zu Klampen! Verlag

»Haarmanns Erbe« – Lesung mit Musik

Das Schriftstellerpaar Ulrike Gerold und Wolfram Hänel liest aus seinem Kriminalroman »Haarmanns Erbe«. Begleitet werden die beiden dabei von Arndt Schulz mit Gitarre und Gesang. Vor der Krimilesung gibt es außerdem den inzwischen schon fast legendäre Hannover-Teil »Hunde bitte an die Leine führen«. Eintrittskarten kosten 12 bzw. ermäßigt 10 Euro. Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

Die Dramaturgin Ulrike Gerold und der Schriftsteller Wolfram Hänel, beide Jahrgang 1956, leben und schreiben zusammen in Hannover und einem kleinen Ort an der Jammerbucht in Nord-Dänemark. Neben Reiseführern und Theaterstücken umfassen ihre Arbeiten zahlreiche Buchpublikationen, die in insgesamt 25 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet wurden. Bei zu Klampen veröffentlichte sie »Kein Erbarmen« (2012) und »Haarmanns Erbe« (2015). Website: https://haenel-buecher.weebly.com/kontaktlinks.html

Pedanten
Die ungeliebten Meister der Akribie

Pedanten sind lästig. Ständig erheben sie ungefragt Einspruch und blockieren jede neue Idee. Kein kühnes Projekt bleibt von ihrer Krittelei verschont. Als notorische Besserwisser nötigen sie damit jeden Gesprächspartner zu größter Selbstbeherrschung. Markus Krajewski schlägt einen historischen Bogen von Montaignes wenig schmeichelhaftem Blick auf die Figur des Schulmeisters bis in unsere Gegenwart. Aber sind Pedanten tatsächlich nur sture Eigenbrötler, die sich fortschreitender Erkenntnis verweigern, oder haben sie in der innovationsversessenen Moderne nicht auch eine wichtige kritische Funktion? In diesem Essay lotet der Autor sowohl die erkenntnisstiftende als auch die erkenntnishemmende Wirkung der Pedanterie aus. Anhand von drei Fallstudien aus der Wissensgeschichte gelingt es ihm, Pedanten in ihrer Streitlust und selbstgewissen Querulanz zugleich als Meister übergroßer Genauigkeit herauszuarbeiten. Denn den Praktiken, die Pedanten zur Durchsetzung ihrer Argumente bevorzugt nutzen – etwa das Sammeln, Vergleichen oder Korrigieren –, kommt eine unverzichtbare regulatorische Wirkung im Prozess der Erneuerung zu.

Nähe
Vermessung einer Sehnsucht

Einsiedler mögen ohne die Nähe anderer Menschen auskommen, die meisten von uns aber wollen und können das nicht. Wir suchen die Nähe zu unseren Liebsten und wissen doch oft nicht, wie sie erlangt werden kann. Dabei beschreibt Nähe weit mehr als einen räumlichen Zustand. In der U-Bahn sind wir ungewollt vielen Menschen nah – aber doch unendlich weit entfernt. Wahre Nähe verdankt sich dem Wechselspiel von Öffnung und Verweigerung, der Begegnung und des Sich-Entziehens, und bleibt selbst über große Entfernungen hinweg spürbar. Martin Scherer zeigt, wie sich Nähe als geistige Empfindsamkeit von der bloßen Beziehung abhebt. Während diese sich regeln und dosieren lässt, birgt jene eine zumeist stille Intensität, die jedoch das Kuschelige, Traute auf Abstand hält. Kann die Nähe der raumgreifenden Distanz zwischen Menschen, die vernetzt, aber nicht mehr verbunden sind, etwas entgegensetzen?

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Veranstaltungsort

Kulturreff Bothfeld