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Die Gegenwart der Gewalt und die Macht der Aufklärung

Festschrift für Jan Philipp Reemtsma

Herausgeber: Gerd Hankel · Susanne Fischer · Wolfgang Knöbl

68,00 €
Einband
Mehrbändige Ausgabe
Format
14,00 × 21,50 cm
Umfang
1006 Seiten
Erscheinungstermin
28.11.2022
ISBN
978-3-86674-839-2
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
ePub 50,99 € ISBN 978-3-98737-353-4
PDF 50,99 € ISBN 978-3-98737-352-7

Seit Jahrzehnten kämpft Jan Philipp Reemtsma für ein aufgeklärtes Selbstverständnis der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Zu seinem 70. Geburtstag bezeugen Freunde und Wegbegleiter, welche Bedeutung dieser »Akteur der Zeitgeschichte von mentalitätsbildender Kraft« (Jürgen Habermas) hat.

Wer sich mit der Geistesgeschichte der Bundesrepublik Deutschland beschäftigt, stößt immer wieder auf seinen Namen. Ob als Autor literarischer Texte oder von Kinderbüchern, ob als Wissenschaftler und Institutsgründer, als Initiator von Projekten wie der Wehrmachtsausstellung oder als Mäzen – überall setzt Jan Philipp Reemtsma Zeichen, die unübersehbar sind. Entsprechend viel gibt es über ihn zu sagen, von ihm zu kommentieren und für weitere Überlegungen und Analysen nutzbar zu machen.
Über 50 Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichsten Disziplinen setzen sich mit den Themen auseinander, die den vielfältig interessierten Reemtsma beschäftigen. Dabei geht jeder Beiträger von einem Zitat Reemtsmas aus und entwickelt seine Gedanken in direktem Bezug auf den Jubliar. So zieht sich dessen Wirken wie ein roter Faden durch diese Festschrift. Aufsätze über Literatur und Literaturwissenschaft finden sich darin, wie auch über Zivilisationstheorie, Soziologie, Rechtstheorie und Gewaltforschung.

Vita

Christoph Gödde

Christoph Gödde, geboren 1954, studierte Philosophie, Literaturwissenschaft, Linguistik und Politikwissenschaft in Marburg, Frankfurt und Hannover. Seit 1985 ist er Mitarbeiter im Theodor W. Adorno Archiv, Frankfurt a. M. und zusammen mit Henri Lonitz und Thomas Rahn Herausgeber der Werke und des Nachlasses von Walter Benjamin sowie Mitherausgeber der Nachgelassenen Schriften von Theodor W. Adorno.

Gerd Hankel

Gerd Hankel, Dr. jur. Dipl.-Übersetzer, Jahrgang 1957, studierte in Mainz, Granada und Bremen. Seit 1993 ist er freier Mitarbeiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung, seit 1998 wissenschaftlicher Angestellter der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Er ist Autor zahlreicher Beiträge zum humanitären Völkerrecht, zum Völkerstrafrecht und zum Völkermord in Ruanda, dessen juristische Aufarbeitung er seit 2002 untersucht. Bei zu Klampen erschienen von ihm »Ruanda. Leben und Neuaufbau nach dem Völkermord. Wie Geschichte gemacht und zur offiziellen Wahrheit wird« (2016), »Das Dilemma. ›Entwicklungshilfe‹ in Afrika. Ein Erfahrungsbericht« (2020), »Putin vor Gericht?« (2022), »Die Gegenwart der Gewalt und die Macht der Aufklärung« (2022) sowie »Ruanda. 1994 bis heute« (2019, 2024).

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Susanne Fischer

Susanne Fischer, Jahrgang 1960, ist Literaturwissenschaftlerin und Autorin. Sie arbeitet als geschäftsführender Vorstand der Arno Schmidt Stiftung und betreut zahlreiche Editionen, unter anderem die Neuausgabe von Arno Schmidts »Zettel’s Traum« und aktuell die Oevelgönner Ausgabe der Werke Peter Rühmkorfs. Sie publiziert über Literatur, schreibt Romane und Erzählungen und ist seit über zwanzig Jahren Kolumnistin bei der »taz«.

Wolfgang Knöbl

Wolfgang Knöbl, geboren 1963, war von 2002 bis 2015 Professor für vergleichende Sozialwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen und ist seit 2015 Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Er publiziert zu den Themenfeldern der politischen Soziologie und Gewaltforschung, der soziologischen Theorie, der historisch-komparativen Soziologie und der Geschichte der Sozialwissenschaften.

Pressestimmen

Das Wirken dieses ›Akteurs der Zeitgeschichte von mentalitätsbildender Kraft‹ (Jürgen Habermas) zieht sich wie ein eigenes rotfädiges Lesebändchen durch die Festschrift. Von ihr lässt sich lange zehren.

Alf Mayer, CulturMag.de, 01.10.2023

In (der) Festschrift für Reemtsma untersucht Alexander Kluge, wie Kriege durch Kapitulationen beendet werden können. Die welthistorische Durchsicht erinnert (…) an die Nachrichtenlage aus dem Osten Europas.

Thomas Speckmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.04.2023

(Man) sieht den Kanzler mit einem seiner Lieblingsthemen beschäftigt. (…) (Olaf Scholz) schildert seine eigenen Alltagsbeobachtungen zur Krise des sozialen Vertrauens, zugleich sucht er aber auch nach wissenschaftlichen Ansätzen.

Peter Neumann, DIE ZEIT, 01.01.2023

Andrej Angricks Aufsatz (…) zeigt, was man, ausreichend Zeit und Quellen vorausgesetzt, auch aus scheinbar belanglosen Begleitaufnahmen bekannter Fotoserien herausholen kann.

Sven Felix Kellerhoff, DIE WELT, 01.11.2022

Es dürfte kaum einen Intellektuellen geben, dem (…) eine zweibändige Festschrift überreicht wird, in der sowohl (…) Jürgen Habermas als auch der amtierende Bundeskanzler Beiträge verfasst haben.

Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung, 01.11.2022

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