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Gunnar Menkens

Nirgendwo ein Land

Die Geschichte der staatenlosen Krankenschwester Farah Hareb

14,00 €
Einband
Buch
Format
12,50 × 19,00 cm
Umfang
104 Seiten
Erscheinungstermin
09.05.2022
ISBN
978-3-86674-823-1
Status
lieferbar
Auch lieferbar als E-Book:
PDF 11,99 € ISBN 978-3-86674-961-0
ePub 11,99 € ISBN 978-3-86674-962-7

Darf ein Mensch abgeschoben werden, der seit 36 Jahren in Deutschland lebt, voll integriert ist und aufopferungsvoll seiner Arbeit nachgeht? Der Skandal um die Einbürgerung der Krankenschwester Farah Hareb.

Farah Hareb war zwei Jahre alt, als ihre Eltern vor dem Bürgerkrieg im Libanon flüchteten. Und obwohl sie schon lange als Krankenschwester in Deutschland arbeitet, ist sie als Staatenlose immer noch lediglich geduldet: Mal fehlte Behörden ein Stempel auf der Geburtsurkunde, dann galt sie als Türkin – mit immer neuen Hürden wurde und wird ihr die deutsche Staatsbürgerschaft bis heute verweigert.
Während Farah Hareb auf einer Intensivstation Covid-19-Patienten pflegt und sich dabei selbst mit dem Virus infizierte, ist ihr aufenthaltsrechtlicher Status nach wie vor ungeklärt. Sie lebt von einer amtlichen Duldung zur nächsten. Der Verlust ihres Arbeitsplatzes stand im Raum, sogar eine Ausweisung.

Vita

Gunnar Menkens

Gunnar Menkens, geboren 1962, studierte Politik und Germanistik an der Universität Hannover. Als Redakteur der »Hannoverschen Allgemeinen Zeitung« schrieb er Reportagen und war Autor einer Porträtreihe. Mit Simon Benne veröffentlichte er 2018 das Buch »1968 – Als die Revolte nach Hannover kam«.

Pressestimmen

Farah Hareb wünscht sich nichts mehr, als dass die jahrelange Unsicherheit endlich ein Ende hat. Vielleicht kann auch das kürzlich erschienene Buch dazu beitragen.

Roswitha Buchner, Bayerischer Rundfunk (BR), 01.06.2022

Es ist das Zeugnis einer Bürokratie, der alles Menschliche fremd zu sein scheint. (…) Das darf alles nicht wahr sein. Doch es ist wahr.

Daniel Behruzi, erdi-Zeitung für Beschäftige im Gesundheits- und Sozialwesen, 01.06.2022

eine Geschichte, die sich liest wie ein böses Märchen oder eine von Kafka erzählte Geschichte, es gibt Behördenwillkür, (…) und auch ein ohnmächtiges Anrennen gegen behördliche Bestimmungen.

Martina Kothe, NDR, »Das Gespräch«, 01.05.2022

ein berührendes, intensiv recherchiertes Porträt einer jungen Frau (…), die verzweifelt um Anerkennung und eine Perspektive in Deutschland kämpft (…), ein bedrückendes Stück deutscher Zeitgeschichte.

Nordspitze – Das Magazin der Norddeutschen Landesverbände

Zusatzmaterial

News zu diesem Buch