches, gut lesbares Buch, das zuweilen mit filmreifen Szenen glänzt.
Zeigt minutiös auf, wie sich der gesellschaftliche Protest an den Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland entzündet hat. In diesem Sinne sei jedem kritischen Kopf, jedem Querdenker und jedem Sozialwissenschaftler die Lektüre von ›RAF oder Hollywood‹ wärmstens empfohlen.
Das (...) sich wie ein historischer Roman lesende Buch, das ›denen, die diese Zeit nicht überlebt haben‹, gewidmet ist, holt den Geist einer nur scheinbar vergangenen Vergangenheit zurück.
(...) eine von sehr detaillierten und erinnerten oder imaginierten Dialogen durchsetzte Aufzeichnung. (...) Das klingt glaubhaft.
Nicht nur wegen der momentanen Gedenktage ist Wackernagels Buch sehr zu empfehlen.
Mit der Notation seiner Tagebücher ermöglicht Christof Wackernagel im vierzigsten Herbst nach 1977 eine unverstellte Rückschau auf die damaligen Geschehnisse.