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Ulrich Greiner

Dienstboten

Von den Butlern bis zu den Engeln

Reihenherausgeber: Anne Hamilton

Reihe: Essayreihe

18,00 €
Einband
Hardcover
Format
11,50 × 18,50 cm
Umfang
144 Seiten
Erscheinungstermin
28.03.2022
ISBN
978-3-86674-827-9
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
ePub 14,99 € ISBN 978-3-86674-960-3
PDF 14,99 € ISBN 978-3-86674-958-0

Der vorliegende Essay verfolgt anhand großer Texte, von der Bibel über John Milton und Diderot bis zu Kafka, die Bedeutungsvielfalt des Dienens, setzt sich mit der Dialektik von Herr und Knecht auseinander und endet mit einer Skizze des modernen Fürsorgestaates, der zum Dienstboten einer schlechtgelaunten Gesellschaft von Solipsisten geworden ist.

Dienstleistungen gibt es zuhauf, wir leben in einer Servicegesellschaft. Aber Dienstboten? Man kennt sie aus Historienfilmen, aus Fernsehserien wie »The Crown« und »Downton Abbey«. Ihr prominentester Vertreter ist der Butler, ohne den viele englische Romane nicht auskämen. Doch das Wort »Dienstbote« hat, anders als der Postbote oder der Pizzabote, einen altmodischen Klang. Dienstboten gibt es nicht mehr. Oder doch? Wie soll man die zahllosen Menschen nennen, die eine ungeliebte, meist schlecht bezahlte Arbeit verrichten?
Ulrich Greiner wirft einen Blick auf den gegenwärtigen Umgang mit Dienstleistungen und kontrastiert diesen Befund mit vergangenen Formen aristokratischer und später auch bürgerlicher Repräsentation. Er widmet sich der Prachtentfaltung an irdischen Höfen, um darüber zu sinnieren, wie davon einst die Vorstellung vom Kosmos der himmlischen Heerscharen geprägt wurde. Denn sind nicht auch die Engel – in einem umfassenderen Sinn – Dienstboten?

Vita

Ulrich Greiner

Ulrich Greiner, geboren 1945, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft als Feuilletonredakteur bei der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. 1980 wechselte er zur »Zeit«, wo er von 1986 bis 1995 das Feuilleton leitete. In den Jahren 1998 bis 2009 war er dort Verantwortlicher Redakteur des Ressorts Literatur. Er lehrte als Gastprofessor u. a. in Hamburg, St. Louis, Essen und Göttingen. Der Hamburger Freien Akademie der Künste stand er von 2011 bis 2020 als Präsident vor.

Pressestimmen

Greiners ›Dienstboten‹ ist ein kleines, feines Denkbild über eine äußerst verwandlungsfreudige Figur.

Michael Braun, Germanistik / Internat. Referatenorgan mit bibliographischen Hinweisen, 01.10.2023

ein unterhaltsame(r) Essay über (irdische und himmlische) Dienstleistungen

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 01.07.2022

lesenswerte Kulturgeschichte des Dienens. (…) Ulrich Greiner liefert keine fertigen Antworten, sondern regt zum Nachdenken an.

Kirstin Breitenfellner, FALTER, 01.05.2022

Ulrich Greiner liefert zahlreiche Anregungen, um sich mit dem Thema eingehender zu beschäftigen – und bei der nächsten ›Downton Abbey‹-Folge etwas genauer hinzusehen.

Anja Dolatta, Stadtkind, 01.05.2022

Greiner zeichnet das Verhältnis zwischen Herrn und Knecht in essayistischer Buntheit nach.

Michaela Schabel, Schabel Kultur-Blog, 01.03.2022
2 weitere Pressestimmen Weitere Pressestimmen ausblenden

Eine kleine, feine Studie über die gewandelte Ordnung der Diener (…). Ulrich Greiners Buch (…) öffnet aufmerksame literarische Zugänge zum Fortleben des Dieners in postbürgerlichen Welten.

Michael Braun, Arbitrium, Nr. 3/2023

Greiners Dienstbotenbuch ist ein kühner Wurf, von einem soziologischen Phänomen bis in den Himmel reichend. (…) Ulrich Greiner hat einen exemplarischen Essay geschrieben – die Welt an einem Zipfel gepackt und dann weithin ausgerollt.

Martin Mosebach

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