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Martin Hecht

Gruppe und Graus

Rudelbildung im 21. Jahrhundert

20,00 €
Einband
Hardcover
Format
11,50 × 18,50 cm
Umfang
158 Seiten
Erscheinungstermin
27.06.2023
ISBN
978-3-86674-993-1
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
ePub 16,99 € ISBN 978-3-98737-379-4
PDF 16,99 € ISBN 978-3-98737-378-7

Menschen haben sich immer in Gruppen organisiert. Die heutige Gruppe aber ist anders als der alte Sportverein. Welche gesellschaftlichen Konsequenzen haben die neuen unverbindlichen Bindungen?

In Zeiten von Selbstoptimierung und Hyperindividualismus nimmt die Bindungskraft der Parteien, Klubs, Sport-, Kultur- oder Musikvereine ab. Frei wie noch nie sind die Menschen heute, aber es wird ihnen langsam kalt in ihrer Selbstbezogenheitsblase. Sie sehnen sich nach Behaglichkeit – und die scheinen neue homogene Gruppen eher zu bieten als traditionelle Organisationen.
Martin Hecht blickt auf die zeitgenössischen Ausprägungen einer Herdenmentalität, die sich in selbstreferenziellen Ritualen ausdrückt. Gruppen zeigen heute verstärkt die Tendenz, sich vom Rest der Gesellschaft abzugrenzen: als Spaß-, Party-, Motto-, Lifestyle-, Selbsterfahrungs-, Fan- oder Chat-Vereinigungen. Allein das Wir-Erlebnis zählt innerhalb dieser Gemeinschaften, deren Personal – gern auch enthemmt – in ihnen aufzugehen hofft. Doch wo dies das einzige Ziel bleibt, geraten Stimmung und Event zum Selbstzweck, die Welt bleibt draußen.
»Gruppe und Graus« beschreibt die Entwicklungslinien dieses Rückzugs in private Schutzräume und zeigt die Gefahren auf, die er für den gesellschaftlichen Zusammenhalt birgt.

Vita

Foto Martin Hecht

Martin Hecht

Martin Hecht, geboren 1964, lebt als freier Autor und Publizist in Mainz. Er studierte Politik, Soziologie, Geschichte und Kommunikationswissenschaften. Er schreibt für verschiedene Tageszeitungen und Zeitschriften (u. a. »Die Zeit«, »Gehirn & Geist«, »Der Spiegel«) und ist im Radio bei SWR2 Kultur zu hören. Als Buch ist zuletzt von ihm erschienen: »Die Einsamkeit des modernen Menschen«.

Pressestimmen

Martin Hecht ist gut im Beobachten und Persiflieren von Gruppenverhalten.

Brigitte Neumann, SWR2, »Lesenswert«, 01.08.2023

Der Journalist Martin Hecht hat unter dem schönen Titel ›Gruppe und Graus. Rudelbildung im 21. Jahrhundert‹ ein Buch über die Kehrseite des modernen Individualismus geschrieben.

Christiane Peitz, Der Tagesspiegel, 01.07.2023

ein kleines, feines Büchlein

Bremen Zwei, 01.06.2023

ein so vergnügliches wie erhellendes Buch

Deutschlandfunk Kultur, »Lesart«, 01.06.2023

Der Autor findet geschmeidige Formulierungen, um etwas zu beschreiben, über das sich fast alle schon einmal lustig gemacht, gewundert oder geärgert haben.

Ilona Jerger, Psychologie heute, Nr. 1/2024