Reime, die galoppieren, Figuren, die aus dem Ruder laufen: Tobias Kunze bringt die Bühne aufs Papier.
Ein unsichtbarer Dirigent taktet das Erwachen einer ganzen Großstadt. Eine Kuh büxt aus, weil das Gras nebenan grüner scheint. Ein Klavier passt partout nicht durchs Treppenhaus. Und eine Ritze im Hotelbett zieht sich plötzlich quer durch die halbe Gesellschaft.
In modernen Märchen, bissigen Fabeln und ausschweifenden Oden verbindet der Lesebühnenpoet rasante Binnenreime mit genauem Blick auf Alltagstrott, Statusgehabe und die Sehnsucht nach Erdung. Mal klingt es nach Wilhelm Busch, mal nach Hip-Hop, immer nach Lust am Klang – mit Pointen, die sitzen, und Zwischentönen, die nachhallen.
Für alle Freundinnen und Freunde von Poetry Slam, Kabarett und Sprachwitz mit Haltung.